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	<title>Kommentare zu: Sei w&#252;tend!</title>
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	<description>positiv schwul - Leben mit HIV und Aids</description>
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		<title>Von: Ernst</title>
		<link>http://www.ondamaris.de/?p=27427#comment-16879</link>
		<dc:creator><![CDATA[Ernst]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 23 Jul 2011 09:15:13 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Knut: Du hast das ja mit Deiner Story 43 schon angedeutet. Du hattest mit deinem Verhalten Pech, der andere eben mal Gl&#252;ck. 
Solidarit&#228;t k&#246;nnte auch erreicht werden, wenn wir unsere Vorstellung von der Welt ver&#228;ndern.
Ich mach es mal anschaulich - wir Menschen kommen als Raumfahrer auf einen Planeten, der scheint echt toll zu sein, super Tiere, vieles essbar, die Pflanzen sowas von beeindruckend.....wir beschlie&#223;en also - volle Ansiedlung und bauen D&#246;rfer, St&#228;dte - eben mal die ganze Zivilisation - ABER - da stimmt was nicht auf dem Planeten, da werden immer mehr Leute krank....und pl&#246;tzlich stellten unsere Wissenschaftler fest, da&#223; da ein verdammt mieser, fieser Mikrokosmos lauert, lauter &#252;ble Minimonster, die sich quer durch die Menschheit fressen, die uns einfach als Biomasse betrachten und sich fr&#246;hlich in uns vermehren, uns durchdringen - dazu benutzen die auch noch den Austausch von K&#246;rperfl&#252;ssigkeiten - und ein ganz fieses, unser Immunsystem destabilisierendes....w&#228;ren wir also auf so einem Planeten gelandet, dann w&#228;re unsere Solidarit&#228;t eigentlich selbstverst&#228;ndlich.
Nun, ich denke in gewisser Hinsicht sind wir auf so einem Planeten - unser menschliches Bewustsein ist etwas ganz anderes, als das, was wir in der Natur vorfinden - und diese Natur ist eben nicht menschlich, nicht gut oder sch&#246;n, sie ist verdammt andersartig - au&#223;ermenschlich - fremd. 
Wenn es uns also gelingt, unseren Mitmenschen zu verdeutlichen, wie fremdartig diese Welt tats&#228;chlich ist, wie schaurig dieser Mikrokosmos - durchaus vergleichbar mit dem Welltall, das in seiner gigantischen Ausdehnung ebenfalls letztlich erschreckend ist, dann erfahren wir sicherlich eine andere Solidarit&#228;t.
Schade, da&#223; wir zu den Wissenschaftlern, die sich unmittelbar mit HIV besch&#228;ftigen, nicht so wirklich Kontakt haben - letztens sah ich  faszinierende Filme, die die Wirkung der Medikamente gegen HIV anschaulich machen - und ich h&#228;tte gerne mal unmittelbar von jemandem, der an der Erforschung beteiligt war, an der Entwicklung der Medikamente, die dann wirken, erfahren, was er gedacht hat, wie es seine Philosophie von der Welt, seine Anschauung und Denkweise m&#246;glicherweise ver&#228;ndert hat.
Du siehst - ein Gegendiskurs - k&#246;nnte stattfinden auf mehreren Ebenen - und das ist eigentlich so meine, noch nicht richtig ausgearbeitete Denke - was ist denn das f&#252;r ein eigenartiger, gef&#228;hrlicher Planet, auf dem wir da gelandet sind - das sind ja irrsinnige Herausforderungen und wenn wir ein Problem bew&#228;ltigt haben, dann tauchen zwei neue auf - Wahnsinn - und dieses fiese HIV ist eines von vielen Plagen.....war das anschaulich genug? Ist das ein Ansatz zum Nachdenken?]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Knut: Du hast das ja mit Deiner Story 43 schon angedeutet. Du hattest mit deinem Verhalten Pech, der andere eben mal Gl&#252;ck.<br />
Solidarit&#228;t k&#246;nnte auch erreicht werden, wenn wir unsere Vorstellung von der Welt ver&#228;ndern.<br />
Ich mach es mal anschaulich &#8211; wir Menschen kommen als Raumfahrer auf einen Planeten, der scheint echt toll zu sein, super Tiere, vieles essbar, die Pflanzen sowas von beeindruckend&#8230;..wir beschlie&#223;en also &#8211; volle Ansiedlung und bauen D&#246;rfer, St&#228;dte &#8211; eben mal die ganze Zivilisation &#8211; ABER &#8211; da stimmt was nicht auf dem Planeten, da werden immer mehr Leute krank&#8230;.und pl&#246;tzlich stellten unsere Wissenschaftler fest, da&#223; da ein verdammt mieser, fieser Mikrokosmos lauert, lauter &#252;ble Minimonster, die sich quer durch die Menschheit fressen, die uns einfach als Biomasse betrachten und sich fr&#246;hlich in uns vermehren, uns durchdringen &#8211; dazu benutzen die auch noch den Austausch von K&#246;rperfl&#252;ssigkeiten &#8211; und ein ganz fieses, unser Immunsystem destabilisierendes&#8230;.w&#228;ren wir also auf so einem Planeten gelandet, dann w&#228;re unsere Solidarit&#228;t eigentlich selbstverst&#228;ndlich.<br />
Nun, ich denke in gewisser Hinsicht sind wir auf so einem Planeten &#8211; unser menschliches Bewustsein ist etwas ganz anderes, als das, was wir in der Natur vorfinden &#8211; und diese Natur ist eben nicht menschlich, nicht gut oder sch&#246;n, sie ist verdammt andersartig &#8211; au&#223;ermenschlich &#8211; fremd.<br />
Wenn es uns also gelingt, unseren Mitmenschen zu verdeutlichen, wie fremdartig diese Welt tats&#228;chlich ist, wie schaurig dieser Mikrokosmos &#8211; durchaus vergleichbar mit dem Welltall, das in seiner gigantischen Ausdehnung ebenfalls letztlich erschreckend ist, dann erfahren wir sicherlich eine andere Solidarit&#228;t.<br />
Schade, da&#223; wir zu den Wissenschaftlern, die sich unmittelbar mit HIV besch&#228;ftigen, nicht so wirklich Kontakt haben &#8211; letztens sah ich  faszinierende Filme, die die Wirkung der Medikamente gegen HIV anschaulich machen &#8211; und ich h&#228;tte gerne mal unmittelbar von jemandem, der an der Erforschung beteiligt war, an der Entwicklung der Medikamente, die dann wirken, erfahren, was er gedacht hat, wie es seine Philosophie von der Welt, seine Anschauung und Denkweise m&#246;glicherweise ver&#228;ndert hat.<br />
Du siehst &#8211; ein Gegendiskurs &#8211; k&#246;nnte stattfinden auf mehreren Ebenen &#8211; und das ist eigentlich so meine, noch nicht richtig ausgearbeitete Denke &#8211; was ist denn das f&#252;r ein eigenartiger, gef&#228;hrlicher Planet, auf dem wir da gelandet sind &#8211; das sind ja irrsinnige Herausforderungen und wenn wir ein Problem bew&#228;ltigt haben, dann tauchen zwei neue auf &#8211; Wahnsinn &#8211; und dieses fiese HIV ist eines von vielen Plagen&#8230;..war das anschaulich genug? Ist das ein Ansatz zum Nachdenken?</p>
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	<item>
		<title>Von: knut</title>
		<link>http://www.ondamaris.de/?p=27427#comment-16878</link>
		<dc:creator><![CDATA[knut]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 22 Jul 2011 21:39:11 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[ernst:
deine karikatur versucht das fehlende mitgef&#252;hl trotz vorhandener gemeinsamkeit in szene zu setzen. gibt es den n&#228;hrboden f&#252;r mitgef&#252;hl f&#252;r das andersartige, auch ohne gemeinsamkeit? letzten endes zeigt ja auch jede gruppe auch besonderheiten auf. 
die frage ist vielleicht worauf man strategisch setzen soll, um mitgef&#252;hl gewinnen zu k&#246;nnen? es geht ja um das gef&#252;hl und nicht unbedingt darum, ein wahres bild zu zeichnen, sondern eine darstellung, eine sichtweise, welche die g&#228;ngige herausfordert (auch eine definition vom &quot;gegendiskurs&quot;).]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>ernst:<br />
deine karikatur versucht das fehlende mitgef&#252;hl trotz vorhandener gemeinsamkeit in szene zu setzen. gibt es den n&#228;hrboden f&#252;r mitgef&#252;hl f&#252;r das andersartige, auch ohne gemeinsamkeit? letzten endes zeigt ja auch jede gruppe auch besonderheiten auf.<br />
die frage ist vielleicht worauf man strategisch setzen soll, um mitgef&#252;hl gewinnen zu k&#246;nnen? es geht ja um das gef&#252;hl und nicht unbedingt darum, ein wahres bild zu zeichnen, sondern eine darstellung, eine sichtweise, welche die g&#228;ngige herausfordert (auch eine definition vom &#8222;gegendiskurs&#8220;).</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: alivenkickn</title>
		<link>http://www.ondamaris.de/?p=27427#comment-16875</link>
		<dc:creator><![CDATA[alivenkickn]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 22 Jul 2011 15:48:52 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[@Ernst 41  . . genauso siehts aus . . . .]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Ernst 41  . . genauso siehts aus . . . .</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Ernst</title>
		<link>http://www.ondamaris.de/?p=27427#comment-16862</link>
		<dc:creator><![CDATA[Ernst]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 22 Jul 2011 09:22:29 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Zum Thema Gemeinsamkeit, versuch ich mich mal als (prophetischer) Werbetexter oder Kinderbuchschreiber:

Heidi hat nach einer genetischen Untersuchung die 50%ige Wahrscheinlichkeit, dass sie Alzheimer vermutlich schon mit 50 bekommt, im Peter schlummert Krebs, er wei&#223; es nur noch nicht, Sabine wird auf ihrem Urlaub im Nepal eine Bakterie einfangen und sie wird daran sterben, Willi wird neunzig Jahre alt, aber 50 Jahre lang wird er depressiv sein, Annette nimmt zu viele Gl&#252;ckspillen, bald lernt Sie die Dialyse kennen, Wolfgang s&#228;uft - nicht mehr lange, Rosemarie ist Diabetikerin und wenn Klara nicht mit dem Rauchen aufh&#246;rt, wird sie an Lungenkrebs sterben - ABER ALLE MITEINANDER SIND FROH, DASS SIE NICHT HIV-POSITIV SIND.

Heidi, Peter, Sabine, Willi, Annette, Wolfgang, Rosemarie und Klara zeigen mit dem Finger auf den HIV-positiven Otto und sagen im Chor: Du bist krank, du auss&#228;tziger Positiver - wir sind froh, da&#223; wir nicht so sind wie du.......  

Der HIV-positive Otto wird ein gl&#252;ckliches Leben haben und 2027 wird ein neu entwickelten Medikament HIV vollst&#228;ndig aus seinem K&#246;rper entfernen - das weis Otto noch nicht, deshalb steht er heute im Abseits und ist traurig.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Zum Thema Gemeinsamkeit, versuch ich mich mal als (prophetischer) Werbetexter oder Kinderbuchschreiber:</p>
<p>Heidi hat nach einer genetischen Untersuchung die 50%ige Wahrscheinlichkeit, dass sie Alzheimer vermutlich schon mit 50 bekommt, im Peter schlummert Krebs, er wei&#223; es nur noch nicht, Sabine wird auf ihrem Urlaub im Nepal eine Bakterie einfangen und sie wird daran sterben, Willi wird neunzig Jahre alt, aber 50 Jahre lang wird er depressiv sein, Annette nimmt zu viele Gl&#252;ckspillen, bald lernt Sie die Dialyse kennen, Wolfgang s&#228;uft &#8211; nicht mehr lange, Rosemarie ist Diabetikerin und wenn Klara nicht mit dem Rauchen aufh&#246;rt, wird sie an Lungenkrebs sterben &#8211; ABER ALLE MITEINANDER SIND FROH, DASS SIE NICHT HIV-POSITIV SIND.</p>
<p>Heidi, Peter, Sabine, Willi, Annette, Wolfgang, Rosemarie und Klara zeigen mit dem Finger auf den HIV-positiven Otto und sagen im Chor: Du bist krank, du auss&#228;tziger Positiver &#8211; wir sind froh, da&#223; wir nicht so sind wie du&#8230;&#8230;.  </p>
<p>Der HIV-positive Otto wird ein gl&#252;ckliches Leben haben und 2027 wird ein neu entwickelten Medikament HIV vollst&#228;ndig aus seinem K&#246;rper entfernen &#8211; das weis Otto noch nicht, deshalb steht er heute im Abseits und ist traurig.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: knut</title>
		<link>http://www.ondamaris.de/?p=27427#comment-16864</link>
		<dc:creator><![CDATA[knut]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 22 Jul 2011 09:08:47 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[denke, dass das ein ansatz zur infragestellung der fehlenden solidarit&#228;t ist. ein anderer w&#228;re jener, den ich auf meinem blog als kommentar zu einem youtube-ausschnitt (http://www.youtube.com/watch?v=kFNs2mOkKzc&#038;feature=related) geschrieben habe:

&quot;ich w&#252;rde ihn fragen, ob er selber nicht mal ohne kondom sex gehabt hat, wo er sicherlich antworten w&#252;rde, dass dies der fall sei, und sagen dass wir hierbei offensichtlich das selbe verhalten haben und er gl&#252;ck gehabt hat, ich nicht. wenn es doch genauso ihn h&#228;tte treffen k&#246;nnen, wieso zeigt er kein mitgef&#252;hl?&quot;]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>denke, dass das ein ansatz zur infragestellung der fehlenden solidarit&#228;t ist. ein anderer w&#228;re jener, den ich auf meinem blog als kommentar zu einem youtube-ausschnitt (<a href="http://www.youtube.com/watch?v=kFNs2mOkKzc&#038;feature=related" rel="nofollow">http://www.youtube.com/watch?v=kFNs2mOkKzc&#038;feature=related</a>) geschrieben habe:</p>
<p>&#8222;ich w&#252;rde ihn fragen, ob er selber nicht mal ohne kondom sex gehabt hat, wo er sicherlich antworten w&#252;rde, dass dies der fall sei, und sagen dass wir hierbei offensichtlich das selbe verhalten haben und er gl&#252;ck gehabt hat, ich nicht. wenn es doch genauso ihn h&#228;tte treffen k&#246;nnen, wieso zeigt er kein mitgef&#252;hl?&#8220;</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: knut</title>
		<link>http://www.ondamaris.de/?p=27427#comment-16863</link>
		<dc:creator><![CDATA[knut]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 22 Jul 2011 08:54:37 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[der text ist so LOL!!]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>der text ist so LOL!!</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: knut</title>
		<link>http://www.ondamaris.de/?p=27427#comment-16861</link>
		<dc:creator><![CDATA[knut]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 22 Jul 2011 07:36:53 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[vielleicht w&#228;re auch ein ziel, sei es innerhalb oder au&#223;erhalb des tellerrandes, sich kritisch zu &#252;berlegen, was die von dir, ernst, genannte solidarit&#228;t erm&#246;glicht oder eben unm&#246;glich macht? denn ohne sympathie au&#223;erhelb der eigenen kreise, n&#252;tzen unsere &#252;berlegungen und vorschl&#228;ge nichts. tim dean schreibt in seinem buch zu backback, dass diese kultur entstand aus dem scheitern der schwulen community, hiv-positive in die gemeinschaft einzubeziehen. in stockholm bin ich eingeladen zu einem podiumgespr&#228;ch im august zum thema &quot;hiv und der mangel an queerer solidarit&#228;t&quot;. das w&#252;rde ich gerne diskutieren. wieso eigentlich dieser mangel, glaubt ihr?
ein spontaner gedanke meinerseits ist, dass keine solidarit&#228;t besteht, weil wir zum anderen gemacht werden. wir werden verstanden als personen, mit denen sich nicht identifizieren l&#228;sst. &quot;mich w&#252;rde es eh nicht treffen&quot;. k&#246;nnte nicht ein ziel sein, diese andersartigkeit in gemeinsamkeit zu &#252;bersetzen?]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>vielleicht w&#228;re auch ein ziel, sei es innerhalb oder au&#223;erhalb des tellerrandes, sich kritisch zu &#252;berlegen, was die von dir, ernst, genannte solidarit&#228;t erm&#246;glicht oder eben unm&#246;glich macht? denn ohne sympathie au&#223;erhelb der eigenen kreise, n&#252;tzen unsere &#252;berlegungen und vorschl&#228;ge nichts. tim dean schreibt in seinem buch zu backback, dass diese kultur entstand aus dem scheitern der schwulen community, hiv-positive in die gemeinschaft einzubeziehen. in stockholm bin ich eingeladen zu einem podiumgespr&#228;ch im august zum thema &#8222;hiv und der mangel an queerer solidarit&#228;t&#8220;. das w&#252;rde ich gerne diskutieren. wieso eigentlich dieser mangel, glaubt ihr?<br />
ein spontaner gedanke meinerseits ist, dass keine solidarit&#228;t besteht, weil wir zum anderen gemacht werden. wir werden verstanden als personen, mit denen sich nicht identifizieren l&#228;sst. &#8222;mich w&#252;rde es eh nicht treffen&#8220;. k&#246;nnte nicht ein ziel sein, diese andersartigkeit in gemeinsamkeit zu &#252;bersetzen?</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Ernst</title>
		<link>http://www.ondamaris.de/?p=27427#comment-16860</link>
		<dc:creator><![CDATA[Ernst]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 21 Jul 2011 06:35:48 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.ondamaris.de/?p=27427#comment-16860</guid>
		<description><![CDATA[Zun&#228;chst und aus aktuellem Anlass das, was die Internationale AIDS Society in ihrem Rom Statement formuliert hat - es ist Zeit f&#252;r die  Heilung von Aids - darauf soll hingearbeitet werden, dieses Ziel ist formuliert:  
http://www.iasociety.org/Default.aspx?pageId=583

Zu uns - den Schutzraum &#252;berschreiten - das klingt doch gut. Ja, das mach ich Schritt f&#252;r Schritt -with a little help :-) .
Die M&#246;glichkeit zu Offenheit ist gegeben - ob Sanktionen ausbleiben, wei&#223; ich nicht, aber dagegen angehen, diese &#252;berwinden, ist zumindest unsere Option.
Als klares Nahziel w&#252;rde ich mal formulieren, als ersten Schritt, die M&#246;glichkeiten zur Diskussion im Internet intensiver zu nutzen - ich denke, geistiger Austausch ist der Anfang von allem.
Wir haben das alle mal gelernt, das Argumentieren, das Er&#246;rtern und Diskutieren.
Im Internet gibt es neben ondamaris bemerkenswerte Initiativen - z.B.: http://alivenkickn.wordpress.com
Hier kann man bei &quot;der Tag X&quot; oder &quot;Doppelleben&quot; seine Geschichte posten - und dabei wird einem auch klar, was wichtig f&#252;r einen ist und man liest, wie es anderen gegangen ist - das sind nicht nur Dokumente, das ist die Basis f&#252;r eine neue Ebene des Gemeinschaftsempfindens, f&#252;r das Ein&#252;ben von Solidarit&#228;t - und ich denke - es gibt noch mehr Beispiele - hier beginnt, so hoffe ich, das, was  z.B. bei den n&#228;chsten Positiventreffen zu einer neuen Qualit&#228;t des Miteinanders und im Alltag zu einem offeneren Umgang mit HIV/Aids f&#252;hrt. 
Mitarbeiten, eine solidarische Gesellschaft zu entwickeln, die lernt, mit Erkrankung umzugehen - und vielen anderem auch, mit Drogen, Alkoholproblemen, Arbeitslosigkeit, Migration - aber eben im Fokus  -solidarische Gesellschaft - und Menschen, die positiv sind, sind Teil dieser solidarischen Gesellschaft. Da kann man jetzt nat&#252;rlich die ganze Welt meinen - das ist jetzt das ganz gro&#223;e Ziel....da  die Betroffenheit von HIV/Aids eine Sache ist, die sich weltweit auswirkt  - stehen wir durchaus - ob wir wollen oder nicht - dies mal mutig formuliert - symbolisch f&#252;r die Weltgemeinschaft - hier entwickelt sich bereits in Ans&#228;tzen eine weltweite Solidarit&#228;t und das sollten wir nicht untersch&#228;tzen. 
Wenn ein schwuler Mann in Deutschland, die selbe Krankheitserfahrung macht, wie ein Schwarzer in Kenia, eine Frau in Brasilien und ein Chinese in Schanghai und alle, die Phasen von Angst, Abwehr, Erkrankung, Stigma und auch wieder Gesundung durch Medikation, eigener Motivation, Solidarit&#228;t und Hilfe im Umfeld erfahren, dann sind das analoge Erfahrungen, dann &#228;ndert sich da was - wenn das dann auch noch in Richtung Heilung geht - und es sieht ganz danach aus, dann ist das eine Erfahrung f&#252;r die Weltgemeinschaft, die eine Menge bedeuten kann und m&#246;glicherweise auch auf andere Ebenen ausstrahlt - hier will ich einfach mal andeuten, da&#223; wir auch  &#252;ber den ber&#252;hmten Tellerrand blicken sollen - auch hier besteht Diskussionsbedarf, der mir noch fehlt.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Zun&#228;chst und aus aktuellem Anlass das, was die Internationale AIDS Society in ihrem Rom Statement formuliert hat &#8211; es ist Zeit f&#252;r die  Heilung von Aids &#8211; darauf soll hingearbeitet werden, dieses Ziel ist formuliert:<br />
<a href="http://www.iasociety.org/Default.aspx?pageId=583" rel="nofollow">http://www.iasociety.org/Default.aspx?pageId=583</a></p>
<p>Zu uns &#8211; den Schutzraum &#252;berschreiten &#8211; das klingt doch gut. Ja, das mach ich Schritt f&#252;r Schritt -with a little help 🙂 .<br />
Die M&#246;glichkeit zu Offenheit ist gegeben &#8211; ob Sanktionen ausbleiben, wei&#223; ich nicht, aber dagegen angehen, diese &#252;berwinden, ist zumindest unsere Option.<br />
Als klares Nahziel w&#252;rde ich mal formulieren, als ersten Schritt, die M&#246;glichkeiten zur Diskussion im Internet intensiver zu nutzen &#8211; ich denke, geistiger Austausch ist der Anfang von allem.<br />
Wir haben das alle mal gelernt, das Argumentieren, das Er&#246;rtern und Diskutieren.<br />
Im Internet gibt es neben ondamaris bemerkenswerte Initiativen &#8211; z.B.: <a href="http://alivenkickn.wordpress.com" rel="nofollow">http://alivenkickn.wordpress.com</a><br />
Hier kann man bei &#8222;der Tag X&#8220; oder &#8222;Doppelleben&#8220; seine Geschichte posten &#8211; und dabei wird einem auch klar, was wichtig f&#252;r einen ist und man liest, wie es anderen gegangen ist &#8211; das sind nicht nur Dokumente, das ist die Basis f&#252;r eine neue Ebene des Gemeinschaftsempfindens, f&#252;r das Ein&#252;ben von Solidarit&#228;t &#8211; und ich denke &#8211; es gibt noch mehr Beispiele &#8211; hier beginnt, so hoffe ich, das, was  z.B. bei den n&#228;chsten Positiventreffen zu einer neuen Qualit&#228;t des Miteinanders und im Alltag zu einem offeneren Umgang mit HIV/Aids f&#252;hrt.<br />
Mitarbeiten, eine solidarische Gesellschaft zu entwickeln, die lernt, mit Erkrankung umzugehen &#8211; und vielen anderem auch, mit Drogen, Alkoholproblemen, Arbeitslosigkeit, Migration &#8211; aber eben im Fokus  -solidarische Gesellschaft &#8211; und Menschen, die positiv sind, sind Teil dieser solidarischen Gesellschaft. Da kann man jetzt nat&#252;rlich die ganze Welt meinen &#8211; das ist jetzt das ganz gro&#223;e Ziel&#8230;.da  die Betroffenheit von HIV/Aids eine Sache ist, die sich weltweit auswirkt  &#8211; stehen wir durchaus &#8211; ob wir wollen oder nicht &#8211; dies mal mutig formuliert &#8211; symbolisch f&#252;r die Weltgemeinschaft &#8211; hier entwickelt sich bereits in Ans&#228;tzen eine weltweite Solidarit&#228;t und das sollten wir nicht untersch&#228;tzen.<br />
Wenn ein schwuler Mann in Deutschland, die selbe Krankheitserfahrung macht, wie ein Schwarzer in Kenia, eine Frau in Brasilien und ein Chinese in Schanghai und alle, die Phasen von Angst, Abwehr, Erkrankung, Stigma und auch wieder Gesundung durch Medikation, eigener Motivation, Solidarit&#228;t und Hilfe im Umfeld erfahren, dann sind das analoge Erfahrungen, dann &#228;ndert sich da was &#8211; wenn das dann auch noch in Richtung Heilung geht &#8211; und es sieht ganz danach aus, dann ist das eine Erfahrung f&#252;r die Weltgemeinschaft, die eine Menge bedeuten kann und m&#246;glicherweise auch auf andere Ebenen ausstrahlt &#8211; hier will ich einfach mal andeuten, da&#223; wir auch  &#252;ber den ber&#252;hmten Tellerrand blicken sollen &#8211; auch hier besteht Diskussionsbedarf, der mir noch fehlt.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: knut</title>
		<link>http://www.ondamaris.de/?p=27427#comment-16852</link>
		<dc:creator><![CDATA[knut]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 20 Jul 2011 08:38:44 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.ondamaris.de/?p=27427#comment-16852</guid>
		<description><![CDATA[absolut. dieser schutzraum ist unabdingbar, aber, wenn das stigma notwendigerweise dem positiven mundkorb au&#223;erhalb dieses schutzraumes, ist der schutzraum teil der dynamik des stigmas. &#252;berwinden des stigmas muss also hei&#223;en, so meine meinung, diesen schutzraum zu behalten aber ihn auch zu &#252;berschreiten um letztendlich ihn nicht dringend zu brauchen. 

das ziel f&#252;r mich, vielleicht habe ich es schon geschrieben, ist es, die m&#246;glichkeit der totalen offenheit ohne jegliche sanktionen zu haben. ein anderes ziel ist es nat&#252;rlich, obwohl es etwas au&#223;erhalb meines bereiches liegt und ich denke, dass da viel schon erreicht ist, das totale nachkommen unserer sonderbed&#252;rfnisse zu genie&#223;en (arzt, krankenkasse, etc.). 

was w&#228;ren eure ziele? (eine frage, die mit zielsetzung einhergeht, ist nat&#252;rlich: teilziele, strategien)]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>absolut. dieser schutzraum ist unabdingbar, aber, wenn das stigma notwendigerweise dem positiven mundkorb au&#223;erhalb dieses schutzraumes, ist der schutzraum teil der dynamik des stigmas. &#252;berwinden des stigmas muss also hei&#223;en, so meine meinung, diesen schutzraum zu behalten aber ihn auch zu &#252;berschreiten um letztendlich ihn nicht dringend zu brauchen. </p>
<p>das ziel f&#252;r mich, vielleicht habe ich es schon geschrieben, ist es, die m&#246;glichkeit der totalen offenheit ohne jegliche sanktionen zu haben. ein anderes ziel ist es nat&#252;rlich, obwohl es etwas au&#223;erhalb meines bereiches liegt und ich denke, dass da viel schon erreicht ist, das totale nachkommen unserer sonderbed&#252;rfnisse zu genie&#223;en (arzt, krankenkasse, etc.). </p>
<p>was w&#228;ren eure ziele? (eine frage, die mit zielsetzung einhergeht, ist nat&#252;rlich: teilziele, strategien)</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Ernst</title>
		<link>http://www.ondamaris.de/?p=27427#comment-16850</link>
		<dc:creator><![CDATA[Ernst]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 19 Jul 2011 12:12:31 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.ondamaris.de/?p=27427#comment-16850</guid>
		<description><![CDATA[@knut
das ist jetzt bissl kompliziert - ich versuche mal konkret zu bleiben - ich glaube, da&#223; ein offener Umgang miteinander mehr bringt, dass Ehrlichkeit letztlich f&#252;r alle besser ist - mir sind auch Wege des Verschweigens bekannt. Leztlich will ich einen Partner, der auch wei&#223;, da&#223; ich z.B. positiv bin. 
Die schlichte Lebensweisheit, dass die wahren Freunde diejenigen sind, die einen so akzeptieren wie man ist, halte ich nicht f&#252;r eine problematische, ein Stigma aufrechterhaltende Sache. 
Es ist dann auch ein Schutzraum. Die These, die da bei Dir anklingt, dass eine Radikalisierung erfolgen w&#252;rde, wenn der Schutzraum nicht vorhanden oder verletzt werden w&#252;rde - naja - ich denke je sicherer ein Positiver sich in seinem Umfeld f&#252;hlt, je besser die Strukturen, desto eher kann er sich z.B. outen - letztlich ist es beides - Widerspr&#252;che und eben auch der Blick auf ein Ziel, der Menschen agieren l&#228;&#223;t.
Vielleicht sollten wir eher in Richtung Ziele diskutieren?]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@knut<br />
das ist jetzt bissl kompliziert &#8211; ich versuche mal konkret zu bleiben &#8211; ich glaube, da&#223; ein offener Umgang miteinander mehr bringt, dass Ehrlichkeit letztlich f&#252;r alle besser ist &#8211; mir sind auch Wege des Verschweigens bekannt. Leztlich will ich einen Partner, der auch wei&#223;, da&#223; ich z.B. positiv bin.<br />
Die schlichte Lebensweisheit, dass die wahren Freunde diejenigen sind, die einen so akzeptieren wie man ist, halte ich nicht f&#252;r eine problematische, ein Stigma aufrechterhaltende Sache.<br />
Es ist dann auch ein Schutzraum. Die These, die da bei Dir anklingt, dass eine Radikalisierung erfolgen w&#252;rde, wenn der Schutzraum nicht vorhanden oder verletzt werden w&#252;rde &#8211; naja &#8211; ich denke je sicherer ein Positiver sich in seinem Umfeld f&#252;hlt, je besser die Strukturen, desto eher kann er sich z.B. outen &#8211; letztlich ist es beides &#8211; Widerspr&#252;che und eben auch der Blick auf ein Ziel, der Menschen agieren l&#228;&#223;t.<br />
Vielleicht sollten wir eher in Richtung Ziele diskutieren?</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Ernst</title>
		<link>http://www.ondamaris.de/?p=27427#comment-16847</link>
		<dc:creator><![CDATA[Ernst]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 19 Jul 2011 09:08:34 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[@alivenkickn

Jetzt hast Du getreu der &#220;berschrift &quot;Sei w&#252;tend&quot; - durchaus berechtigt, die Wut nachgereicht.

Damals als Dannecker den Satz geschrieben hatte, stimmte er, wobei es damals ja nicht um viele Jahre ging, sondern gerade mal um die Zeit zwischen den Erkrankungen, die immer schlimmer wurden. Da war seinerzeit wirklich wenig Lebenszeit bei Vollbild Aids  - heute ist der Satz, wie Du knackig erl&#228;utert hast - falsch.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@alivenkickn</p>
<p>Jetzt hast Du getreu der &#220;berschrift &#8222;Sei w&#252;tend&#8220; &#8211; durchaus berechtigt, die Wut nachgereicht.</p>
<p>Damals als Dannecker den Satz geschrieben hatte, stimmte er, wobei es damals ja nicht um viele Jahre ging, sondern gerade mal um die Zeit zwischen den Erkrankungen, die immer schlimmer wurden. Da war seinerzeit wirklich wenig Lebenszeit bei Vollbild Aids  &#8211; heute ist der Satz, wie Du knackig erl&#228;utert hast &#8211; falsch.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: knut</title>
		<link>http://www.ondamaris.de/?p=27427#comment-16849</link>
		<dc:creator><![CDATA[knut]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 19 Jul 2011 08:51:58 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[ernst, du schreibst &quot;es gibt da sicher auch Denkweisen und Strategien, auch bei Schwulen, die HIV-Positive grunds&#228;tzlich ausgrenzen. Das kann schmerzlich sein, aber letztlich bewahrt es einen HIV-Positiven auch davor Beziehungen mit Menschen einzugehen, die nichts bringen – da ist der steinige Weg der bessere Weg.&quot;
du bescheibst hier eine wenig beleuchtete funktion des stigmas, die des eigenschutzes. also, dass das internalisierte stigma einen vor m&#246;glichen gefahren zur&#252;ckh&#228;lt. kann es aber nicht sein, dass dieser schutz eben auch einen wesentlichen teil dran hat,  das stigma aufrechzuerhalten, eben den status quo zu f&#246;rdern?]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>ernst, du schreibst &#8222;es gibt da sicher auch Denkweisen und Strategien, auch bei Schwulen, die HIV-Positive grunds&#228;tzlich ausgrenzen. Das kann schmerzlich sein, aber letztlich bewahrt es einen HIV-Positiven auch davor Beziehungen mit Menschen einzugehen, die nichts bringen – da ist der steinige Weg der bessere Weg.&#8220;<br />
du bescheibst hier eine wenig beleuchtete funktion des stigmas, die des eigenschutzes. also, dass das internalisierte stigma einen vor m&#246;glichen gefahren zur&#252;ckh&#228;lt. kann es aber nicht sein, dass dieser schutz eben auch einen wesentlichen teil dran hat,  das stigma aufrechzuerhalten, eben den status quo zu f&#246;rdern?</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: knut</title>
		<link>http://www.ondamaris.de/?p=27427#comment-16848</link>
		<dc:creator><![CDATA[knut]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 19 Jul 2011 08:47:20 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.ondamaris.de/?p=27427#comment-16848</guid>
		<description><![CDATA[f&#252;r diese angst, vor seiner zeit zu sterben, gibt es keinen halt, mehr oder weniger, seit 1996. das sind 17 jahre her. kann es nicht sein, dass sich neue &#228;ngste gebildet haben, die wom&#246;glich nicht an den tod gekn&#252;pft sind?
 welche w&#228;ren sie?]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>f&#252;r diese angst, vor seiner zeit zu sterben, gibt es keinen halt, mehr oder weniger, seit 1996. das sind 17 jahre her. kann es nicht sein, dass sich neue &#228;ngste gebildet haben, die wom&#246;glich nicht an den tod gekn&#252;pft sind?<br />
 welche w&#228;ren sie?</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: alivenkickn</title>
		<link>http://www.ondamaris.de/?p=27427#comment-16845</link>
		<dc:creator><![CDATA[alivenkickn]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 18 Jul 2011 18:45:54 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.ondamaris.de/?p=27427#comment-16845</guid>
		<description><![CDATA[@Ernst

Die Angst vor Aids besteht in ihrem Kern aus nichts anderem als der Angst davor, vor der Zeit zu sterben”

Vor welcher Zeit? Der Zeit einer krankhaften idealisierten Vorstellung die auf nichts anderem als dem Wunsch wie Leben zu sein hat und der Verdr&#228;ngung wie Leben ist basiert? 

Diese Angst ist mittlerweile auf AIDS/HIV bezogen so falsch wie auf das Leben bezogen v&#246;llig neben der Spur - unrealistisch wie nur irgendetwas. Man mu&#223; sich nur mal die Todesanzeigen durchlesen. Da sterben heute Menschen die weitaus j&#252;nger sind als viele von uns sind an ganz &quot;popeligen&quot; gesellschaftlich nicht stigmatsierten und somit akzeptierten Krankheiten. Unsere Gesellschaft ist - wird f&#252;r mich immer mehr zu einer Farce die ich immer weniger ernst nehmen kann. Einer Farce die man allerdings ernst nehmen mu&#223; da sie die Norm wie Leben zu sein hat vorgibt . . .]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Ernst</p>
<p>Die Angst vor Aids besteht in ihrem Kern aus nichts anderem als der Angst davor, vor der Zeit zu sterben”</p>
<p>Vor welcher Zeit? Der Zeit einer krankhaften idealisierten Vorstellung die auf nichts anderem als dem Wunsch wie Leben zu sein hat und der Verdr&#228;ngung wie Leben ist basiert? </p>
<p>Diese Angst ist mittlerweile auf AIDS/HIV bezogen so falsch wie auf das Leben bezogen v&#246;llig neben der Spur &#8211; unrealistisch wie nur irgendetwas. Man mu&#223; sich nur mal die Todesanzeigen durchlesen. Da sterben heute Menschen die weitaus j&#252;nger sind als viele von uns sind an ganz &#8222;popeligen&#8220; gesellschaftlich nicht stigmatsierten und somit akzeptierten Krankheiten. Unsere Gesellschaft ist &#8211; wird f&#252;r mich immer mehr zu einer Farce die ich immer weniger ernst nehmen kann. Einer Farce die man allerdings ernst nehmen mu&#223; da sie die Norm wie Leben zu sein hat vorgibt . . .</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Ernst</title>
		<link>http://www.ondamaris.de/?p=27427#comment-16842</link>
		<dc:creator><![CDATA[Ernst]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 18 Jul 2011 09:59:22 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Klar Gegendiskurs - das ist hier ja wieder mal ein Anfang.
Allerdings, ich zitiere mal Dannecker: &quot; Die Angst vor Aids besteht in ihrem Kern aus nichts anderem als der Angst davor, vor der Zeit zu sterben&quot; - ich zitiere das deshalb, da ich diese Angst nicht mehr habe - klar gibt es noch &#196;ngste - aber die gro&#223;e Angst, die einen so hilflos gemacht hat, ist weg - und das ist m. E. auch Thema f&#252;r den Gegendiskurs.
Wir brauchen uns keinen Kopf machen, ob und von wem es Interessen gibt, HIV/AIDS so bedrohlich als m&#246;glich darzustellen - ich hoffe, wir schaffen letztlich ein realistisches Bild, das sich durchsetzt, denn es ist eben die realisische Wahrnehmung. 
Ich komme gerade vom Bergwandern mit meinen Eltern zur&#252;ck - da wir die selbe Tour gingen wie vor einiger Zeit meine Eltern mit meinem Bruder, der Raucher ist, stellten diese fest, da&#223; ich am Ziel fitter war, was wohl am Rauchen bzw. Nichtrauchen liegt. 
Klar schauen sie noch besorgt, wenn ich mal zu nem Taschentuch greife und das &quot;Hast Du Schnupfen?&quot; da klingt was mit, was mir nicht gef&#228;llt, aber die Feststellung &quot;du bist ja ziemlich fit&quot;, die gibt es eben auch.

Pr&#228;vention - Aufkl&#228;rung? Naja, die Aufkl&#228;rung ist eigentlich ganz gut, hei&#223;t doch auch Aufkl&#228;rung oder? In allen neueren Brosch&#252;ren steht das mit der nahezu normalen Lebenserwartung drin.
Es gibt in Deutschland nicht so viele, die sichtbar positiv sind, aber einige eben schon und je mehr es werden, desto eher wird sich das Bild von Aids normalisieren.
Entscheidende Impulse kommen m.E. schon aus der Medizin, die es sich doch nicht nehmen lassen wird, Ihre Erfolge zu propagieren und das beeinflu&#223;t letztlich auch die Phliosophie und die Rechtswissenschaft. Es ist auch so, da&#223; Menschen vielleicht monatelang, m&#246;glicherweise jahrelang, aber ganz sicher nicht jahrzehtelang dar&#252;ber schweigen, da&#223; sie positiv sind, ganz sicher jedenfalls nicht in ihrem pers&#246;nlichen Umfeld und da &#228;ndert sich bereits heute schon viel in der Wahrnehmung bei vielen Menschen.
Mir ist schon klar, dass das jetzt sehr optimistisch klingt und dass es bei vielen Menschen auch eine  unangenehme Sicht der Dinge gibt. Da ist alles, was irgendwie anders ist, als bedrohlich ausgeblendet und wird gemieden - es gibt da sicher auch Denkweisen und Strategien, auch bei Schwulen, die HIV-Positive grunds&#228;tzlich ausgrenzen. Das kann schmerzlich sein, aber letztlich bewahrt es einen HIV-Positiven auch davor Beziehungen mit Menschen einzugehen, die nichts bringen - da ist der steinige Weg der bessere Weg.
Der Gegendiskurs ist enorm wichtig, der medizinische Fortschritt allein wird es nicht leisten, aber er ist letztlich das Fundament  auf dem wir stehen, je stabiler es ist, desto h&#246;her k&#246;nnen wir unsere Ziele stecken und bei normaler Lebenserwartung haben wir durchaus Zeit f&#252;r nicht nur eine sondern viele kluge Strategien, soviele wie es Positive gibt.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Klar Gegendiskurs &#8211; das ist hier ja wieder mal ein Anfang.<br />
Allerdings, ich zitiere mal Dannecker: &#8220; Die Angst vor Aids besteht in ihrem Kern aus nichts anderem als der Angst davor, vor der Zeit zu sterben&#8220; &#8211; ich zitiere das deshalb, da ich diese Angst nicht mehr habe &#8211; klar gibt es noch &#196;ngste &#8211; aber die gro&#223;e Angst, die einen so hilflos gemacht hat, ist weg &#8211; und das ist m. E. auch Thema f&#252;r den Gegendiskurs.<br />
Wir brauchen uns keinen Kopf machen, ob und von wem es Interessen gibt, HIV/AIDS so bedrohlich als m&#246;glich darzustellen &#8211; ich hoffe, wir schaffen letztlich ein realistisches Bild, das sich durchsetzt, denn es ist eben die realisische Wahrnehmung.<br />
Ich komme gerade vom Bergwandern mit meinen Eltern zur&#252;ck &#8211; da wir die selbe Tour gingen wie vor einiger Zeit meine Eltern mit meinem Bruder, der Raucher ist, stellten diese fest, da&#223; ich am Ziel fitter war, was wohl am Rauchen bzw. Nichtrauchen liegt.<br />
Klar schauen sie noch besorgt, wenn ich mal zu nem Taschentuch greife und das &#8222;Hast Du Schnupfen?&#8220; da klingt was mit, was mir nicht gef&#228;llt, aber die Feststellung &#8222;du bist ja ziemlich fit&#8220;, die gibt es eben auch.</p>
<p>Pr&#228;vention &#8211; Aufkl&#228;rung? Naja, die Aufkl&#228;rung ist eigentlich ganz gut, hei&#223;t doch auch Aufkl&#228;rung oder? In allen neueren Brosch&#252;ren steht das mit der nahezu normalen Lebenserwartung drin.<br />
Es gibt in Deutschland nicht so viele, die sichtbar positiv sind, aber einige eben schon und je mehr es werden, desto eher wird sich das Bild von Aids normalisieren.<br />
Entscheidende Impulse kommen m.E. schon aus der Medizin, die es sich doch nicht nehmen lassen wird, Ihre Erfolge zu propagieren und das beeinflu&#223;t letztlich auch die Phliosophie und die Rechtswissenschaft. Es ist auch so, da&#223; Menschen vielleicht monatelang, m&#246;glicherweise jahrelang, aber ganz sicher nicht jahrzehtelang dar&#252;ber schweigen, da&#223; sie positiv sind, ganz sicher jedenfalls nicht in ihrem pers&#246;nlichen Umfeld und da &#228;ndert sich bereits heute schon viel in der Wahrnehmung bei vielen Menschen.<br />
Mir ist schon klar, dass das jetzt sehr optimistisch klingt und dass es bei vielen Menschen auch eine  unangenehme Sicht der Dinge gibt. Da ist alles, was irgendwie anders ist, als bedrohlich ausgeblendet und wird gemieden &#8211; es gibt da sicher auch Denkweisen und Strategien, auch bei Schwulen, die HIV-Positive grunds&#228;tzlich ausgrenzen. Das kann schmerzlich sein, aber letztlich bewahrt es einen HIV-Positiven auch davor Beziehungen mit Menschen einzugehen, die nichts bringen &#8211; da ist der steinige Weg der bessere Weg.<br />
Der Gegendiskurs ist enorm wichtig, der medizinische Fortschritt allein wird es nicht leisten, aber er ist letztlich das Fundament  auf dem wir stehen, je stabiler es ist, desto h&#246;her k&#246;nnen wir unsere Ziele stecken und bei normaler Lebenserwartung haben wir durchaus Zeit f&#252;r nicht nur eine sondern viele kluge Strategien, soviele wie es Positive gibt.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: knut</title>
		<link>http://www.ondamaris.de/?p=27427#comment-16834</link>
		<dc:creator><![CDATA[knut]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 16 Jul 2011 08:52:00 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.ondamaris.de/?p=27427#comment-16834</guid>
		<description><![CDATA[Ulli: 
zu gegendiskurs: wenn wir einen unterschied machen zwischen dem sosein des hivpositiven, das durch aufkl&#228;rung in die welt gebracht werden kann, und den konnotationen zum hivpositiven, setzt der gegendiskus bei den konnotationen, also den wertenden /neben/bedeutungen, an. Ziel des gegendiskurses ist es, diese bedeutungen in frage zu stellen, um hiv zu einem „bedeutungslosen“ zustand zu machen, wie zb diabetes, der einfach so ist, wie sie ist (zumindest schreibe ich ihm ncihts anderes zu als „zuckerkrankheit“). Hier l&#228;sst sich der vergleich zur homosexualit&#228;t machen : aufkl&#228;rung kann zeigen, dass homosexualit&#228;t z.b. nicht mit p&#228;dophilie gleichzusetzen ist, dass sie schlicht zweierlei sind, aber sie kann nicht sagen, dass homosexualit&#228;t keine s&#252;nde ist (=konnotation zur homosexualit&#228;t). 
Einfacher: aufkl&#228;rung ist information (wir sterben nicht mehr; unter bedingungen nicht mehr ansteckend usw.) und gegendiskurs ist das bollwerk gegen negative ansichten. Susan sontag ist ein beispiel f&#252;r einen gegendiskurs, da sie versucht, bestimmten vorstellungen auf den grund zu gehen.

Flaneur:
ich finde nicht, dass ich barebackforen oder selbsthilfeforen ausgrenze. Mein punkt ist es ja einfach, wenn man sie als beispiele liest, dass sie nicht politisch sind (es kann sein, dass ich mich hier irre. Inwiefern sind sie politisch?). Man soll das lesen als ein aufruf zu politischer organisation. 
Ich meine nicht mal, dass barebackforen oder selbsthilfeforen keine zwecke erf&#252;llen, nur, wenn alle hiv-positive sich so zusammenschlie&#223;en w&#252;rden, so glaube ich, bringen wir keine ver&#228;nderungen zustande. Alle k&#246;nnen sich sicherlich nicht politisch organisieren, da dies unter unst&#228;nden ein outing und auch ein politisches bewusstsein voraussetzt, nur sehe ich die notwendigkeit, dass sich mehr leute politsich organisieren.

Ich w&#252;rde sagen, dass das manifest zu sowohl positiven als auch negativen spricht, da beide gruppen h&#228;ufig in eintracht die selben ansichten teilen (stigma und selbststigma). 

Ich finde jedoch es interessant, zielgerichtetere texte zu schreiben. Was w&#252;rden sie unterscheiden? Was ist wesentlich wichtig f&#252;r einen text f&#252;r positive, was f&#252;r einen text f&#252;r negative?

Ernst:
du schreibst: „dass es einen gravierenden medizinischen Fortschritt gegeben hat, der aber im &#246;ffentlichen Diskurs nur unzureichend wahrgenommen wird“. wieso, glaubst du, nicht wahrgenommen? Wieso diese steuerung vom diskurs? Gibt es wom&#246;glich interessen, die diese information nicht wollen, die vom bild von der todesgefahr hiv nutzen zieht? (es gibt sicherlich viele ans&#228;tze hier, ich w&#252;rde aber mit dem stichwort „gib AIDS keine chance“ anfangen...)

wenn die pr&#228;vension freiwillig ist, k&#246;nnte man sie nicht in „aufkl&#228;rung“ umbenennen?

Die behandlung von aids hat die ansteckung von t&#246;dlicher erkrankung bis hin zu schwerer k&#246;rperverletzung ver&#228;ndert. Das gesetz, das die verantwortung, wenn man so will schuld, f&#252;r die ansteckung/verbreitung von hiv auf den hiv-positiven lastet, aber bleibt. Wie siehst du hier, dass der medizinische fortschritt an sich eine gesetzesver&#228;nderung zustande bringen k&#246;nnte? Ich glaube nicht, dass die medizin dies leisten k&#246;nnte. Auch nicht die verbreitung ihres wissens, sondern, wie oben genannt, ein gegendiskurs. Argumentativ muss hier das verst&#228;ndis von verantwortung, t&#228;ter, opfer, sexuelle risiken, umstrukturiert werden, was m.e. vielmehr die aufgabe des rechtwissenschaftes, der philosophie w&#228;re.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ulli:<br />
zu gegendiskurs: wenn wir einen unterschied machen zwischen dem sosein des hivpositiven, das durch aufkl&#228;rung in die welt gebracht werden kann, und den konnotationen zum hivpositiven, setzt der gegendiskus bei den konnotationen, also den wertenden /neben/bedeutungen, an. Ziel des gegendiskurses ist es, diese bedeutungen in frage zu stellen, um hiv zu einem „bedeutungslosen“ zustand zu machen, wie zb diabetes, der einfach so ist, wie sie ist (zumindest schreibe ich ihm ncihts anderes zu als „zuckerkrankheit“). Hier l&#228;sst sich der vergleich zur homosexualit&#228;t machen : aufkl&#228;rung kann zeigen, dass homosexualit&#228;t z.b. nicht mit p&#228;dophilie gleichzusetzen ist, dass sie schlicht zweierlei sind, aber sie kann nicht sagen, dass homosexualit&#228;t keine s&#252;nde ist (=konnotation zur homosexualit&#228;t).<br />
Einfacher: aufkl&#228;rung ist information (wir sterben nicht mehr; unter bedingungen nicht mehr ansteckend usw.) und gegendiskurs ist das bollwerk gegen negative ansichten. Susan sontag ist ein beispiel f&#252;r einen gegendiskurs, da sie versucht, bestimmten vorstellungen auf den grund zu gehen.</p>
<p>Flaneur:<br />
ich finde nicht, dass ich barebackforen oder selbsthilfeforen ausgrenze. Mein punkt ist es ja einfach, wenn man sie als beispiele liest, dass sie nicht politisch sind (es kann sein, dass ich mich hier irre. Inwiefern sind sie politisch?). Man soll das lesen als ein aufruf zu politischer organisation.<br />
Ich meine nicht mal, dass barebackforen oder selbsthilfeforen keine zwecke erf&#252;llen, nur, wenn alle hiv-positive sich so zusammenschlie&#223;en w&#252;rden, so glaube ich, bringen wir keine ver&#228;nderungen zustande. Alle k&#246;nnen sich sicherlich nicht politisch organisieren, da dies unter unst&#228;nden ein outing und auch ein politisches bewusstsein voraussetzt, nur sehe ich die notwendigkeit, dass sich mehr leute politsich organisieren.</p>
<p>Ich w&#252;rde sagen, dass das manifest zu sowohl positiven als auch negativen spricht, da beide gruppen h&#228;ufig in eintracht die selben ansichten teilen (stigma und selbststigma). </p>
<p>Ich finde jedoch es interessant, zielgerichtetere texte zu schreiben. Was w&#252;rden sie unterscheiden? Was ist wesentlich wichtig f&#252;r einen text f&#252;r positive, was f&#252;r einen text f&#252;r negative?</p>
<p>Ernst:<br />
du schreibst: „dass es einen gravierenden medizinischen Fortschritt gegeben hat, der aber im &#246;ffentlichen Diskurs nur unzureichend wahrgenommen wird“. wieso, glaubst du, nicht wahrgenommen? Wieso diese steuerung vom diskurs? Gibt es wom&#246;glich interessen, die diese information nicht wollen, die vom bild von der todesgefahr hiv nutzen zieht? (es gibt sicherlich viele ans&#228;tze hier, ich w&#252;rde aber mit dem stichwort „gib AIDS keine chance“ anfangen&#8230;)</p>
<p>wenn die pr&#228;vension freiwillig ist, k&#246;nnte man sie nicht in „aufkl&#228;rung“ umbenennen?</p>
<p>Die behandlung von aids hat die ansteckung von t&#246;dlicher erkrankung bis hin zu schwerer k&#246;rperverletzung ver&#228;ndert. Das gesetz, das die verantwortung, wenn man so will schuld, f&#252;r die ansteckung/verbreitung von hiv auf den hiv-positiven lastet, aber bleibt. Wie siehst du hier, dass der medizinische fortschritt an sich eine gesetzesver&#228;nderung zustande bringen k&#246;nnte? Ich glaube nicht, dass die medizin dies leisten k&#246;nnte. Auch nicht die verbreitung ihres wissens, sondern, wie oben genannt, ein gegendiskurs. Argumentativ muss hier das verst&#228;ndis von verantwortung, t&#228;ter, opfer, sexuelle risiken, umstrukturiert werden, was m.e. vielmehr die aufgabe des rechtwissenschaftes, der philosophie w&#228;re.</p>
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