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	<title>Kommentare zu: Kein Tabu mehr &#8211; kein Geld f&#252;r Aidsprojekte in Rotterdam?</title>
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	<description>positiv schwul - Leben mit HIV und Aids</description>
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		<title>Von: alivenkickn</title>
		<link>http://www.ondamaris.de/?p=13542#comment-12584</link>
		<dc:creator><![CDATA[alivenkickn]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 03 Nov 2009 15:55:50 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[@Steven

Die Pflegebed&#252;rftigkeit eines Menschen hat – die Experten m&#246;gen mich gegebenenfalls korrigieren – wenig damit zu tun, an welcher Krankheit ein Menschen leidet, sondern wie sich die Erkrankung im individuellen Fall auswirkt. Hier wird man ohne weiteres sagen k&#246;nnen, dass es keinen Grund gibt, HIV/AIDS per se als einen besonderen Pflegebedarf ausl&#246;send zu betrachten.

Per Se gebe ich Dir recht. Der Knackpunkt ist schlicht und einfach der das ein Problem dann auftauchen kann wenn der HIV Kranke Gay ist. Wie die Situation in Holland ist entszieht sich meiner Kenntnis. Das in Deutschland was die Pflege von HIV kranken betrifft einiges im argen liegt, das hat sich auf der Tagesveranstaltung am 11. Juli in Frankfurt herauskristallisiert. Siehe &quot;Frankfurter Resolution &quot;In W&#252;rde alt werden&quot;.   http://alivenkickn.wordpress.com/2009/09/09/frankfurter-resolution-in-wurde-alt-werden/Was in 

Frankfurt z.b. auch Tatsache ist die AH Frankfurt k&#246;nnte ein mehr an finanzierung von Pflegepersonal gebrauchen um HIV Kranke die zu Hause leben pflegen zu k&#246;nnen. siehe :   http://www.frankfurt-aidshilfe.de/geschaeftsstelle/projekte/p-regenbogendienst

Das HIV zu einer chronisch behandelbaren Krnakheit geworden ist stellt niemand in Frage. Das mit HIV mechanismen wie Stigma und Diskriminirung auch Tabus ausgel&#246;st werden auch nicht. Und die sind nun mal vorhanden - bei Menschen also auch bei bei Eltern, Bekannten, dem B&#228;cker und Nachbarn von nebenan, bei Pflege und Krankenhauspersonal ebenfalls. 

Ich verlange nicht das mir ne Pflegerin im Alter vor Begeisterung um den Hals f&#228;llt wenn sie erfahren hat das ich HIV + bin, ich verlange aber das sie oder er mich respektiert und mich nicht sp&#252;ren l&#228;&#223;t das HIV positve Menschen ihm/ihr zu wider sind.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Steven</p>
<p>Die Pflegebed&#252;rftigkeit eines Menschen hat – die Experten m&#246;gen mich gegebenenfalls korrigieren – wenig damit zu tun, an welcher Krankheit ein Menschen leidet, sondern wie sich die Erkrankung im individuellen Fall auswirkt. Hier wird man ohne weiteres sagen k&#246;nnen, dass es keinen Grund gibt, HIV/AIDS per se als einen besonderen Pflegebedarf ausl&#246;send zu betrachten.</p>
<p>Per Se gebe ich Dir recht. Der Knackpunkt ist schlicht und einfach der das ein Problem dann auftauchen kann wenn der HIV Kranke Gay ist. Wie die Situation in Holland ist entszieht sich meiner Kenntnis. Das in Deutschland was die Pflege von HIV kranken betrifft einiges im argen liegt, das hat sich auf der Tagesveranstaltung am 11. Juli in Frankfurt herauskristallisiert. Siehe &#8222;Frankfurter Resolution &#8222;In W&#252;rde alt werden&#8220;.   <a href="http://alivenkickn.wordpress.com/2009/09/09/frankfurter-resolution-in-wurde-alt-werden/Was" rel="nofollow">http://alivenkickn.wordpress.com/2009/09/09/frankfurter-resolution-in-wurde-alt-werden/Was</a> in </p>
<p>Frankfurt z.b. auch Tatsache ist die AH Frankfurt k&#246;nnte ein mehr an finanzierung von Pflegepersonal gebrauchen um HIV Kranke die zu Hause leben pflegen zu k&#246;nnen. siehe :   <a href="http://www.frankfurt-aidshilfe.de/geschaeftsstelle/projekte/p-regenbogendienst" rel="nofollow">http://www.frankfurt-aidshilfe.de/geschaeftsstelle/projekte/p-regenbogendienst</a></p>
<p>Das HIV zu einer chronisch behandelbaren Krnakheit geworden ist stellt niemand in Frage. Das mit HIV mechanismen wie Stigma und Diskriminirung auch Tabus ausgel&#246;st werden auch nicht. Und die sind nun mal vorhanden &#8211; bei Menschen also auch bei bei Eltern, Bekannten, dem B&#228;cker und Nachbarn von nebenan, bei Pflege und Krankenhauspersonal ebenfalls. </p>
<p>Ich verlange nicht das mir ne Pflegerin im Alter vor Begeisterung um den Hals f&#228;llt wenn sie erfahren hat das ich HIV + bin, ich verlange aber das sie oder er mich respektiert und mich nicht sp&#252;ren l&#228;&#223;t das HIV positve Menschen ihm/ihr zu wider sind.</p>
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	<item>
		<title>Von: michèle</title>
		<link>http://www.ondamaris.de/?p=13542#comment-12579</link>
		<dc:creator><![CDATA[michèle]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 02 Nov 2009 18:51:54 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[nun
tats&#228;chlich muss unterschieden werden zwischen dem ziel/dem was am horizont m&#246;glich sein k&#246;nnte und der realit&#228;t. noch sind wir nicht soweit.
nur bleibt trotzdem die frage, enrsthaft und immer wieder zu pr&#252;fen, welche sonder-stellung, welche extras noch notwendig sind, welche bereits &#252;berholt und was genau dem ziel auch im wege stehen k&#246;nnte.
aber von normalisierung und enttabusierung zu schwafeln und einfach gelder zu streichen ist billig und kurzsichtig. solange es nur wenige menschen gibt, die offen und &#246;ffentlich mit HIV und AIDS leben, solange die alten bilder- insbersondere die schmuddelecke- mit wohllust zelebriert werden, und erst recht solange diskriminierung &#038; kriminalisierung und versteckter gesundheitsfaschismus an der tagesordnung sind, gibts keine &quot; normalisierung&quot; und darum auch keinen grund service-organisationen und selbst (-hilfe-)organisationen das geld/die ressourcen und die existenzberechtigung zu entziehen!]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>nun<br />
tats&#228;chlich muss unterschieden werden zwischen dem ziel/dem was am horizont m&#246;glich sein k&#246;nnte und der realit&#228;t. noch sind wir nicht soweit.<br />
nur bleibt trotzdem die frage, enrsthaft und immer wieder zu pr&#252;fen, welche sonder-stellung, welche extras noch notwendig sind, welche bereits &#252;berholt und was genau dem ziel auch im wege stehen k&#246;nnte.<br />
aber von normalisierung und enttabusierung zu schwafeln und einfach gelder zu streichen ist billig und kurzsichtig. solange es nur wenige menschen gibt, die offen und &#246;ffentlich mit HIV und AIDS leben, solange die alten bilder- insbersondere die schmuddelecke- mit wohllust zelebriert werden, und erst recht solange diskriminierung &amp; kriminalisierung und versteckter gesundheitsfaschismus an der tagesordnung sind, gibts keine &#8220; normalisierung&#8220; und darum auch keinen grund service-organisationen und selbst (-hilfe-)organisationen das geld/die ressourcen und die existenzberechtigung zu entziehen!</p>
]]></content:encoded>
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	<item>
		<title>Von: klaus f.</title>
		<link>http://www.ondamaris.de/?p=13542#comment-12578</link>
		<dc:creator><![CDATA[klaus f.]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 02 Nov 2009 14:39:59 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[man muss nur unterscheiden zwischen der formulierung einer zielvorstellung einerseits und der aktuellen realit&#228;t, die man ver&#228;ndern m&#246;chte, andererseits - dann l&#228;sst die katze ihren schwanz wieder los.

davon abgesehen: auch ohne tabuisierung g&#228;be es weiss der himmel noch genuegend berechtigung fuer hiv-hilfsprojekte. die drehen sich ja nicht ausschliesslich um tabu-bearbeitung, sondern gr&#246;sstenteils um ganz praktische alltagsprobleme. k&#228;me irgendjemand auf die idee, eine beratungsstelle fuer mukoviszidose abzuschaffen, weil diese krankheit nicht &quot;genuegend&quot; tabuisiert sei? 

hier stimmen weder die diagnose des problems noch die logik der konsequenz der falschen diagnose.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>man muss nur unterscheiden zwischen der formulierung einer zielvorstellung einerseits und der aktuellen realit&#228;t, die man ver&#228;ndern m&#246;chte, andererseits &#8211; dann l&#228;sst die katze ihren schwanz wieder los.</p>
<p>davon abgesehen: auch ohne tabuisierung g&#228;be es weiss der himmel noch genuegend berechtigung fuer hiv-hilfsprojekte. die drehen sich ja nicht ausschliesslich um tabu-bearbeitung, sondern gr&#246;sstenteils um ganz praktische alltagsprobleme. k&#228;me irgendjemand auf die idee, eine beratungsstelle fuer mukoviszidose abzuschaffen, weil diese krankheit nicht &#8222;genuegend&#8220; tabuisiert sei? </p>
<p>hier stimmen weder die diagnose des problems noch die logik der konsequenz der falschen diagnose.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: ondamaris</title>
		<link>http://www.ondamaris.de/?p=13542#comment-12577</link>
		<dc:creator><![CDATA[ondamaris]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 02 Nov 2009 14:23:25 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[@ Steven:
ja, das mit der katze und dem schwanz weist schon auf ein dilemma hin, das der &quot;normalisierung&quot; oder &quot;chronifizierung&quot; und ihren folgen.
die verbesserung der situation betrifft unterschiedliche gesellschaftliche gruppen allerdings in unterschiedlichem umfang - und zb migranten sind hier deutlich schlechter gestellt. hier von &quot;es gibt kein tabu mehr&quot; zu sprechen, ist schlicht an (lebens)realit&#228;ten von migran/innen mit hiv v&#246;llig vorbei ...
dass an einigen stellen weichen neu gestellt oder an manchen stellen schwerpunkte neu gesetzt werden k&#246;nnten, ist sicher dikussionsf&#228;hig, auch unter aids-projekten (wie auch debatten in berlin ja zeigen) - wenn die verbesserungen allerdings als anlass f&#252;r komplette streichungen genommen werden, d&#252;rfen wir uns dann nicht beschweren, wenn die epidemiologische entwicklung demn&#228;chst wieder in ganz andere richtungen geht ...]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@ Steven:<br />
ja, das mit der katze und dem schwanz weist schon auf ein dilemma hin, das der &#8222;normalisierung&#8220; oder &#8222;chronifizierung&#8220; und ihren folgen.<br />
die verbesserung der situation betrifft unterschiedliche gesellschaftliche gruppen allerdings in unterschiedlichem umfang &#8211; und zb migranten sind hier deutlich schlechter gestellt. hier von &#8222;es gibt kein tabu mehr&#8220; zu sprechen, ist schlicht an (lebens)realit&#228;ten von migran/innen mit hiv v&#246;llig vorbei &#8230;<br />
dass an einigen stellen weichen neu gestellt oder an manchen stellen schwerpunkte neu gesetzt werden k&#246;nnten, ist sicher dikussionsf&#228;hig, auch unter aids-projekten (wie auch debatten in berlin ja zeigen) &#8211; wenn die verbesserungen allerdings als anlass f&#252;r komplette streichungen genommen werden, d&#252;rfen wir uns dann nicht beschweren, wenn die epidemiologische entwicklung demn&#228;chst wieder in ganz andere richtungen geht &#8230;</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Steven</title>
		<link>http://www.ondamaris.de/?p=13542#comment-12574</link>
		<dc:creator><![CDATA[Steven]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 02 Nov 2009 12:53:45 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Nun, ganz so einfach ist es nicht, Frau Kriens auf einem m&#246;glichst weit entfernten Planeten zu verorten.

Einerseits wird massiv gefordert, man m&#252;sse HIV/AIDS und die unmittelbar Betroffenen entstigmatisieren, m&#252;sse endlich zu einem &#039;normalen&#039; Umgang finden, man m&#252;sse endlich mit Ausgrenzungen und Sonderbetrachtungen  und - behandlungen aufh&#246;ren, und, und, und,... 

Nun kommt die Rotterdamer Politikerin und sagt, lasst uns HIV/AIDS wie jede andere chronische Krankheit betrachten und nicht mehr so tun, als sei das etwas ganz Besonderes (mir ist vollkommen klar, dass die Argumentation mehr von der Sorge um den st&#228;dtichen Haushalt als von der Sorge um die Menschen bestimmt ist), da wird dann doch wieder auf die Besonderheiten von HIV/AIDS rekurriert und gefordert, man d&#252;rfte diese Betroffenen eben nicht wie alle anderen behandeln.

Irgendwo bei&#223;t sich die Katze da in den Schwanz. Ich bitte, mir die flapsige Formulierung nachzusehen, aber es geht nicht, einerseit zu argumentieren, HIVpositive Menschen seien nicht die Problemf&#228;lle der Gesellschaft (was sie auch nicht sind - ich bitte, mich nicht mi&#223;zuverstehen), andererseits aber bei der Verteilung von &#246;ffentlichen Gelder eine Extraportion zu beanspruchen. Fordert man an der falschen Stelle und mit den falschen Begr&#252;ndungen, wird gerade die Stigmatisierung gef&#246;rdert, die man bek&#228;mpfen will.

Beispiel: Oben im Text hei&#223;t es

&quot;alle Verb&#228;nde, die in Rotterdam Pflege und Unterst&#252;tzung von Menschen mit HIV und Aids anbieten&quot;. 

Hier werden nach meinem Daf&#252;rhalten zwei Bereiche miteinander vermischt, die besser getrennt betrachtet und sprachlich auseinandergehalten werden sollten.
Die Pflegebed&#252;rftigkeit eines Menschen hat - die Experten m&#246;gen mich gegebenenfalls korrigieren - wenig damit zu tun, an welcher Krankheit ein Menschen leidet, sondern wie sich die Erkrankung im individuellen Fall auswirkt. Hier wird man ohne weiteres sagen k&#246;nnen, dass es keinen Grund gibt, HIV/AIDS per se als einen besonderen Pflegebedarf ausl&#246;send zu betrachten. Vielmehr: Eine Krankheit, wie viele andere auch, die den einen mehr, den anderen weniger beeintr&#228;chtigt.
Etwas anders sieht es mit der Unterst&#252;tzung aus. Hier wird man wohl nach wie vor generalisierend dazu kommen m&#252;ssen, dass die Diagnose HIV+ au&#223;erhalb der medizinischen Fragen erhebliche Beeintr&#228;chtigungen im sozialen Umfeld mit sich bringen kann. 

Wolle ich &#246;ffentliche Gelder in Anspruch nehmen, w&#252;rde ich niemals argumentieren, dass das Virus das Problem ist, niemals auf einen besonderen medizinischen Bedarf und besondere Pflegebed&#252;rftigkeit hinweisen, dann hei&#223;t es n&#228;mlich nach wie vor, &#039;selbst schuld&#039;, &#039;warum haste nicht aufgepasst&#039;,  blablabla, sondern immer in den Vordergrund stellen, das der gesellschaftliche Umgang mit dem Infektion Probleme bereitet; das ist die Schiene &#039;Unterst&#252;tzung&#039; - nicht ich habe ein Problem mit der Infektion, sondern ich habe ein Problem mit meinem Umfeld, dass mit meiner Infektion nicht umzugehen wei&#223;.

Das wird in der &#246;ffentlichen Diskussion nat&#252;rlich nie so trennschaft diskutiert werden k&#246;nnen. Wenn aber von Verbands- und Aktivistenseiten von vornherein alles vermengt und pauschale Forderungen erhoben werden, ist die Gefahr sehr gro&#223;, genau die Stigmatisierung zu generieren, aus der man herausm&#246;chte.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Nun, ganz so einfach ist es nicht, Frau Kriens auf einem m&#246;glichst weit entfernten Planeten zu verorten.</p>
<p>Einerseits wird massiv gefordert, man m&#252;sse HIV/AIDS und die unmittelbar Betroffenen entstigmatisieren, m&#252;sse endlich zu einem &#8217;normalen&#8216; Umgang finden, man m&#252;sse endlich mit Ausgrenzungen und Sonderbetrachtungen  und &#8211; behandlungen aufh&#246;ren, und, und, und,&#8230; </p>
<p>Nun kommt die Rotterdamer Politikerin und sagt, lasst uns HIV/AIDS wie jede andere chronische Krankheit betrachten und nicht mehr so tun, als sei das etwas ganz Besonderes (mir ist vollkommen klar, dass die Argumentation mehr von der Sorge um den st&#228;dtichen Haushalt als von der Sorge um die Menschen bestimmt ist), da wird dann doch wieder auf die Besonderheiten von HIV/AIDS rekurriert und gefordert, man d&#252;rfte diese Betroffenen eben nicht wie alle anderen behandeln.</p>
<p>Irgendwo bei&#223;t sich die Katze da in den Schwanz. Ich bitte, mir die flapsige Formulierung nachzusehen, aber es geht nicht, einerseit zu argumentieren, HIVpositive Menschen seien nicht die Problemf&#228;lle der Gesellschaft (was sie auch nicht sind &#8211; ich bitte, mich nicht mi&#223;zuverstehen), andererseits aber bei der Verteilung von &#246;ffentlichen Gelder eine Extraportion zu beanspruchen. Fordert man an der falschen Stelle und mit den falschen Begr&#252;ndungen, wird gerade die Stigmatisierung gef&#246;rdert, die man bek&#228;mpfen will.</p>
<p>Beispiel: Oben im Text hei&#223;t es</p>
<p>&#8222;alle Verb&#228;nde, die in Rotterdam Pflege und Unterst&#252;tzung von Menschen mit HIV und Aids anbieten&#8220;. </p>
<p>Hier werden nach meinem Daf&#252;rhalten zwei Bereiche miteinander vermischt, die besser getrennt betrachtet und sprachlich auseinandergehalten werden sollten.<br />
Die Pflegebed&#252;rftigkeit eines Menschen hat &#8211; die Experten m&#246;gen mich gegebenenfalls korrigieren &#8211; wenig damit zu tun, an welcher Krankheit ein Menschen leidet, sondern wie sich die Erkrankung im individuellen Fall auswirkt. Hier wird man ohne weiteres sagen k&#246;nnen, dass es keinen Grund gibt, HIV/AIDS per se als einen besonderen Pflegebedarf ausl&#246;send zu betrachten. Vielmehr: Eine Krankheit, wie viele andere auch, die den einen mehr, den anderen weniger beeintr&#228;chtigt.<br />
Etwas anders sieht es mit der Unterst&#252;tzung aus. Hier wird man wohl nach wie vor generalisierend dazu kommen m&#252;ssen, dass die Diagnose HIV+ au&#223;erhalb der medizinischen Fragen erhebliche Beeintr&#228;chtigungen im sozialen Umfeld mit sich bringen kann. </p>
<p>Wolle ich &#246;ffentliche Gelder in Anspruch nehmen, w&#252;rde ich niemals argumentieren, dass das Virus das Problem ist, niemals auf einen besonderen medizinischen Bedarf und besondere Pflegebed&#252;rftigkeit hinweisen, dann hei&#223;t es n&#228;mlich nach wie vor, &#8217;selbst schuld&#8216;, &#8218;warum haste nicht aufgepasst&#8216;,  blablabla, sondern immer in den Vordergrund stellen, das der gesellschaftliche Umgang mit dem Infektion Probleme bereitet; das ist die Schiene &#8218;Unterst&#252;tzung&#8216; &#8211; nicht ich habe ein Problem mit der Infektion, sondern ich habe ein Problem mit meinem Umfeld, dass mit meiner Infektion nicht umzugehen wei&#223;.</p>
<p>Das wird in der &#246;ffentlichen Diskussion nat&#252;rlich nie so trennschaft diskutiert werden k&#246;nnen. Wenn aber von Verbands- und Aktivistenseiten von vornherein alles vermengt und pauschale Forderungen erhoben werden, ist die Gefahr sehr gro&#223;, genau die Stigmatisierung zu generieren, aus der man herausm&#246;chte.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: alivenkickn</title>
		<link>http://www.ondamaris.de/?p=13542#comment-12570</link>
		<dc:creator><![CDATA[alivenkickn]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 02 Nov 2009 09:03:22 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.ondamaris.de/?p=13542#comment-12570</guid>
		<description><![CDATA[In Kenntnis dieser Daten ist es unverst&#228;ndlich wie jemand &quot;mit ein bisschen Verstand&quot; behaupten kann, es g&#228;be kein Tabu mehr um HIV.

DAS ist der springende Punkt. Solche Aussagen sind nur m&#246;glich wenn man KEINEN Verstand hat . . . . .]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>In Kenntnis dieser Daten ist es unverst&#228;ndlich wie jemand &#8222;mit ein bisschen Verstand&#8220; behaupten kann, es g&#228;be kein Tabu mehr um HIV.</p>
<p>DAS ist der springende Punkt. Solche Aussagen sind nur m&#246;glich wenn man KEINEN Verstand hat . . . . .</p>
]]></content:encoded>
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