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	<title>Kommentare zu: Ist Nadja Benaissa eine AIDS-Aktivistin?</title>
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	<description>positiv schwul - Leben mit HIV und Aids</description>
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		<title>Von: Daniela alias Louisa</title>
		<link>http://www.ondamaris.de/?p=25524#comment-16493</link>
		<dc:creator><![CDATA[Daniela alias Louisa]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 04 May 2011 14:47:49 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Solidarit&#228;t hei&#223;t:
Ich bin leider kein Meister der Worte,deshalb:

Solidarit&#228;t (abgeleitet vom lateinischen solidus f&#252;r gediegen, echt oder fest; Adjektiv: solidarisch) bezeichnet eine, zumeist in einem ethisch-politischen Zusammenhang benannte Haltung der Verbundenheit mit – und Unterst&#252;tzung von – Ideen, Aktivit&#228;ten und Zielen anderer. Sie dr&#252;ckt ferner den Zusammenhalt zwischen gleichgesinnten oder gleichgestellten Individuen und Gruppen und den Einsatz f&#252;r gemeinsame Werte aus.
Quelle@Wikipedia

Nadja hat den Preis nicht verdient! Es gibt so viel wunderbare positive Menschen die ihren Arsch hinhalten.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Solidarit&#228;t hei&#223;t:<br />
Ich bin leider kein Meister der Worte,deshalb:</p>
<p>Solidarit&#228;t (abgeleitet vom lateinischen solidus f&#252;r gediegen, echt oder fest; Adjektiv: solidarisch) bezeichnet eine, zumeist in einem ethisch-politischen Zusammenhang benannte Haltung der Verbundenheit mit – und Unterst&#252;tzung von – Ideen, Aktivit&#228;ten und Zielen anderer. Sie dr&#252;ckt ferner den Zusammenhalt zwischen gleichgesinnten oder gleichgestellten Individuen und Gruppen und den Einsatz f&#252;r gemeinsame Werte aus.<br />
Quelle@Wikipedia</p>
<p>Nadja hat den Preis nicht verdient! Es gibt so viel wunderbare positive Menschen die ihren Arsch hinhalten.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: orlando</title>
		<link>http://www.ondamaris.de/?p=25524#comment-16144</link>
		<dc:creator><![CDATA[orlando]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 25 Mar 2011 20:38:39 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[soviel postings,f&#252;r jemanden er nicht f&#252;r die sache beizutragen im stande war.
das ist schon mal nicht &#252;bel.
N.B. hat einer erkrankung ein gesicht gegeben und kein ganz unh&#252;bsches sogar.
sie deswegen jetzt zu ehren,ist der ehre schon wieder etwas zuviel.
aber besser leute wie sie bekommen die preise,wie so manche abgedackelte tennisspieler,die kohle lukrieren und sonst weiter nichts pos. beitragen.
lg orlando]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>soviel postings,f&#252;r jemanden er nicht f&#252;r die sache beizutragen im stande war.<br />
das ist schon mal nicht &#252;bel.<br />
N.B. hat einer erkrankung ein gesicht gegeben und kein ganz unh&#252;bsches sogar.<br />
sie deswegen jetzt zu ehren,ist der ehre schon wieder etwas zuviel.<br />
aber besser leute wie sie bekommen die preise,wie so manche abgedackelte tennisspieler,die kohle lukrieren und sonst weiter nichts pos. beitragen.<br />
lg orlando</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: ondamaris</title>
		<link>http://www.ondamaris.de/?p=25524#comment-16129</link>
		<dc:creator><![CDATA[ondamaris]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 24 Mar 2011 08:45:24 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[zur Frage der hier ja des &#246;fteren angesprochenen Solidarit&#228;t ein Interview mit Michèle Meyer:

Solidarit&#228;t ist Zusammengeh&#246;rigkeit, ist Mitmenschlichkeit – Michèle Meyer im Interview 
http://www.ondamaris.de/?p=25687]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>zur Frage der hier ja des &#246;fteren angesprochenen Solidarit&#228;t ein Interview mit Michèle Meyer:</p>
<p>Solidarit&#228;t ist Zusammengeh&#246;rigkeit, ist Mitmenschlichkeit – Michèle Meyer im Interview<br />
<a href="http://www.ondamaris.de/?p=25687" rel="nofollow">http://www.ondamaris.de/?p=25687</a></p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: alivenkickn</title>
		<link>http://www.ondamaris.de/?p=25524#comment-16121</link>
		<dc:creator><![CDATA[alivenkickn]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 22 Mar 2011 12:55:21 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Da man einen Nutzen - oder den Wert eines Menschen bzw dessen Tun und Taten - sehr oft erst nach seinem Ableben erkennt, pl&#228;diere ich generell f&#252;r posthume Verleihungen.

Wo Du recht hast, hast Du recht Bernd . . .  :)]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Da man einen Nutzen &#8211; oder den Wert eines Menschen bzw dessen Tun und Taten &#8211; sehr oft erst nach seinem Ableben erkennt, pl&#228;diere ich generell f&#252;r posthume Verleihungen.</p>
<p>Wo Du recht hast, hast Du recht Bernd . . .  🙂</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Bernd</title>
		<link>http://www.ondamaris.de/?p=25524#comment-16120</link>
		<dc:creator><![CDATA[Bernd]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 22 Mar 2011 11:10:28 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.ondamaris.de/?p=25524#comment-16120</guid>
		<description><![CDATA[Liebe Leute,
nachdem es nun etwas ruhiger geworden ist, will ich als alter Aktivist meinen Senft dazu geben:

Ich finde ja, das diese ganze Debatte in h&#246;chtem Masse b&#252;rgerlich ist.

Mit Preisen zeichnen sich - zumindest in allgemeinen - prim&#228;r die Verleiher selbst aus und nur sekund&#228;r wird ein Preistr&#228;ger ausgezeichnet.

Wer etwa bewegen will und dabei darauf schielt ausgezeichnet zu werden, hat - meiner Meinung nach - die falsche Motivation und wird sich dessen ungeachtet eher Frust einfangen.

Am Rande: Habt ihr auf dem Schirm, wer aus dem ganzen AIDS-Kl&#252;ngel so &#252;ber die Jahare Bundesverdienstkreuze angeklebt bekommen hat?

Wenn man w&#252;nscht, Menschen auszuzeichnen, die etwas bewegt haben, deren Aktivit&#228;ten einen Nutzen (!) f&#252;r Menschen mit HIV und AIDSA gehabt haben - wird man wohl kaum darum herum kommen, eine solche Auszeichnung selbst ins Leben zu rufen. (Auf die dann notwendige Debatte, was denn genau dieser Nutzen ist, welche Kriterien angelegt werden, w&#228;re ich sehr gespannt, denn ich bef&#252;rchte, dass wir uns selbst an dieser Stelle nicht einigen k&#246;nnten.)

Und dann wird man vermutlich feststellen, dass diejenigen, die den gr&#246;&#223;ten Nutzen produziert haben, eher nicht diejenigen gewesen sind/sind, die politisch korrekt, sozial angepasst, gut verdaulich und angenehm im Umgang und den Auseinandersetzungsformen sind. Und vor allem, dass diese Aktivit&#228;ten eher selten &#246;ffentlich (auch in der Posi-Gemeinde) geworden sind (weil politisch nicht korrekt, sozial nich angepasst ...).
Bernd]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Liebe Leute,<br />
nachdem es nun etwas ruhiger geworden ist, will ich als alter Aktivist meinen Senft dazu geben:</p>
<p>Ich finde ja, das diese ganze Debatte in h&#246;chtem Masse b&#252;rgerlich ist.</p>
<p>Mit Preisen zeichnen sich &#8211; zumindest in allgemeinen &#8211; prim&#228;r die Verleiher selbst aus und nur sekund&#228;r wird ein Preistr&#228;ger ausgezeichnet.</p>
<p>Wer etwa bewegen will und dabei darauf schielt ausgezeichnet zu werden, hat &#8211; meiner Meinung nach &#8211; die falsche Motivation und wird sich dessen ungeachtet eher Frust einfangen.</p>
<p>Am Rande: Habt ihr auf dem Schirm, wer aus dem ganzen AIDS-Kl&#252;ngel so &#252;ber die Jahare Bundesverdienstkreuze angeklebt bekommen hat?</p>
<p>Wenn man w&#252;nscht, Menschen auszuzeichnen, die etwas bewegt haben, deren Aktivit&#228;ten einen Nutzen (!) f&#252;r Menschen mit HIV und AIDSA gehabt haben &#8211; wird man wohl kaum darum herum kommen, eine solche Auszeichnung selbst ins Leben zu rufen. (Auf die dann notwendige Debatte, was denn genau dieser Nutzen ist, welche Kriterien angelegt werden, w&#228;re ich sehr gespannt, denn ich bef&#252;rchte, dass wir uns selbst an dieser Stelle nicht einigen k&#246;nnten.)</p>
<p>Und dann wird man vermutlich feststellen, dass diejenigen, die den gr&#246;&#223;ten Nutzen produziert haben, eher nicht diejenigen gewesen sind/sind, die politisch korrekt, sozial angepasst, gut verdaulich und angenehm im Umgang und den Auseinandersetzungsformen sind. Und vor allem, dass diese Aktivit&#228;ten eher selten &#246;ffentlich (auch in der Posi-Gemeinde) geworden sind (weil politisch nicht korrekt, sozial nich angepasst &#8230;).<br />
Bernd</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Ernst</title>
		<link>http://www.ondamaris.de/?p=25524#comment-16114</link>
		<dc:creator><![CDATA[Ernst]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 19 Mar 2011 20:54:50 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Ich h&#228;tte da noch einige Anmerkungen zum Thema:
Wie Nadja, gingen auch ich und mein bester Freund nach der Lehre auf die Berufsoberschule – mein bester Freund machte den HIV-Test – ich nicht.
Am Anfang kam er mit dem Ergebnis noch halbwegs klar, dann aber brach er die Schule ab.
Ich beschwor ihn, nicht abzubrechen – aber da passierten damals ganz schlimme Dinge – z.B. wurde er aus dem Haus geworfen, das zwar seinen Eltern geh&#246;rte, das er aber gemeinsam mit der Familie seines Bruders bewohnte und seine Schw&#228;gerin, die ein kleines Kind hatte und – ihr lest richtig – &#196;rztin war – bestand auf Auszug – zu Schutz des Kindes. Die H&#246;lle!
Ich hatte da einen Hass – ich hasste diesen Bruder – am liebsten h&#228;tte ich ihn umgebracht.
Mitte bis Ende der 80er war es ein Albtraum – widerlich. Auf der BOS wurde das Thema AIDS auch mal besprochen – der Lehrer meinte: vor allem Schwule sind betroffen und diese sollten den Test machen. Ich dachte, und da war ja auch noch Gauweiler usw. – und mein Gro&#223;onkel, der KZ-H&#228;ftling war – ich dachte – nie, nie, nie mach ich Eueren Schei&#223; Test – da&#223; es mir so geht wie meinem besten Freund – ihr faschistischen Dreckschweine, schmei&#223;t meinen besten Freund nach dem HIV-Test aus dem Haus und ich soll so was freiwillig machen. Nie!
In mir wuchs eine Haltung, die in Richtung ging – ich zeig es denen, ich schaff dieses Abitur, ich werde studieren – hier holt mich erst der Tod weg und der muss mich schon selber holen, zu dem renn ich nicht auch noch hin. Ihr bringt mich nicht um und wenn ihr mich noch so hasst, weil ich vielleicht ne Schwuchtel bin, die angesteckt worden ist – und diese Sorge hatte ich schon, denn einer meiner ersten Partner war ein Mann, der in San Francisco gelebt hat und 1981 offensichtlich ernsthaft krank war.

Am Anfang unterst&#252;tzte ich die sich neu konstituierenden AIDS-Hilfen und langsam stellte ich fest, da&#223; nahezu mein ganzer Freundeskreis, vor allem meine besten Freunde und zu meiner &#220;berraschung auch noch meine beste Freundin HIV-positiv waren.
Der einzige, der nie einen Test machte, war ich.
Zuerst, nach Absetzung von AZT, da sie es nicht mehr vertragen hat (ihre Lunge hat man auch mit irgendwas ausgekleistert) kam meine beste Freundin sehr alternativ drauf – die meisten anderen zogen nach dem Tod von den ersten nach. Danach galt nur noch alternative Ern&#228;hrung, Heilfasten usw.  und da ich mit meinem Partner auf dem Lande lebte und alles mit begleitet habe – waren wir mittendrin. 
Ich war immer solidarisch mit meinen Freunden und Freundinnen, die HIV positiv waren – aber ich verweigerte immer den Test –und ich wurde nicht krank. Nach einer Phase des Optimismus (es war eine sch&#246;ne Zeit in meinem Leben – auch wenn es ein falscher Optimismus war) starben einer nach den anderen.

Nadja Benaissa h&#228;tte &#252;brigens auch von allen, die &#252;ber sie urteilen, verlangen k&#246;nnen, da&#223; diese zuvor den HIV-Test machen und zwar alle – die Journalisten, die Richter, die Rechtsanw&#228;lte – einfach alle – dann wissen wir ja Bescheid, dann k&#246;nnen wir weiterreden….aber ein freiwilliger Test und dann aber mit solchen juristischen Konsequenzen – das ist nicht konsequent – entweder alles andere ist dann auch freiwillig, z.B. die Verh&#252;tung - oder wir testen mal alle durch – h&#228;tte ich pers&#246;nlich jetzt nicht das gro&#223;e Problem mit – k&#246;nnte ja dann noch ne richtige Volksbewegung werden mit uns,,,,,dann sind wir nicht mehr 65.000 sondern pl&#246;tzlich 300.000 oder vielleicht mehr – wer weis?
Das sind schon ganz gef&#228;hrliche Gedanken – gell –wir k&#246;nnten uns neben Nadja auch hinstellen und nicht sch&#246;n mitsingen sondern grob br&#252;llen: „Alle testen – vorher testen, dann erst urteilen, vorher testen, dann erst urteilen“ – bevor jetzt das ein oder andre Weichei blass wird – das ist Brainstorming mit Betonung auf Storm.
Mein bester Freund ist schon lange verstorben – ich trage &#252;brigens sein Sterbebillietl, so nennt man das in Bayern immer mit mir rum. Ein Bild, das er gemalt hat, h&#228;ngt hier links von mir – ich schau gerade drauf – es ist ein Engel mit nem roten Punkt – der Punkt symbolisiert wohl HIV oder AIDS.
Hier sind ganz junge Leute unter uns, die das lesen oder mitdiskutieren – genauso jung wie mein bester Freund und ich damals vor fast 30 Jahren – sie haben den HIV Test gemacht – sie sind positiv.
Auch Nadja Benaissa ist noch jung. Ich will da&#223; das mit der Ausgrenzung aufh&#246;rt, da&#223; das, was meinem besten Freund passiert ist, nie wieder geschieht – und es f&#228;ngt schon wieder an – die Ausgrenzung und all diese Schei&#223;e – wie gesagt, ich habe nie einen Test gemacht, habe durch meine Sturheit und Ablehnung mein Studium abgeschlossen, habe heute wieder Pl&#228;ne f&#252;r ein Haus gezeichnet, gehe jetzt runter, denn der Sohn meines Lebensgef&#228;hrten feiert Geburtstag, heuer werde ich 50 Jahre alt.
Ich finde es nach wie vor bewundernswert, da&#223; Nadja zu sich gesagt hat, ich zieh die Show durch, ich singe und tanze – ich lass mich als Star auf die B&#252;hne heben. Ich hatte dieses Feeling auch immer, dieses – wenn ihr w&#252;sstet – aber ich zieh alles durch – am Schluss hatte ich ein B&#252;ro mit Angestellten und gro&#223;e Projekte – dann kam AIDS. Letztlich hatte ich alle &#252;berlebt und lebe heute noch. Und was war dann AIDS – ne fast heilbare Krankheit und ich hab nach Aussage meiner lieben &#196;rztin vielleicht normale Lebenserwartung. 
Gerade an zu den J&#252;ngeren will ich sagen, lasst Euch nicht einlullen – die Medizin ist heute ok, aber auch da, immer kritisch bleiben, immer wach und aufmerksam sein, sich nie kriminalisieren lassen und auch nie von seinen Pl&#228;nen abbringen lassen.
 
Deshalb finde ich nach wie vor gerade die Karriere von Nadja Benaissa bemerkenswert – auch wenn ich damit niemals gesagt haben wollte, da&#223; nicht auch viele andere HIV-Positive ihr Leben gut meistern – aber ich kenn auch die Beispiele des Scheiterns, des Schul-, Berufs- und Studiumsabbruch, kenne auch das Abwenden von Freunden und sogar von Familienmitgliedern – und das immer aus Angst.
Dieser nach wie vor unsensible Auftaktartikel hat eine dramatische Diskussion entfacht – daf&#252;r bin ich letztlich sogar dankbar – auch weil sich bei mir das Nachdenken gesch&#228;rft hat.

Wenn ich jedoch an die Vergangenheit denke, au all die &#196;ngste und den sozialen Druck, der Menschen auch zerbrochen hat, bestehe ich darauf, die Karriere von Nadja Benaissa, ihren Trotz, Ihr Durchziehen und ihr Durchmarschieren zum Star – und das war sie – ebenfalls mitzuw&#252;rdigen.
Die professionellen Helfer und manche Positive, die sich zu sehr auf eine gewisse Schiene einlassen, sie helfen manchmal, sie schw&#228;chen aber auch, sie tr&#246;sten und bemuttern, wo sie anfeuern sollten. „He, Du schaffst das!“ Flash dance war so ein typischer Film aus der 80er Jahren und Nadja Benaissa hat mich an diesen Film immer erinnert, und f&#252;r mich war dieser (zugegeben etwas kitschige Streifen) auch so im Kopf – passt auch gut bei nem Schwulen, der Film.

Es ist eigentlich schade, da&#223; M.G., den ich ebenfalls als ehrgeizig einsch&#228;tze, das in seinem Artikel nicht erkannt und ber&#252;cksichtigt hat. Ich bef&#252;rchte, da&#223; gerade seine Aktivit&#228;ten in Sachen Verh&#252;tung und Aufkl&#228;rung ihn etwas betriebsblind gemacht haben. Ich kenne auch die Einfl&#252;sterungen von Leuten, die sich um die „Volksgesundheit“ sorgen, die sich in allerlei Institutionen tummeln und auch diverses ver&#246;ffentlichen. Da kann es leicht geschehen, da&#223; man beeinflusst wird, da&#223; man verh&#228;tschelt wird, weil man in deren Augen ein ganz braver und lieber Positiver ist, der jetzt den Menschen beibringen k&#246;nnte, wie man „Gut“ von „B&#246;se“ unterscheidet.
Nicht der Mensch ist ansteckend, sondern die Krankheit ist es, es ist bei AIDS ein Virus, dieses verursacht ohne Behandlung vielleicht AIDS.
Eigentlich h&#228;tte Nadja Benaissa – hier erinnere ich noch mal an Flash dance auch ein chaotisches v&#246;llig unstrukturiertes Leben f&#252;hren k&#246;nnen, orientierungslos, m&#246;glicherweise der Prostitution nachgehend – kein Hahn h&#228;tte nach ihr gekr&#228;ht – sie w&#228;re vielleicht irgendwo auf einer &#246;ffentlichen Bahnhofstoilette mit einer Nadel im Arm tot gefunden worden – und h&#228;tte in diesem tragischen Leben vielleicht hunderte angesteckt. 
Stattdessen wurde Sie eine S&#228;ngerin und erlangte einen hohen Bekanntheitsgrad, sogar einige Auszeichnungen, die einen weitaus h&#246;heren Ruhm brachten als dieser Preis.
Ich bezweifle, da&#223; in all den Studios, auf den Tourneen, beim Trainieren und Proben, da&#223; da die gro&#223;e Sause angesagt war und &#252;ber die privaten Angelegenheiten wegen derer Sie vor Gericht gezerrt wurde, will und werde ich nicht mehr kommentieren, denn sie sind privat und jedes deutsche Gericht h&#228;tte hier seine Nichtzust&#228;ndigkeit erkl&#228;ren sollen – in diesem medizinischen Bereich nicht zust&#228;ndig – aus die Maus.
Jetzt am vielleicht vorl&#228;ufigen Ende dieser Diskussion komme ich zu meinem Ergebnis, da&#223; Nadja Benaissa  nicht nur stellvertretend, sondern wirklich f&#252;r Ihr Leben diesen Preis verdient hat und – dies sage ich ganz bewusst – auch als Vorbild.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich h&#228;tte da noch einige Anmerkungen zum Thema:<br />
Wie Nadja, gingen auch ich und mein bester Freund nach der Lehre auf die Berufsoberschule – mein bester Freund machte den HIV-Test – ich nicht.<br />
Am Anfang kam er mit dem Ergebnis noch halbwegs klar, dann aber brach er die Schule ab.<br />
Ich beschwor ihn, nicht abzubrechen – aber da passierten damals ganz schlimme Dinge – z.B. wurde er aus dem Haus geworfen, das zwar seinen Eltern geh&#246;rte, das er aber gemeinsam mit der Familie seines Bruders bewohnte und seine Schw&#228;gerin, die ein kleines Kind hatte und – ihr lest richtig – &#196;rztin war – bestand auf Auszug – zu Schutz des Kindes. Die H&#246;lle!<br />
Ich hatte da einen Hass – ich hasste diesen Bruder – am liebsten h&#228;tte ich ihn umgebracht.<br />
Mitte bis Ende der 80er war es ein Albtraum – widerlich. Auf der BOS wurde das Thema AIDS auch mal besprochen – der Lehrer meinte: vor allem Schwule sind betroffen und diese sollten den Test machen. Ich dachte, und da war ja auch noch Gauweiler usw. – und mein Gro&#223;onkel, der KZ-H&#228;ftling war – ich dachte – nie, nie, nie mach ich Eueren Schei&#223; Test – da&#223; es mir so geht wie meinem besten Freund – ihr faschistischen Dreckschweine, schmei&#223;t meinen besten Freund nach dem HIV-Test aus dem Haus und ich soll so was freiwillig machen. Nie!<br />
In mir wuchs eine Haltung, die in Richtung ging – ich zeig es denen, ich schaff dieses Abitur, ich werde studieren – hier holt mich erst der Tod weg und der muss mich schon selber holen, zu dem renn ich nicht auch noch hin. Ihr bringt mich nicht um und wenn ihr mich noch so hasst, weil ich vielleicht ne Schwuchtel bin, die angesteckt worden ist – und diese Sorge hatte ich schon, denn einer meiner ersten Partner war ein Mann, der in San Francisco gelebt hat und 1981 offensichtlich ernsthaft krank war.</p>
<p>Am Anfang unterst&#252;tzte ich die sich neu konstituierenden AIDS-Hilfen und langsam stellte ich fest, da&#223; nahezu mein ganzer Freundeskreis, vor allem meine besten Freunde und zu meiner &#220;berraschung auch noch meine beste Freundin HIV-positiv waren.<br />
Der einzige, der nie einen Test machte, war ich.<br />
Zuerst, nach Absetzung von AZT, da sie es nicht mehr vertragen hat (ihre Lunge hat man auch mit irgendwas ausgekleistert) kam meine beste Freundin sehr alternativ drauf – die meisten anderen zogen nach dem Tod von den ersten nach. Danach galt nur noch alternative Ern&#228;hrung, Heilfasten usw.  und da ich mit meinem Partner auf dem Lande lebte und alles mit begleitet habe – waren wir mittendrin.<br />
Ich war immer solidarisch mit meinen Freunden und Freundinnen, die HIV positiv waren – aber ich verweigerte immer den Test –und ich wurde nicht krank. Nach einer Phase des Optimismus (es war eine sch&#246;ne Zeit in meinem Leben – auch wenn es ein falscher Optimismus war) starben einer nach den anderen.</p>
<p>Nadja Benaissa h&#228;tte &#252;brigens auch von allen, die &#252;ber sie urteilen, verlangen k&#246;nnen, da&#223; diese zuvor den HIV-Test machen und zwar alle – die Journalisten, die Richter, die Rechtsanw&#228;lte – einfach alle – dann wissen wir ja Bescheid, dann k&#246;nnen wir weiterreden….aber ein freiwilliger Test und dann aber mit solchen juristischen Konsequenzen – das ist nicht konsequent – entweder alles andere ist dann auch freiwillig, z.B. die Verh&#252;tung &#8211; oder wir testen mal alle durch – h&#228;tte ich pers&#246;nlich jetzt nicht das gro&#223;e Problem mit – k&#246;nnte ja dann noch ne richtige Volksbewegung werden mit uns,,,,,dann sind wir nicht mehr 65.000 sondern pl&#246;tzlich 300.000 oder vielleicht mehr – wer weis?<br />
Das sind schon ganz gef&#228;hrliche Gedanken – gell –wir k&#246;nnten uns neben Nadja auch hinstellen und nicht sch&#246;n mitsingen sondern grob br&#252;llen: „Alle testen – vorher testen, dann erst urteilen, vorher testen, dann erst urteilen“ – bevor jetzt das ein oder andre Weichei blass wird – das ist Brainstorming mit Betonung auf Storm.<br />
Mein bester Freund ist schon lange verstorben – ich trage &#252;brigens sein Sterbebillietl, so nennt man das in Bayern immer mit mir rum. Ein Bild, das er gemalt hat, h&#228;ngt hier links von mir – ich schau gerade drauf – es ist ein Engel mit nem roten Punkt – der Punkt symbolisiert wohl HIV oder AIDS.<br />
Hier sind ganz junge Leute unter uns, die das lesen oder mitdiskutieren – genauso jung wie mein bester Freund und ich damals vor fast 30 Jahren – sie haben den HIV Test gemacht – sie sind positiv.<br />
Auch Nadja Benaissa ist noch jung. Ich will da&#223; das mit der Ausgrenzung aufh&#246;rt, da&#223; das, was meinem besten Freund passiert ist, nie wieder geschieht – und es f&#228;ngt schon wieder an – die Ausgrenzung und all diese Schei&#223;e – wie gesagt, ich habe nie einen Test gemacht, habe durch meine Sturheit und Ablehnung mein Studium abgeschlossen, habe heute wieder Pl&#228;ne f&#252;r ein Haus gezeichnet, gehe jetzt runter, denn der Sohn meines Lebensgef&#228;hrten feiert Geburtstag, heuer werde ich 50 Jahre alt.<br />
Ich finde es nach wie vor bewundernswert, da&#223; Nadja zu sich gesagt hat, ich zieh die Show durch, ich singe und tanze – ich lass mich als Star auf die B&#252;hne heben. Ich hatte dieses Feeling auch immer, dieses – wenn ihr w&#252;sstet – aber ich zieh alles durch – am Schluss hatte ich ein B&#252;ro mit Angestellten und gro&#223;e Projekte – dann kam AIDS. Letztlich hatte ich alle &#252;berlebt und lebe heute noch. Und was war dann AIDS – ne fast heilbare Krankheit und ich hab nach Aussage meiner lieben &#196;rztin vielleicht normale Lebenserwartung.<br />
Gerade an zu den J&#252;ngeren will ich sagen, lasst Euch nicht einlullen – die Medizin ist heute ok, aber auch da, immer kritisch bleiben, immer wach und aufmerksam sein, sich nie kriminalisieren lassen und auch nie von seinen Pl&#228;nen abbringen lassen.</p>
<p>Deshalb finde ich nach wie vor gerade die Karriere von Nadja Benaissa bemerkenswert – auch wenn ich damit niemals gesagt haben wollte, da&#223; nicht auch viele andere HIV-Positive ihr Leben gut meistern – aber ich kenn auch die Beispiele des Scheiterns, des Schul-, Berufs- und Studiumsabbruch, kenne auch das Abwenden von Freunden und sogar von Familienmitgliedern – und das immer aus Angst.<br />
Dieser nach wie vor unsensible Auftaktartikel hat eine dramatische Diskussion entfacht – daf&#252;r bin ich letztlich sogar dankbar – auch weil sich bei mir das Nachdenken gesch&#228;rft hat.</p>
<p>Wenn ich jedoch an die Vergangenheit denke, au all die &#196;ngste und den sozialen Druck, der Menschen auch zerbrochen hat, bestehe ich darauf, die Karriere von Nadja Benaissa, ihren Trotz, Ihr Durchziehen und ihr Durchmarschieren zum Star – und das war sie – ebenfalls mitzuw&#252;rdigen.<br />
Die professionellen Helfer und manche Positive, die sich zu sehr auf eine gewisse Schiene einlassen, sie helfen manchmal, sie schw&#228;chen aber auch, sie tr&#246;sten und bemuttern, wo sie anfeuern sollten. „He, Du schaffst das!“ Flash dance war so ein typischer Film aus der 80er Jahren und Nadja Benaissa hat mich an diesen Film immer erinnert, und f&#252;r mich war dieser (zugegeben etwas kitschige Streifen) auch so im Kopf – passt auch gut bei nem Schwulen, der Film.</p>
<p>Es ist eigentlich schade, da&#223; M.G., den ich ebenfalls als ehrgeizig einsch&#228;tze, das in seinem Artikel nicht erkannt und ber&#252;cksichtigt hat. Ich bef&#252;rchte, da&#223; gerade seine Aktivit&#228;ten in Sachen Verh&#252;tung und Aufkl&#228;rung ihn etwas betriebsblind gemacht haben. Ich kenne auch die Einfl&#252;sterungen von Leuten, die sich um die „Volksgesundheit“ sorgen, die sich in allerlei Institutionen tummeln und auch diverses ver&#246;ffentlichen. Da kann es leicht geschehen, da&#223; man beeinflusst wird, da&#223; man verh&#228;tschelt wird, weil man in deren Augen ein ganz braver und lieber Positiver ist, der jetzt den Menschen beibringen k&#246;nnte, wie man „Gut“ von „B&#246;se“ unterscheidet.<br />
Nicht der Mensch ist ansteckend, sondern die Krankheit ist es, es ist bei AIDS ein Virus, dieses verursacht ohne Behandlung vielleicht AIDS.<br />
Eigentlich h&#228;tte Nadja Benaissa – hier erinnere ich noch mal an Flash dance auch ein chaotisches v&#246;llig unstrukturiertes Leben f&#252;hren k&#246;nnen, orientierungslos, m&#246;glicherweise der Prostitution nachgehend – kein Hahn h&#228;tte nach ihr gekr&#228;ht – sie w&#228;re vielleicht irgendwo auf einer &#246;ffentlichen Bahnhofstoilette mit einer Nadel im Arm tot gefunden worden – und h&#228;tte in diesem tragischen Leben vielleicht hunderte angesteckt.<br />
Stattdessen wurde Sie eine S&#228;ngerin und erlangte einen hohen Bekanntheitsgrad, sogar einige Auszeichnungen, die einen weitaus h&#246;heren Ruhm brachten als dieser Preis.<br />
Ich bezweifle, da&#223; in all den Studios, auf den Tourneen, beim Trainieren und Proben, da&#223; da die gro&#223;e Sause angesagt war und &#252;ber die privaten Angelegenheiten wegen derer Sie vor Gericht gezerrt wurde, will und werde ich nicht mehr kommentieren, denn sie sind privat und jedes deutsche Gericht h&#228;tte hier seine Nichtzust&#228;ndigkeit erkl&#228;ren sollen – in diesem medizinischen Bereich nicht zust&#228;ndig – aus die Maus.<br />
Jetzt am vielleicht vorl&#228;ufigen Ende dieser Diskussion komme ich zu meinem Ergebnis, da&#223; Nadja Benaissa  nicht nur stellvertretend, sondern wirklich f&#252;r Ihr Leben diesen Preis verdient hat und – dies sage ich ganz bewusst – auch als Vorbild.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: carsten</title>
		<link>http://www.ondamaris.de/?p=25524#comment-16113</link>
		<dc:creator><![CDATA[carsten]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 19 Mar 2011 12:43:10 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.ondamaris.de/?p=25524#comment-16113</guid>
		<description><![CDATA[mhm. ich finde ja, solidarit&#228;t nicht nur punktuell. sie hat aber grenzen, finde ich.

mal ein beispiel: mit unserem schwulen au&#223;enminister verbindet mich politisch herzlich wenig. wenn er aber angegangen werden w&#252;rde, weil er schwul ist, kann er mit meiner solidarit&#228;t rechnen. unbedingt und klar. 

also im hiv-zusammenhang: ich werde mich immer solidarisch mit menschen mit hiv zeigen, wenn sie wegen ihres serostatus fertig gemacht werden. alles weitere interessiert mich dann nicht. 

zu den grenzen: wer die freiheit anderer leute auch mit seinem/ihrem hiv einschr&#228;nkt, wird in dieser situation nicht mit meiner solidarit&#228;t rechnen k&#246;nnen. 

deshalb war und bin ich mit nb solidarisch. sie hat diese grenze f&#252;r mich nicht &#252;berschritten. 

zum preis: nun ja. diese kategorisierung &quot;aktivist&quot; fand ich merkw&#252;rdig. die letzten preistr&#228;ger waren nun alle - wei&#223; gott - keine aktivisten. das wird dann auch immer irgendwie erkl&#228;rt. f&#252;r die veranstaltung w&#228;re nb deshalb ein gewinn, weil es die kontroverse zur&#252;ck in die medien bringen w&#252;rde. auch unsere &#252;brigens.
positionen bilden und &#228;ndern sich meistens nur in der kontroverse, deshalb brauchen wir diese und nicht preistr&#228;ger/innen &#252;ber die alle nur mit den schultern zucken, finde ich.

und weil mich mails erreicht haben: nein, ich bin nicht daf&#252;r, dass jemand, der mit einer spritze durch die stadt zeiht und mit seinem hiv-infizierten blut in dieser spritze versucht, andere leute zu infizieren straffrei bleiben sollte.
es geht mir um die sexuelle &#252;bertragung (transmission) von hiv. die sollte, soweit sie nicht mit gewalt verbunden ist, straffrei sein. als solche gewalt sehe ich auch einen situation wie oben (77) beschrieben.
wer freiwillig eine sexuelle situation eingeht, muss heute (auch gestern schon) mit sexuell &#252;bertragbaren krankheiten rechnen, auch mit hiv und ihre/seine konsequenzen ziehen. 
da gilt f&#252;r mich eigene und gemeinsame verantwortung. aber eben nicht die einseitige zuweisung der verantwortung auf die/den hiv positive, wie es bei nb war.

ihr partner (im gerichtssaal der kl&#228;ger) hatte mit 200 frauen ungesch&#252;tzt sex, wie er selber zugegeben hat - wo lebt der denn? und &#252;brigens auch die frauen, er hatte ja nur mit frauen sex, nach eigenen angaben.

dann kommen die umst&#228;nde hinzu, drogen, alkohol, lust. alles verengt die wahrnehmung auf bestimmte dinge. wer dann immer noch auf der einseitigen verantwoirtung besteht, finde ich, ist von der pflichtt&#228;towierung nicht weit entfernt.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>mhm. ich finde ja, solidarit&#228;t nicht nur punktuell. sie hat aber grenzen, finde ich.</p>
<p>mal ein beispiel: mit unserem schwulen au&#223;enminister verbindet mich politisch herzlich wenig. wenn er aber angegangen werden w&#252;rde, weil er schwul ist, kann er mit meiner solidarit&#228;t rechnen. unbedingt und klar. </p>
<p>also im hiv-zusammenhang: ich werde mich immer solidarisch mit menschen mit hiv zeigen, wenn sie wegen ihres serostatus fertig gemacht werden. alles weitere interessiert mich dann nicht. </p>
<p>zu den grenzen: wer die freiheit anderer leute auch mit seinem/ihrem hiv einschr&#228;nkt, wird in dieser situation nicht mit meiner solidarit&#228;t rechnen k&#246;nnen. </p>
<p>deshalb war und bin ich mit nb solidarisch. sie hat diese grenze f&#252;r mich nicht &#252;berschritten. </p>
<p>zum preis: nun ja. diese kategorisierung &#8222;aktivist&#8220; fand ich merkw&#252;rdig. die letzten preistr&#228;ger waren nun alle &#8211; wei&#223; gott &#8211; keine aktivisten. das wird dann auch immer irgendwie erkl&#228;rt. f&#252;r die veranstaltung w&#228;re nb deshalb ein gewinn, weil es die kontroverse zur&#252;ck in die medien bringen w&#252;rde. auch unsere &#252;brigens.<br />
positionen bilden und &#228;ndern sich meistens nur in der kontroverse, deshalb brauchen wir diese und nicht preistr&#228;ger/innen &#252;ber die alle nur mit den schultern zucken, finde ich.</p>
<p>und weil mich mails erreicht haben: nein, ich bin nicht daf&#252;r, dass jemand, der mit einer spritze durch die stadt zeiht und mit seinem hiv-infizierten blut in dieser spritze versucht, andere leute zu infizieren straffrei bleiben sollte.<br />
es geht mir um die sexuelle &#252;bertragung (transmission) von hiv. die sollte, soweit sie nicht mit gewalt verbunden ist, straffrei sein. als solche gewalt sehe ich auch einen situation wie oben (77) beschrieben.<br />
wer freiwillig eine sexuelle situation eingeht, muss heute (auch gestern schon) mit sexuell &#252;bertragbaren krankheiten rechnen, auch mit hiv und ihre/seine konsequenzen ziehen.<br />
da gilt f&#252;r mich eigene und gemeinsame verantwortung. aber eben nicht die einseitige zuweisung der verantwortung auf die/den hiv positive, wie es bei nb war.</p>
<p>ihr partner (im gerichtssaal der kl&#228;ger) hatte mit 200 frauen ungesch&#252;tzt sex, wie er selber zugegeben hat &#8211; wo lebt der denn? und &#252;brigens auch die frauen, er hatte ja nur mit frauen sex, nach eigenen angaben.</p>
<p>dann kommen die umst&#228;nde hinzu, drogen, alkohol, lust. alles verengt die wahrnehmung auf bestimmte dinge. wer dann immer noch auf der einseitigen verantwoirtung besteht, finde ich, ist von der pflichtt&#228;towierung nicht weit entfernt.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: alivenkickn</title>
		<link>http://www.ondamaris.de/?p=25524#comment-16110</link>
		<dc:creator><![CDATA[alivenkickn]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 19 Mar 2011 04:46:22 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[@ulli

m&#246;glicherweise war - wie du es sagst auch damals die solidarit&#228;t immer nur punktuell. und da es in den &quot;schlechten zeiten&quot; viele punkte gab erschien sie einheitlich. m&#246;glicherweise ist das ein ansatz: punktuell

in diesem fall geht es um den preis: f&#252;r wen ist er (mu&#223;/sollte der inhalt neu definiert werden?) das man dann diskutieren kann ob eine person in diesen rahmen pa&#223;t, das liegt in der natur der sache. das die beteiligten an einer debatte nur einen teil einer community sind und sein werden, das liegt in der natur der sache. und das diejenigen die sich an einer debatte beteiligen f&#252;r eine gemeinschaft etwas tun und auch das sie eine gemeinschaft repr&#228;sentieren auch das liegt liegt auch auf der hand. 

wenn einem das gemeinsame wohl - die community wichtig ist, ist/mu&#223; und wird ein ergebnis immer im sinne f&#252;r die community sein. so verstehe ich das cui bono

hab grad mal nachgeschaut was common sense hei&#223;t . . . (gesunder) menschenverstand, vern&#252;nftig, wird auch im kontext mit mutterwitz verwendet . . . . und ich dacht immer es hei&#223;t “gemeinsames wohl”
i think i have gepennt in school . . . . sometimes ]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@ulli</p>
<p>m&#246;glicherweise war &#8211; wie du es sagst auch damals die solidarit&#228;t immer nur punktuell. und da es in den &#8222;schlechten zeiten&#8220; viele punkte gab erschien sie einheitlich. m&#246;glicherweise ist das ein ansatz: punktuell</p>
<p>in diesem fall geht es um den preis: f&#252;r wen ist er (mu&#223;/sollte der inhalt neu definiert werden?) das man dann diskutieren kann ob eine person in diesen rahmen pa&#223;t, das liegt in der natur der sache. das die beteiligten an einer debatte nur einen teil einer community sind und sein werden, das liegt in der natur der sache. und das diejenigen die sich an einer debatte beteiligen f&#252;r eine gemeinschaft etwas tun und auch das sie eine gemeinschaft repr&#228;sentieren auch das liegt liegt auch auf der hand. </p>
<p>wenn einem das gemeinsame wohl &#8211; die community wichtig ist, ist/mu&#223; und wird ein ergebnis immer im sinne f&#252;r die community sein. so verstehe ich das cui bono</p>
<p>hab grad mal nachgeschaut was common sense hei&#223;t . . . (gesunder) menschenverstand, vern&#252;nftig, wird auch im kontext mit mutterwitz verwendet . . . . und ich dacht immer es hei&#223;t “gemeinsames wohl”<br />
i think i have gepennt in school . . . . sometimes </p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: alivenkickn</title>
		<link>http://www.ondamaris.de/?p=25524#comment-16106</link>
		<dc:creator><![CDATA[alivenkickn]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 18 Mar 2011 22:19:34 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.ondamaris.de/?p=25524#comment-16106</guid>
		<description><![CDATA[die frage ob NB einen preis w&#252;nscht ist sekund&#228;r. sie wird ihn ablehnen oder annehmen wenn man an sie herantritt und sie informiert das man beabsichtigt ihr einen preis zu verleihen. 

im vorfeld jemand zu fragen ob es ihm/ihr recht sei . . .halte ich f&#252;r v&#246;llig indiskutabel. das ist das gleiche als w&#252;rde man an hilfe &quot;bedingungen&quot; verkn&#252;pfen. ich kenne das aus diskussion im kontext zu obdachlosen. &quot;Ich geb dir ein euro aber nur wenn du mir versprichst keinen alkohol daf&#252;r zu kaufen&quot; ich habe kein recht einem anderen menschen vorzuschreiben was f&#252;r ihn gut zu sein hat. wo kommen wir den da hin. das erinnert mich an die antialkoholikerbewegung von kirchlichen organisationen. erst ne stunde singen und beten bevor man n teller suppe bekommt.

die diskussion innerhalb der community ist nat&#252;rlich mitunter heftig. es ist unvermeidbar das man seine erfahrungen, pers&#246;nlich erlebtes, erziehung whatever miteinflie&#223;en l&#228;&#223;t. nur auf einer rein sachlichen ebene zu diskutieren ist unrealistisch.   

was die solidarit&#228;t betrifft - mich verwundern die unterschiedlichen sichtweisen - standpunkte nicht. gab es schon jemals eine breite basis f&#252;r solidarit&#228;t innerhalb der community - von hiv positiven menschen? ja bis zu der einf&#252;hrung der medis in 1995/96. da ging es um das leben. mit den medis stand Leben/tod nicht mehr zur disposition - diese basis ist entfallen. ergo sind wir mir der preisdiskussion gleichzeitg dabei herauszufinden was/ob es eine neue basis f&#252;r solidarit&#228;t gibt. und das diese frage auf grund der unterschiedlichsten lebenskonzepte heftig gef&#252;hrt werden k&#246;nnte, liegt in der natur der sache.

ja es gilt viel auszuhalten . . . auszuhandeln. . . .]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>die frage ob NB einen preis w&#252;nscht ist sekund&#228;r. sie wird ihn ablehnen oder annehmen wenn man an sie herantritt und sie informiert das man beabsichtigt ihr einen preis zu verleihen. </p>
<p>im vorfeld jemand zu fragen ob es ihm/ihr recht sei . . .halte ich f&#252;r v&#246;llig indiskutabel. das ist das gleiche als w&#252;rde man an hilfe &#8222;bedingungen&#8220; verkn&#252;pfen. ich kenne das aus diskussion im kontext zu obdachlosen. &#8222;Ich geb dir ein euro aber nur wenn du mir versprichst keinen alkohol daf&#252;r zu kaufen&#8220; ich habe kein recht einem anderen menschen vorzuschreiben was f&#252;r ihn gut zu sein hat. wo kommen wir den da hin. das erinnert mich an die antialkoholikerbewegung von kirchlichen organisationen. erst ne stunde singen und beten bevor man n teller suppe bekommt.</p>
<p>die diskussion innerhalb der community ist nat&#252;rlich mitunter heftig. es ist unvermeidbar das man seine erfahrungen, pers&#246;nlich erlebtes, erziehung whatever miteinflie&#223;en l&#228;&#223;t. nur auf einer rein sachlichen ebene zu diskutieren ist unrealistisch.   </p>
<p>was die solidarit&#228;t betrifft &#8211; mich verwundern die unterschiedlichen sichtweisen &#8211; standpunkte nicht. gab es schon jemals eine breite basis f&#252;r solidarit&#228;t innerhalb der community &#8211; von hiv positiven menschen? ja bis zu der einf&#252;hrung der medis in 1995/96. da ging es um das leben. mit den medis stand Leben/tod nicht mehr zur disposition &#8211; diese basis ist entfallen. ergo sind wir mir der preisdiskussion gleichzeitg dabei herauszufinden was/ob es eine neue basis f&#252;r solidarit&#228;t gibt. und das diese frage auf grund der unterschiedlichsten lebenskonzepte heftig gef&#252;hrt werden k&#246;nnte, liegt in der natur der sache.</p>
<p>ja es gilt viel auszuhalten . . . auszuhandeln. . . .</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Ulli</title>
		<link>http://www.ondamaris.de/?p=25524#comment-16107</link>
		<dc:creator><![CDATA[Ulli]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 18 Mar 2011 21:48:15 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.ondamaris.de/?p=25524#comment-16107</guid>
		<description><![CDATA[@ alivenkickin:

heftige diskussionen find ich okay - solange der respekt f&#252;r das gegen&#252;ber gewahrt bleibt, und m&#246;glichst der blick auf das (hoffentlich) gemeinsame ziel

was das mit der solidarit&#228;t angeht, die schien mir auch damals (in den &quot;schlechten zeiten&quot;) bei genauerem hinsehen recht br&#252;chig. als echt belastbar hab ich sie jedenfalls auch &#039;damals&#039; nur in kleine  kreisen empfunden.

aber vielleicht ist diese unsere debatte ja - genau wie du sagst - an einem punkt, heutiges (? oder universelles?) verst&#228;ndnis von solidarit&#228;t zu diskutieren und einen neuen common sense zu finden ...w&#228;re sch&#246;n ...

gut&#039;s n&#228;chtle,
ulli]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@ alivenkickin:</p>
<p>heftige diskussionen find ich okay &#8211; solange der respekt f&#252;r das gegen&#252;ber gewahrt bleibt, und m&#246;glichst der blick auf das (hoffentlich) gemeinsame ziel</p>
<p>was das mit der solidarit&#228;t angeht, die schien mir auch damals (in den &#8222;schlechten zeiten&#8220;) bei genauerem hinsehen recht br&#252;chig. als echt belastbar hab ich sie jedenfalls auch &#8218;damals&#8216; nur in kleine  kreisen empfunden.</p>
<p>aber vielleicht ist diese unsere debatte ja &#8211; genau wie du sagst &#8211; an einem punkt, heutiges (? oder universelles?) verst&#228;ndnis von solidarit&#228;t zu diskutieren und einen neuen common sense zu finden &#8230;w&#228;re sch&#246;n &#8230;</p>
<p>gut&#8217;s n&#228;chtle,<br />
ulli</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: michèle meyer</title>
		<link>http://www.ondamaris.de/?p=25524#comment-16105</link>
		<dc:creator><![CDATA[michèle meyer]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 18 Mar 2011 20:03:34 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.ondamaris.de/?p=25524#comment-16105</guid>
		<description><![CDATA[ich er-innere mich an unsere vorstandsinternen debatten und meine eigenen selbst&quot;gespr&#228;che&quot; dar&#252;ber, ob und wie wir uns &#246;ffentlich verlautbaren lassen. die frage, ob und was nadja durch uns kommmuniziert haben m&#246;chte und ob es- wie weit genau?- einfluss hat, auf die ZWINGENDE(!) m&#246;glichkeit sich thematisch &#246;ffentlich zu &#228;ussern.
und &#252;berraschend (?) hat sich in dieser auseinandersetzung der fokus zu glasklaren thematischen/inhaltlichen fokus (solidarit&#228;t und ent-kriminalisierung)  noch viel deutlicher ergeben.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>ich er-innere mich an unsere vorstandsinternen debatten und meine eigenen selbst&#8220;gespr&#228;che&#8220; dar&#252;ber, ob und wie wir uns &#246;ffentlich verlautbaren lassen. die frage, ob und was nadja durch uns kommmuniziert haben m&#246;chte und ob es- wie weit genau?- einfluss hat, auf die ZWINGENDE(!) m&#246;glichkeit sich thematisch &#246;ffentlich zu &#228;ussern.<br />
und &#252;berraschend (?) hat sich in dieser auseinandersetzung der fokus zu glasklaren thematischen/inhaltlichen fokus (solidarit&#228;t und ent-kriminalisierung)  noch viel deutlicher ergeben.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: michèle meyer</title>
		<link>http://www.ondamaris.de/?p=25524#comment-16104</link>
		<dc:creator><![CDATA[michèle meyer]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 18 Mar 2011 19:59:46 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.ondamaris.de/?p=25524#comment-16104</guid>
		<description><![CDATA[@ all

vielleicht eine erg&#228;nzung, ich meinte, dass das nicht-durchkommen auch oder eben besonders  unsere kommunikation und &quot;haltungen&quot; beeinflusst. weil die wenige resonanz nur interpretierbar ist und kaum m&#246;glichkeiten zur pers&#246;nlichen kl&#228;rung da ist, ist verunsicherung  sp&#252;rbar in allem was &#252;ber oder in bezug auf nadja von &quot;uns&quot; debattiert,gepostet oder ausgesprochen wird. die verunsicherung l&#228;sst eineN dann gerne ins gegenteil kippen. z.b. in vorgefasste, felsenfeste meinungen...

bei den fragen nach solidarit&#228;t (vice-versa), nach dem &quot;verdienen&quot; der be- und/oder auszeichnung als aktivistin, spekulieren wir in unseren eigenen meinungsbildungsprozessen und denen innerhalb der communities, &#252;ber die nicht-begegnung zwischen nadja und ( teile ) der communities genauso wie &#252;ber alles was trotzdem als resonanz &#252;ber die medien oder &#252;ber &#246;ffentliche aussagen von nadja &quot;zur&#252;ckkommt&quot;.

sich verrennen ist dabei nicht ausgeschlossen! und solidarit&#228;t kann mitten im eigend&#252;nkel verloren gehen. wir beziehen uns auf nadja und wissen nicht wie sich nadja auf &quot;uns&quot; bezieht.

darum mag ich das &#246;ffentlich bewerten bzw interpretieren von nadjas/ jemandens verhalten/nichtverhalten/sein etc auch nicht besonders, oder vielmehr, ich w&#252;nsche mir dabei mehr sorgfalt, im wissen um die stoplersteine und bedingunen. und ja, cui bono ist eine kernfrage, in alle richtungen...

und darum: die m&#246;glichkeit im thema, bzw in den themen etwas zu bewegen und sich zu positionieren,  zu vermeiden oder  zu verpassen, f&#228;nde/finde ich falsch/schade/unn&#246;tig.

und darum braucht es auch die debatten. m&#246;glichst offen und prozessorientiert. diese hier wird vielleicht etwas heftig gef&#252;hrt, aber sie findet statt. nur auf rohen eiern zu tanzen, ist dabei kaum praktizierbar. das heisst wir m&#252;ssen einiges aushalten und aushandeln. 

sch&#246;n, wenn es nicht mehr ist als n&#246;tig zur community-building und zu gemeinsamen zielen.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@ all</p>
<p>vielleicht eine erg&#228;nzung, ich meinte, dass das nicht-durchkommen auch oder eben besonders  unsere kommunikation und &#8222;haltungen&#8220; beeinflusst. weil die wenige resonanz nur interpretierbar ist und kaum m&#246;glichkeiten zur pers&#246;nlichen kl&#228;rung da ist, ist verunsicherung  sp&#252;rbar in allem was &#252;ber oder in bezug auf nadja von &#8222;uns&#8220; debattiert,gepostet oder ausgesprochen wird. die verunsicherung l&#228;sst eineN dann gerne ins gegenteil kippen. z.b. in vorgefasste, felsenfeste meinungen&#8230;</p>
<p>bei den fragen nach solidarit&#228;t (vice-versa), nach dem &#8222;verdienen&#8220; der be- und/oder auszeichnung als aktivistin, spekulieren wir in unseren eigenen meinungsbildungsprozessen und denen innerhalb der communities, &#252;ber die nicht-begegnung zwischen nadja und ( teile ) der communities genauso wie &#252;ber alles was trotzdem als resonanz &#252;ber die medien oder &#252;ber &#246;ffentliche aussagen von nadja &#8222;zur&#252;ckkommt&#8220;.</p>
<p>sich verrennen ist dabei nicht ausgeschlossen! und solidarit&#228;t kann mitten im eigend&#252;nkel verloren gehen. wir beziehen uns auf nadja und wissen nicht wie sich nadja auf &#8222;uns&#8220; bezieht.</p>
<p>darum mag ich das &#246;ffentlich bewerten bzw interpretieren von nadjas/ jemandens verhalten/nichtverhalten/sein etc auch nicht besonders, oder vielmehr, ich w&#252;nsche mir dabei mehr sorgfalt, im wissen um die stoplersteine und bedingunen. und ja, cui bono ist eine kernfrage, in alle richtungen&#8230;</p>
<p>und darum: die m&#246;glichkeit im thema, bzw in den themen etwas zu bewegen und sich zu positionieren,  zu vermeiden oder  zu verpassen, f&#228;nde/finde ich falsch/schade/unn&#246;tig.</p>
<p>und darum braucht es auch die debatten. m&#246;glichst offen und prozessorientiert. diese hier wird vielleicht etwas heftig gef&#252;hrt, aber sie findet statt. nur auf rohen eiern zu tanzen, ist dabei kaum praktizierbar. das heisst wir m&#252;ssen einiges aushalten und aushandeln. </p>
<p>sch&#246;n, wenn es nicht mehr ist als n&#246;tig zur community-building und zu gemeinsamen zielen.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: michèle meyer</title>
		<link>http://www.ondamaris.de/?p=25524#comment-16103</link>
		<dc:creator><![CDATA[michèle meyer]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 18 Mar 2011 19:20:10 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.ondamaris.de/?p=25524#comment-16103</guid>
		<description><![CDATA[( @carsten in der tat; mich hatte der 1.dez.09 aus der bahn geworfen.:-)  diese meine welle war &#252;berraschend heftig zum verdauen. wahrscheinlich auch weil das thema so grundlegend ist .nebst dem leben, das ja auch gelebt sein will und manchmal anstrengender ist als andere male. )]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>( @carsten in der tat; mich hatte der 1.dez.09 aus der bahn geworfen.:-)  diese meine welle war &#252;berraschend heftig zum verdauen. wahrscheinlich auch weil das thema so grundlegend ist .nebst dem leben, das ja auch gelebt sein will und manchmal anstrengender ist als andere male. )</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: carsten</title>
		<link>http://www.ondamaris.de/?p=25524#comment-16100</link>
		<dc:creator><![CDATA[carsten]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 18 Mar 2011 11:40:22 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[nun, &#228;hnliche erfahrungen haben viele von uns gemacht. aber auch daf&#252;r habe ich verst&#228;ndnis. sone welle, die da &#252;ber einen hereinschwappt muss auch verkraftet werden und wer wei&#223;, wer von denen, die sich da melden ein, gesandter oder ein geschickter ist?]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>nun, &#228;hnliche erfahrungen haben viele von uns gemacht. aber auch daf&#252;r habe ich verst&#228;ndnis. sone welle, die da &#252;ber einen hereinschwappt muss auch verkraftet werden und wer wei&#223;, wer von denen, die sich da melden ein, gesandter oder ein geschickter ist?</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: alivenkickn</title>
		<link>http://www.ondamaris.de/?p=25524#comment-16099</link>
		<dc:creator><![CDATA[alivenkickn]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 18 Mar 2011 08:27:25 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[@matthias

ich kann michele in 68 da zustimmen. ich habe &#228;hnliche erfahrungen gemacht.

&quot;pers&#246;nlich, war ich ab und an entt&#228;uscht, wie schwierig bis unm&#246;glich es war/ist mit nadja in kontakt zu kommen. wie die fehlende resonanz die eigene kommunikation beeintr&#228;chtigte…&quot;

ich spreche nicht gerne &#252;ber das was ich mache - untenehme . . . 
als ich h&#246;rte das sie verhaftet wurde habe ich am n&#228;chsten tag mit ihrem damaligen manager (damals war es noch m&#246;glich) und ihrem medienanwalt tel kontakt aufgenommen und beiden kommuniziert das es &quot;einen anwalt gibt der was HIV betrifft sehr kompetent ist&quot; und das die dah ihr diesbez&#252;glich mehr sagen kann. mir war klar das es einfach wichtig ist weil ich ahnte wie die verhandlung &quot;laufen k&#246;nnte&quot;. nicht nur im kontext zu ihr selbst sondern stellvertretend f&#252;r hiv positive die in eine &#228;hnliche situation kommen k&#246;nnten. umso entt&#228;uschter war ich als ich sah welche anwaltliche strategie dann gefahren wurde. sch&#246;n die f&#252;&#223;e ruhig halten und abnicken . . .  das hat uns geschadet wie ich finde]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@matthias</p>
<p>ich kann michele in 68 da zustimmen. ich habe &#228;hnliche erfahrungen gemacht.</p>
<p>&#8222;pers&#246;nlich, war ich ab und an entt&#228;uscht, wie schwierig bis unm&#246;glich es war/ist mit nadja in kontakt zu kommen. wie die fehlende resonanz die eigene kommunikation beeintr&#228;chtigte…&#8220;</p>
<p>ich spreche nicht gerne &#252;ber das was ich mache &#8211; untenehme . . .<br />
als ich h&#246;rte das sie verhaftet wurde habe ich am n&#228;chsten tag mit ihrem damaligen manager (damals war es noch m&#246;glich) und ihrem medienanwalt tel kontakt aufgenommen und beiden kommuniziert das es &#8222;einen anwalt gibt der was HIV betrifft sehr kompetent ist&#8220; und das die dah ihr diesbez&#252;glich mehr sagen kann. mir war klar das es einfach wichtig ist weil ich ahnte wie die verhandlung &#8222;laufen k&#246;nnte&#8220;. nicht nur im kontext zu ihr selbst sondern stellvertretend f&#252;r hiv positive die in eine &#228;hnliche situation kommen k&#246;nnten. umso entt&#228;uschter war ich als ich sah welche anwaltliche strategie dann gefahren wurde. sch&#246;n die f&#252;&#223;e ruhig halten und abnicken . . .  das hat uns geschadet wie ich finde</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: carsten</title>
		<link>http://www.ondamaris.de/?p=25524#comment-16098</link>
		<dc:creator><![CDATA[carsten]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 18 Mar 2011 07:39:45 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Respekt, Matthias. 

Ja, sie wird instrumentalisiert, so wie sie das auch tut.  Insofern habe ich da kein schlechtes Gewissen. 
Ich glaube, dass sie vieles auch neu realisieren und reflektieren muss. Das braucht Zeit. Au&#223;erdem akzeptiere ich jeden Weg. Meine Solidarit&#228;t gilt ihr und nicht jeder ihrer Handlungen. Sie ist, wie wir, ein Mensch aus Fleisch und Blut und macht wahrscheinlich auch mal Fehler. 

Und ehrlich, wer von uns hat den Fluchtgedanken noch nicht gehabt. Schnauze voll von HIV und dem ganzen Theater? Ich hatte das schon. Und es hat mir auch was beigebracht. Wir sind doch alle vielschichtig. :-)]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Respekt, Matthias. </p>
<p>Ja, sie wird instrumentalisiert, so wie sie das auch tut.  Insofern habe ich da kein schlechtes Gewissen.<br />
Ich glaube, dass sie vieles auch neu realisieren und reflektieren muss. Das braucht Zeit. Au&#223;erdem akzeptiere ich jeden Weg. Meine Solidarit&#228;t gilt ihr und nicht jeder ihrer Handlungen. Sie ist, wie wir, ein Mensch aus Fleisch und Blut und macht wahrscheinlich auch mal Fehler. </p>
<p>Und ehrlich, wer von uns hat den Fluchtgedanken noch nicht gehabt. Schnauze voll von HIV und dem ganzen Theater? Ich hatte das schon. Und es hat mir auch was beigebracht. Wir sind doch alle vielschichtig. 🙂</p>
]]></content:encoded>
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