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	<title>Kommentare zu: zu Tode mutiert &#8211; neuer Weg der HIV-Therapie?</title>
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	<description>positiv schwul - Leben mit HIV und Aids</description>
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		<title>Von: Siegi</title>
		<link>http://www.ondamaris.de/?p=25223#comment-15717</link>
		<dc:creator><![CDATA[Siegi]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 25 Feb 2011 06:49:24 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Noch eine Anmerkung: Der letzte Absatz (&quot;k&#246;nnte die Substanz z.B. gemeinsam mit einer hochwirksamen Kombinationstherapie eingesetzt werden&quot;...) ist nat&#252;rlich ein Widerspruch. Die Wirkung von KP-1461 beruht ja gerade darauf, dass sich das Virus vermehren kann und dabei mutiert. Die Vermehrung gleichzeitig mir (HA)ART zu unterdr&#252;cken macht keinen Sinn. Das ist aber gleichzeitig auch ein weiteres Problem: mit der Vermehrung des Virus geht eine massive Entz&#252;ndungsreaktion = Immunaktivierung einher, die viele negativen Auswirkungen auf die Gesundheit hat. Selbst wenn das Konzept funktioniert, wei&#223; kein Mensch, wie lange es dauert, d.h. wie lange das Virus sich unkontrolliert vermehren muss, bis es sich &quot;totmutiert&quot; hat.
Au&#223;erdem erh&#246;ht die Substanz nur die Fehleranf&#228;lligkeit der Reversen Transkriptase - es bleiben also immer noch die ganzen integrierten Proviren in den Zellen zur&#252;ck. Und die bekommt man mit diesem Ansatz auch nicht los. 
Meine Einsch&#228;tzung: Akademisch interessant, praktisch irrelevant. Patienten w&#252;rde ich von einer Studienteilnahme abraten.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Noch eine Anmerkung: Der letzte Absatz (&#8222;k&#246;nnte die Substanz z.B. gemeinsam mit einer hochwirksamen Kombinationstherapie eingesetzt werden&#8220;&#8230;) ist nat&#252;rlich ein Widerspruch. Die Wirkung von KP-1461 beruht ja gerade darauf, dass sich das Virus vermehren kann und dabei mutiert. Die Vermehrung gleichzeitig mir (HA)ART zu unterdr&#252;cken macht keinen Sinn. Das ist aber gleichzeitig auch ein weiteres Problem: mit der Vermehrung des Virus geht eine massive Entz&#252;ndungsreaktion = Immunaktivierung einher, die viele negativen Auswirkungen auf die Gesundheit hat. Selbst wenn das Konzept funktioniert, wei&#223; kein Mensch, wie lange es dauert, d.h. wie lange das Virus sich unkontrolliert vermehren muss, bis es sich &#8222;totmutiert&#8220; hat.<br />
Au&#223;erdem erh&#246;ht die Substanz nur die Fehleranf&#228;lligkeit der Reversen Transkriptase &#8211; es bleiben also immer noch die ganzen integrierten Proviren in den Zellen zur&#252;ck. Und die bekommt man mit diesem Ansatz auch nicht los.<br />
Meine Einsch&#228;tzung: Akademisch interessant, praktisch irrelevant. Patienten w&#252;rde ich von einer Studienteilnahme abraten.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: ondamaris</title>
		<link>http://www.ondamaris.de/?p=25223#comment-15695</link>
		<dc:creator><![CDATA[ondamaris]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 24 Feb 2011 11:48:23 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[lieber bernd,
neu ist das konzept nicht f&#252;r medizin-kundige, da hast du vermutlich recht - aber doch f&#252;r viele positive.
danke f&#252;r deine anmerkungen - ja, es sind noch viele fragen bei dem ansatz ...
lg ulli]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>lieber bernd,<br />
neu ist das konzept nicht f&#252;r medizin-kundige, da hast du vermutlich recht &#8211; aber doch f&#252;r viele positive.<br />
danke f&#252;r deine anmerkungen &#8211; ja, es sind noch viele fragen bei dem ansatz &#8230;<br />
lg ulli</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Bernd</title>
		<link>http://www.ondamaris.de/?p=25223#comment-15694</link>
		<dc:creator><![CDATA[Bernd]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 24 Feb 2011 11:42:45 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Lieber Ulli,

nein, das Konzept ist keineswegs neu. Es wird als &quot;letale Mutation diskutiert, seit dem Resistenzen bei HIV erforscht werden.

Das Konzept hat einige Pferdef&#252;sse:
1. Es basiert auf rein  theoretischen &#220;berlegungen, die auf der Spieltheorie aufbauen. Kein Mensch wei&#223; allerdings, ob sich die Natur - bzw. das Virus - so verh&#228;lt, wie die Spieltheorie voraussetzt.
2. Es ist derzeit - weder praktisch noch theoretisch - bekannt welche Mutation bzw. welche Serie von Muationen zum gew&#252;nschten Ergebnis f&#252;hrt.
3. Das Virus verh&#228;lt sich bezogen auf seine Muationsschritte nur in einem ausgesprochen begrenztem Ma&#223; vorhersehbar. (Etwa 14 Tage Mono mit Epivir bringt zu nahezu 100% eine 184M. Erfolgen aber unter dauerhafter versagender Therapei weitere Mutationsschritte, wird mit jedem weiteren Schritt die Vorhersagem&#246;glichkeit, was der n&#228;chste sein wird, d&#252;nner.) Dazu kommt, das bislang eigentich nur Mutationen untersucht sind, die im Zusammenhang mit Medikamentenresistenzen auftauchen. 

Dazu kommt - bei Versuchen an Menschen - folgendes Problem:
Da so viele Unbekannten im Spiel sind und der Erfolg nicht garantiert werden kann, ist das Risiko extrem. Was passiert etwa, wenn das Virus zwar wie bl&#246;d mutiert, aber es eben genau nicht zu einer letalen Mutation kommt, sondern das genaue Gegenteil eintritt und dazu das Virus dabei noch gegen alle Medikamente resistent wird?

Dieses Konzept wird auf wissenschaftlichen Konferenzen immer mal wieder als interessante Idee in irgendwelche Vortr&#228;ge zu Virologie und/oder Resistenzen eingebaut. Aber selbst die Wissenschaftler, die es diskutieren, diskutieren es eher als &quot;das w&#252;rden wir gerne k&#246;nnen&quot;. (Oder anders und mit meinen Worten: So beherrschbar sollte die Natur sein. :-) )

Herzliche Gr&#252;&#223;e
Bernd]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Lieber Ulli,</p>
<p>nein, das Konzept ist keineswegs neu. Es wird als &#8222;letale Mutation diskutiert, seit dem Resistenzen bei HIV erforscht werden.</p>
<p>Das Konzept hat einige Pferdef&#252;sse:<br />
1. Es basiert auf rein  theoretischen &#220;berlegungen, die auf der Spieltheorie aufbauen. Kein Mensch wei&#223; allerdings, ob sich die Natur &#8211; bzw. das Virus &#8211; so verh&#228;lt, wie die Spieltheorie voraussetzt.<br />
2. Es ist derzeit &#8211; weder praktisch noch theoretisch &#8211; bekannt welche Mutation bzw. welche Serie von Muationen zum gew&#252;nschten Ergebnis f&#252;hrt.<br />
3. Das Virus verh&#228;lt sich bezogen auf seine Muationsschritte nur in einem ausgesprochen begrenztem Ma&#223; vorhersehbar. (Etwa 14 Tage Mono mit Epivir bringt zu nahezu 100% eine 184M. Erfolgen aber unter dauerhafter versagender Therapei weitere Mutationsschritte, wird mit jedem weiteren Schritt die Vorhersagem&#246;glichkeit, was der n&#228;chste sein wird, d&#252;nner.) Dazu kommt, das bislang eigentich nur Mutationen untersucht sind, die im Zusammenhang mit Medikamentenresistenzen auftauchen. </p>
<p>Dazu kommt &#8211; bei Versuchen an Menschen &#8211; folgendes Problem:<br />
Da so viele Unbekannten im Spiel sind und der Erfolg nicht garantiert werden kann, ist das Risiko extrem. Was passiert etwa, wenn das Virus zwar wie bl&#246;d mutiert, aber es eben genau nicht zu einer letalen Mutation kommt, sondern das genaue Gegenteil eintritt und dazu das Virus dabei noch gegen alle Medikamente resistent wird?</p>
<p>Dieses Konzept wird auf wissenschaftlichen Konferenzen immer mal wieder als interessante Idee in irgendwelche Vortr&#228;ge zu Virologie und/oder Resistenzen eingebaut. Aber selbst die Wissenschaftler, die es diskutieren, diskutieren es eher als &#8222;das w&#252;rden wir gerne k&#246;nnen&#8220;. (Oder anders und mit meinen Worten: So beherrschbar sollte die Natur sein. 🙂 )</p>
<p>Herzliche Gr&#252;&#223;e<br />
Bernd</p>
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