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	<title>Kommentare zu: PrEP: wie geht&#8217;s weiter?</title>
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	<description>positiv schwul - Leben mit HIV und Aids</description>
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		<title>Von: Michael</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Michael]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 26 Jun 2012 09:59:55 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Ich f&#252;rchte in ganz vielen Diskussionen um die PREP hat sich eine logische Ungenauigkeit eingeschlichen:

Die (meisten) HIV-Medikamente unterliegen dem Patentschutz. Durch den Patentschutz wird verhindert, dass andere Hersteller dieses Medikament ebenfalls herstellen k&#246;nnen. Es entsteht damit ein Preis, der sich nicht in einer Konkurrenzsituation im Wettbewerb gebildet hat. Dieser Preis liegt damit immer &#252;ber dem Preis, der sich durch Wettbewerb bilden w&#252;rde. Gerechtfertigt wird dieser erh&#246;hte Preis durch die hohen Kosten f&#252;r Forschung und Entwicklung. Dieser hohe Preis kommt also nicht dadurch zustande, dass f&#252;r die Produktion des HIV-Medikaments besonders knappe und teure Rohstoffe eingesetzt werden.

Das bedeutet also: 
1) Der Preis der HIV-Medikamente bleibt derselbe, ob es die PREP gibt oder nicht – so lange es einen Patentschutz gibt. Bei Produkten, die dem Patentschutz unterliegen, hat der Preis vergleichsweise wenig mit der Nachfrage zu tun. 
2) Der Einsatz von HIV-Medikamenten als PREP (in Europa) wird nicht dazu f&#252;hren, dass irgendwo auf der Welt (in Afrika) Medikamente f&#252;r die HIV-Behandlung fehlen. Es gibt keine Knappheit der Rohstoffe, die eine Erh&#246;hung der Produktion verhindern w&#252;rde. Wenn der Bedarf an HIV-Medikamenten steigt, wird einfach mehr produziert.

Anders sieht die Situation nat&#252;rlich aus, wenn ein einzelnes Land seine HIV-Strategie plant. Dann muss dieses Land nat&#252;rlich &#252;berlegen, wie die stets beschr&#228;nkten finanziellen Mittel verteilt werden sollen, damit sie den meisten Nutzen bringen. Auf Deutschland bezogen, w&#228;re das die Frage, ob die gesetzliche Krankenversicherung die PREP bezahlen sollte. Aber das ist eine andere Frage…]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich f&#252;rchte in ganz vielen Diskussionen um die PREP hat sich eine logische Ungenauigkeit eingeschlichen:</p>
<p>Die (meisten) HIV-Medikamente unterliegen dem Patentschutz. Durch den Patentschutz wird verhindert, dass andere Hersteller dieses Medikament ebenfalls herstellen k&#246;nnen. Es entsteht damit ein Preis, der sich nicht in einer Konkurrenzsituation im Wettbewerb gebildet hat. Dieser Preis liegt damit immer &#252;ber dem Preis, der sich durch Wettbewerb bilden w&#252;rde. Gerechtfertigt wird dieser erh&#246;hte Preis durch die hohen Kosten f&#252;r Forschung und Entwicklung. Dieser hohe Preis kommt also nicht dadurch zustande, dass f&#252;r die Produktion des HIV-Medikaments besonders knappe und teure Rohstoffe eingesetzt werden.</p>
<p>Das bedeutet also:<br />
1) Der Preis der HIV-Medikamente bleibt derselbe, ob es die PREP gibt oder nicht – so lange es einen Patentschutz gibt. Bei Produkten, die dem Patentschutz unterliegen, hat der Preis vergleichsweise wenig mit der Nachfrage zu tun.<br />
2) Der Einsatz von HIV-Medikamenten als PREP (in Europa) wird nicht dazu f&#252;hren, dass irgendwo auf der Welt (in Afrika) Medikamente f&#252;r die HIV-Behandlung fehlen. Es gibt keine Knappheit der Rohstoffe, die eine Erh&#246;hung der Produktion verhindern w&#252;rde. Wenn der Bedarf an HIV-Medikamenten steigt, wird einfach mehr produziert.</p>
<p>Anders sieht die Situation nat&#252;rlich aus, wenn ein einzelnes Land seine HIV-Strategie plant. Dann muss dieses Land nat&#252;rlich &#252;berlegen, wie die stets beschr&#228;nkten finanziellen Mittel verteilt werden sollen, damit sie den meisten Nutzen bringen. Auf Deutschland bezogen, w&#228;re das die Frage, ob die gesetzliche Krankenversicherung die PREP bezahlen sollte. Aber das ist eine andere Frage…</p>
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