Der Lust-Tropfen – safer sex oder nicht?

Lusttropfen, Vor-Ejakulat – hinsichtlich der Übertragung von HIV und anderen sexuell übertragbaren Krankheiten sicher, oder ein Risiko? Diese Frage wird immer wieder leidenschaftlich diskutiert. Im aktuellen HIV-Report widmet sich die Deutsche Aids-Hilfe ausführlich der Frage „Lust-Tropfen und safer sex“, und kommt zu eindeutigen Ergebnissen.

„Raus bevor’s kommt“, lautet die Präventions-Botschaft zum oralen Sex seit langem, „Niet slikken“, ’nicht schlucken‘ das Pendant in den Niederlanden. Nur – was heißt dieses „bevor’s kommt“ genau? Wie rechtzeitig ist dieses „bevor“, wann ist der „richtige Zeitpunkt“? Im Mittelpunkt der Diskussion und Fragen dabei immer wieder: der Lusttropfen.

Lusttropfen - safer sex, oder nicht?
Lusttropfen - safer sex, oder nicht? (Foto: wikitrader)

Ist der Lust-Tropfen, die Vorflüssigkeit „safer“ – oder stellt er bereits ein Risiko dar für die Übertragung von HIV? Mit dieser Frage beschäftigt sich die aktuelle Ausgabe des ‚HIV-Reports‘ der Deutschen Aids-Hilfe ausführlich. Er beschäftigt sich dabei sowohl mit einem etwaigen HIV-Übertragungs-Risiko durch den Lusttropen beim Oralverkehr (‚Blasen‘), als auch bei Analverkehr und Vaginalverkehr.

Dabei geht die DAH nicht nur auf die Frage einer möglichen HIV-Übertragung ein. Behandelt wird auch die Frage, wie es denn mit sexuell übertragbaren Erkrankungen aussieht –

Das klare Resümee der DAH hinsichtlich HIV und Lust-Tropfen:

  • „Beim Oralverkehr ist der Lusttropfen belanglos. Die Aufnahmedes Lusttropfens in den Mund ist nach wie vor „Safer Sex“.
  • Für den Vaginalverkehr und Analverkehr gilt das nicht, Vorflüssigkeitkann dabei durchaus zu einer HIV-Infektion (bzw. einer Schwangerschaft) führen.“

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weitere Informationen:
HIV im Lusttropfen
in: HIV-Report der Deutschen Aids-Hilfe, Nr. 02/2011 (pdf)

ondamaris: Die Wahrheit übers Blasen
ondamaris: Oralverkehr: „sehr geringes Risiko“
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