ondamaris sagt Danke und Tschüss

ondamaris sagt Danke und Tschüss.

Nach beinahe sieben Jahren Informationen zu HIV/Aids und zum Leben mit HIV ist nun erstmal Schluß – dieses ist der letzte Artikel auf ondamaris.

Von den ondamaris-Leserinnen und Lesern möchte ich mich mit einem herzlichen Dankeschön verabschieden !

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Am 6. März 2006 erschien der erste ondamaris-Artikel, vor beinahe sieben Jahren. Über 2.300 Artikel wurden seitdem auf ondamaris veröffentlicht, im Schnitt also über die gesamte Zeit ein Artikel jeden Kalender-Tag. Annähernd 8.000 Kommentare erhielten diese Artikel – auch dafür allen Leserinnen und Lesern meinen herzlichen Dank!

Einige Artikel fanden besonders viele Leserinnen und Leser. An erster Stelle: das Tabu-Thema Feigwarzen – tabuisierte STD mit 250.000 (!) Zugriffen, gefolgt von Oralverkehr: “sehr geringes Risiko”  mit 80.000. Sehr viel gelesen auch der Artikel über das EKAF-Statement und die Konsequenzen keine Infektiosität bei erfolgreicher HIV-Therapie ohne andere STDs (annähernd 40.000 Leser/innen) nebst dem DAH-Positionspapier HIV-Therapie und Prävention – Positionspapier der Deutschen AIDS-Hilfe (über 18.000), und über Prävention Prävention muss aufklärerisch ansetzen (über 20.000Zugriffe).

Ein besonderer Dank gilt dem gemeinnützigen Verein gay-web.de e.V. – der all die Jahre hindurch ondamaris unentgeltlich gehostet hat, und ohne dessen technischen Support die Seite so nicht möglich gewesen wäre.

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Nach beinahe sieben Jahren ondamaris (und über 15 Jahren, zählt man/frau die Vorläufer wie HIV-Nachrichten und HIVlife mit) ist es an der Zeit, tschüss zu sagen.

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Tschüss bedeutet konkret: ab heute erscheinen bis auf weiteres keine neuen Artikel mehr. Die bisher erschienenen Artikel bleiben zunächst weiterhin online, allerdings wird ist die Kommentar-Möglichkeit in wenigen Tagen seit 22.11.2012 deaktiviert.

Und: wer mit mir in Kontakt bleiben möchte, findet mich auch weiterhin in diversen sozialen Netzwerken – oder auf der privaten Site , die mein Mann und ich machen 2mecs.
Und vor allem: im realen Leben …

Au revoir, und: vielen Dank für deine / Ihre Treue, Kommentare, Unterstützung,

Ulli Würdemann

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siehe auch
queer.de 14.11.2012: „Ondamaris“ verabschiedet sich aus der Blogosphäre
Steven Milverton 14.11.2012: “Es wurde zwar über uns gesprochen, aber nicht mit uns.”
Bernd Aretz / DAH-Blog 15.11.2012: ondamaris.de ist eingestellt – Ein Abschiedsgruß
Gay Boys News 14.11.2012: “Ondamaris” verabschiedet sich aus der Blogosphäre
Herzenslust 14.11.2012: Internet-Portal ondamaris hört auf
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ein herzlicher Dank an Roland

Die XIX. Internationale Aids-Konferenz in Washington ist vorbei.

Tausende Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind auf dem Rückweg, auch die Delegation der Deutschen Aids-Hilfe DAH. Unter ihnen Roland – der mit einem Scholarship der DAH als HIV-Positiver erstmals eine Welt-Aids-Konferenz besucht hat.

Und der für ondamaris täglich live berichtet hat, welche Veranstaltungen er besuchte, welche Themen ihm persönlich wichtig erschienen, welche Eindrücke er gewonnen hat. Zehn Tage lang hat Roland live berichtet, aus den Meetings und Prä-Konferenz-Symposien, die vor der Aids 2012 stattfanden, wie auch jeden Tag live von der XIX. Internationalen Aids-Konferenz in Washington.

Eine Übersicht über alle Beiträge in ‚Rolands Washington-Tagebuch‘ ist hier zu finden:

XIX. Internationale Aids Konferenz 2012 : täglich live dabei mit Roland

Alle (auch die weiteren) Artikel, die auf ondamaris zu Themen der XIX. Internationalen Aids-Konferenz Washington 2012 erschienen sind, liefert in einer Übersicht ein Klick auf das Stichwort ‚Aids2012‚ (alle Artikel auf ondamaris sind seit langem Stichworten zugeordnet).

Eine Welt-Aids-Konferenz zu besuchen mit ihren Tausenden Teilnehmerinnen und Teilnehmern, einem nahezu unüberschaubaren Vortrags- und Veranstaltungsangebot, ständig neuen spannenden Begegnungen mit Kollegen, Aktivisten und Forschern aus anderen Ländern und Kontexten – – – all dies ist sehr anstrengend und kräftezehrend. Wer einmal dabei war, kann ermessen, welche Anstrengungen das bedeutet, umso mehr für jemanden, der ‚das erste Mal‘ dabei ist.

Roland hat über den anstrengenden Konferenz-‚Alltag‘ hinaus zusätzlich jeden Tag (und meist zu nachtschlafener Zeit) noch Zeit und Energie gefunden, für ondamaris live von der Konferenz zu berichten, Texte zu schreiben, Fotos zu machen und bereit zu stellen, die ich dann am frühen Morgen hiesiger Zeit als ondamaris-Artikel umgesetzt und online gestellt habe.

Für diesen tollen Einsatz bin ich Roland sehr dankbar. Ohne ihn wäre eine derart umfassende Berichterstattung über die XIX. Internationale Aids-Konferenz in Washington 2012 nicht möglich gewesen.

Ein Dank an die DAH, die diese Berichterstattung durch ihr Scholarship erst ermöglicht hat. Vor allem aber:

Ein sehr herzliches Danke, Roland!

ondamaris auf Google Currents

Ab sofort ist ondamaris auch auf Google Currents zu finden:

ondamaris auf Google Currents

Google Currents ist ein Leseprogramm (Reader) für aggregierte News als Magazin. Grundidee: sich selbst aus den verschiedenen bevorzugten Quellen ein eigenes Magazin zusammenstellen, das individuelle Nachrichten-Menu.

Google Currents steht als App für iPhone, iPad, iPod touch sowie Android in den jeweiligen AppStores / Markets zur Verfügung. Zunächst stand Google Currents (seit Ende 2011) nur in den USA zur Verfügung; seit 11. April 2012 nun auch in Deutschland.

Und seit 12. April 2012 kann auch ondamaris über Google Currents mobil gelesen werden:

ondamaris auf Google Currents
ondamaris auf Google Currents

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Nebenbei: Google Currents steht allen Bloggern für die Veröffentlichung eigener Inhalte zur Verfügung. Eine gute erste Anleitung hier: Google Currents: so geht es ganz einfach – eine kleine Anleitung

Neu auf ondamaris: posT und Infact

Zwischen 2005 und 2009 erschienen zwei bedeutende Schriften zu HIV/Aids: zunächst von März 2005 bis 2008 die „posT“, und als ihr Nachfolger bis 2009 die „Infact“. Die Redaktion bestand aus Kalle Ohnemus und Bernd Aretz (der auch ondamaris-Autor ist).

In ‚posT‘ wie auch ‚Infact‘ erschienen zahlreiche wichtige und auch heute noch lesenswerte Artikel, Texte die weit über den aktuellen Anlass hinaus bedeutsam sind.

Was denkt Jacob Hösl zur Frage ‚Risikofaktor Justiz?‘?
Muss man, wie Martin Dannecker postuliert, ‚radikal sein in der Selbstreflektion‘?
Prof. Winfried Hassemer stellt Überlegungen an zur Frage ‚Was darf der Mensch mit sich?‘
Warum hält Hans Hengelein die Bettenverteilung für ‚keine wesentliche inhaltliche Aufgabe‘?
Was meint Dr. Volkmar Sigusch, wenn er von ‚Kultursodomie als Neoallianz‘ spricht?
Und wie steht es um ‚Lust und Frust auf dem Autobahnparkplatz‘?

Stöbern in posT und Infact lohnt sich!

Seit kurzem stehen alle erschienenen Ausgaben von ‚post‘ sowie ‚Infact‘ auf ondamaris zum Download und Stöbern zur Verfügung: unter der Rubrik ‚Service‘ (Navigationsleiste am Kopf der Seite). Dort sind die einzelnen Ausgaben nach Jahrgängen sortiert zu finden, jeweils mit Angaben zum Inhalt der einzelnen Ausgaben. Alle Ausgaben können im pdf-Format gelesen und herunter geladen werden (rechte Maus-Taste „Ziel speichern unter …“). Auf der Übersichts-Seite „posT / Infact“ findet sich zudem ein Gesamtverzeichnis aller Ausgaben und Artikel.

Vielen Dank an Bernd Aretz und Kalle Ohnemus für Einwilligung und Unterstützung!

ondamaris – wie weiter in Zukunft ?

Seit vielen Jahren beschäftige ich mich mit Information von und für HIV-Positive, von Anfängen bei der ‚Virulent‚ über mehrere Auflagen „Wechselwirkungen“, MedInfo-Gruppe und Veranstaltungsreihe, HIV-Nachrichten und HIVlife bis nun seit einigen Jahren www.ondamaris.de

ondamaris hat sich in den fünf Jahren seines Bestehens stetig entwickelt von einem privaten Weblog mit gelegentlichen Posts zu einer Plattform mit werktäglich, oft häufiger neuen aktuellen Artikeln.Von einem privaten ‚Tagebuch‘ für einen kleinen Freundes- und Bekanntenkreis zu einer Site mit einer großen und aktiven Leser/innen-Schar, nahezu 2.000 Artikeln und über 7.000 Kommentaren.

Auf ondamaris finden sich Artikel mit hohen Leser-Zahlen im fünf- und sechsstelligen Bereich. Es finden sich Artikel und Kommentare, die zu Empörung und Aufregung Anlass waren. Texte, die zu intensiven Debatten und hitzigen Diskussionen führten. Artikel, die viel Aufmerksamkeit erregten – und hoffentlich zumindest in dem ein oder anderen Fall auch einige Dinge positiv in Bewegung brachten.

Ondamaris hat in den letzten Jahren eine erfreuliche Entwicklung genommen, anerkannt auch mit der Verleihung des Medienpreises der Deutschen Aids-Stiftung am 24. Juni 2009 in St. Gallen.

Angesichts dieser erfreulichen Entwicklung könnte man zufrieden zurück blicken, sich der Grimm’schen Märchen erinnern („… und lebten sie glücklich bis an das Ende ihrer Tage“) und gelassenen Blickes mit einem „weiter so“ zur Tagesordnung übergehen.

Aber halt.

Ist das wirklich alles?

Reicht ein einfaches „weiter so“?
Bedeutet ein „weiter so“ letztlich nicht auch Stagnation, Stillstand?

Reicht mir, reicht euch, reicht uns das für die kommenden Jahre?
Brauchen wir nicht mehr, Neues?

Und: wollen – und können wir nicht auch viel mehr?

Ich denke, nach fünf erfolgreichen Jahren ist es an der Zeit, für ondamaris gemeinsam nach neuen Wegen zu suchen, und sie wo möglich auch gemeinsam zu gehen.

Konkret heißt das:
Ich kann mir vorstellen, aus dem heutigen eher ‚persönlichen Projekt‘ ondamaris ein Medium und Meinungs-Forum von und für HIV-Positive und unsere Communities weiter zu entwickeln, ein Gemeinschaftsprojekt für die Zukunft.

Ich möchte diese Idee, diesen Vorschlag zur Diskussion stellen.
Wie kann die Zukunft von ondamaris aussehen?
Wie soll ondamaris sich weiter entwickeln?
Was fehlt, was kann besser oder anders werden?
Wie und wo hast du Lust dabei mitzumachen?
Wie können wir gemeinsam ondamaris als HIV-positive Informations- und Meinungs- Plattform auf eine noch breitere Basis stellen?

Ich bin gespannt auf eine Debatte und viele Anregungen und Ideen „in ondamaris-eigener Sache“ – hier in den Kommentaren, per Email an mich oder gern auch persönlich 🙂

1.12.2010: Grenzverläufe – Grenzen der Selbsthilfe

Termin-Ankündigung: Am Welt-AIDS-Tag findet um 18.00 Uhr in der Paulskirche Frankfurt die zentrale Veranstaltung der AIDS-Hilfe Frankfurt statt.

Die Welt-Aidstags-Veranstaltung der Frankfurter Aids-Hilfe in der Paulskirche hat im Jahr ihres 25-jährigen Bestehens das Motto „Grenzverläufe“.

„Die vier prominenten Redner wenden sich den möglichen zukünftigen Grenzverläufen in Sachen HIV und AIDS zu. Stefan Grüttner, der neue hessische Sozial- und Gesundheitsminister, spricht ebenso wie DFB-Präsident Theo Zwanziger („Tabu Homosexualität im Fußball“). Ulli Würdemann, AIDS-Aktivist der ersten Stunde, umreißt die Grenzen der Selbsthilfe, der Vorsitzende der Deutschen Aidsgesellschaft, Jürgen Rockstroh, die in der Medizin. Vorstandsmitglied Christian Setzepfandt wird die 25-jährige Entwicklung der AIDS-Hilfe Revue passieren lassen. Für die Musik sorgen FraGILe, kaemmie und Tobias Rüger“ (Frankfurter Aids-Hilfe)

Grenzverläufe - Welt-Aids-Tags-Veranstaltung der Frankfurter Aids-Hilfe am 1.12.2010 in der Frankfurter Paulskirche

siehe hier

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ondamaris geht fremd …

ondamaris geht fremd … auf oder genauer mit einer zweiten Internetseite:

Ich habe mich entschlossen, ondamaris stärker auf die Themen HIV / Aids und positiv leben zu fokussieren. Für Persönliches und Privates gibt es ab sofort eine zweite Seite, die ich gemeinsam mit meinem Mann mache: www.2mecs.de.

In den vergangenen Tagen sind bereits zahlreiche eher private Artikel von ondamaris auf 2mecs ‚umgezogen‘.

Also:
– auch zukünftig Informationen und Meinungen zu HIV und Aids, zu positivem Leben auf www.ondamaris.de, und
– unsere privaten Gedanken und Erlebnisse auf www.2mecs.de.

Beides gibt es für diejenigen, die regelmäßig informiert werden möchten, auch als Feed:
ondamaris als Feed
2mecs als Feed

Datenschutz bei Google Analytics

Viele Internetseiten verwenden Tools für Statistiken zur Nutzung des Internetangebots. Google Analytics bietet nun ein ‚opt out‘ an, mit dem Internetnutzer die Datenübermittlung unterbinden können.

Eines der weltweit meist benutzten und auch auf ondamaris eingesetzten Tools zur Webanalyse ist Google Analytics. Ein für mehrere Internet-Browser verfügbares Add-on ermöglicht es Internetnutzern nun, die Datenübermittlung an Google Analytics zu unterbinden.

Das Add-on wurde von Google selbst erstellt und wird aktuell in einer Betaversion zum Download angeboten. Google teilt selbst zum Add-on mit:

„Das Opt-Out bietet dem Nutzer die Wahlmöglichkeit, ob Informationen zu den von ihm besuchten Websites von Google Analytics erfasst werden. Das Add-on unterbindet die Übermittlung von Daten, wenn Websites besucht werden, die den JavaScript-Tracking-Code (ga.js) von Google Analytics zur Datenerfassung verwenden. Die heute veröffentlichte Beta-Version des Opt-Out Add-ons ist für die Browser Internet Explorer, Firefox und Google Chrome verfügbar. Unter folgendem Link können Sie das Add-on herunterladen: http://tools.google.com/dlpage/gaoptout?hl=de.“

weitere Informationen:
Google Conversion Room Blog 25.05.2010: Größere Auswahl und Transparenz für Google Analytics
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ondamaris auf Facebook

ondamaris ist schon seit einiger Zeit auch auf Facebook, seit kurzem auch mit einer eigenen Seite.

Auf der ondamaris – Facebook-Seite gibt’s nicht nur Informationen über die jeweils aktuellen ondamaris-Artikel, sondern auch Hinwiese auf interessante Artikel bei anderen Quellen, Link-Tipps oder Veranstaltungs-Hinwiese.

Also – Fan werden von ondamaris auf Facebook !

„Werbung für ein HIV-Portal“

Immer wieder werden an ondamaris Anfragen nach Werbung, „Marketing-Kooperationen“, gern fertig vorbereiteten „redaktionellen Beiträgen“ oder schlicht Schleichwerbung gerichtet – am 12.04.2010 kam z.B. eine Anfrage nach Werbung für ein „Portal für HIV-infizierte homosexuelle Männer“.
Zur Information der Leser als Dokumentation:

Hallo zusammen,
ich hab eine Anfrage von einem neuen Kunden, der seine Webseite bewerben möchte. Hierbei geht es um das Thema HIV bei homosexuellen Männern. In einem ersten Schritt möchte der Kunde User mithilfe eines Fragebogens befragen um darauf aufbauend sein Portal optimal gestalten zu können. Im zweiten Schritt soll dann das Portal direkt beworben wird. Die Webseite richtet sich an HIV-infizierte homosexuelle Männer.
Hierzu wollte ich einmal fragen, ob und welche Werbemittel bei euch geschaltet werden können und wie die Preise dafür sind. Neben den Standardformaten ist auch ein Newsletter von Interesse, genau wie Mobile Apps, falls ihr solche anbietet. Weiterhin würde ich gerne wissen, ob auch ein Aufklärungsspecial möglich wäre und/oder irgendeine andere Möglichkeit besteht, auf den Fragebogen von ihrer Seite aus hinzuweisen?
Zeitraum wäre für den „Fragebogen“ Mitte Mai bis Juli und für die „Bewerbung des HIV-Portals“ Juli bis Ende Dezember.
Das Angebot brauche ich bis morgen abend. Bitte integrieren Sie neben den Preisen auch AdImpressions bzw. Abonnenten (NL), mögliche Rabatte und Skonto.
Danke und viele Grüße,

Wie alle bisherigen Anfragenden erhielt auch diese Agentur die Antwort, dass ondamaris werbefrei ist und möglichst bleiben soll.

Gewalt und Freiheit – wenn Angst zur Waffe wird

Ein Blog stellt seinen Dienst ein. „Samstag ist ein guter Tag“ verkündet(e) das Ende – wegen des Eindrucks wiederholter persönlicher Bedrohungen.

Ein Blogger schreibt einen Artikel. Dieser findet nicht die Zustimmung einer Person, die mit den im Artikel beschriebenen Vorgängen verbunden ist. Drohungen sollen ausgesprochen worden sein, Drohungen auch persönlicher Art. Der Blogger nimmt seinen Artikel aus seinem Blog. Stellt ihn nach Überlegen und Rücksprachen in Teilen später wieder online, mit Kommentar, der auf die empfundenen Drohungen verweist. Reaktionen folgen, die als erneute Drohungen empfunden werden. Und heute die Ankündigung: das Blog wird eingestellt. Der Artikel befindet sich nicht mehr online.
Die beteiligte Person bestreitete die Drohungen, sprach von Demagogie und stellte ein Ultimatum.

Nachtrag 12.03.2010 12:00:
Das „Aus“ für’s Blog ist als Post wieder off – und das Blog „Samstag ist ein guter Tag“ bis auf weiteres online. Bis auf den Artikel über …

Kommentar:
Es ist bestürzend zu erleben, wie ein Blogger und Freund unter Druck gesetzt wird, sich persönlich bedroht fühlt – aufgrund eines Artikels, der als mißliebig empfunden wird. Das alles statt einer Auseinandersetzung um Ideen und Konzepte, statt einer Auseinandersetzung mit (sachlichen) Worten.

Und falls Äußerungen als Drohungen empfunden werden, ohne als solche gemeint zu sein, und der Äußernde um die Wirkung seiner Worte weiß – schiene dann nicht ein klärendes Wort, ein „so habe ich das nicht gemeint“, ein „es geht mir um das Problem…“ wünschenswert?

Wenn Angst zur Waffe gemacht wird, nicht nur gegen einen Artikel, eine Idee, sondern gegen einen Menschen – dann ist es höchste Zeit zu fragen wie weit darf man gehen.

Ich bin entsetzt, dass solches innerhalb schwuler Szene, zwischen gebildeten Menschen, zwischen Erwachsenen möglich ist.

Und ich hoffe, dass „Samstag ist ein guter Tag“ vielleicht eine Pause zum Luftholen einlegt, als Blog aber weiter existiert, und irgendwann auch nicht nur als Archiv, sondern auch mit vielen neuen überlegten Berichten.

siehe auch
alivenkickin 12.03.2010: Meinungsfreiheit . . . ist Manchem ein Dorn im Auge
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Rücktritt aus Vorbereitungsgruppe der Positiven Begegnungen 2010

Ich habe Anfang Januar 2010  meinen Rücktritt aus der Vorbereitungsgruppe der Positiven Begegnungen 2010 erklärt. Der Vorbereitungsgruppe habe ich meine Beweggründe dafür heute nochmals persönlich erläutert.

Ich wünsche der Vorbereitungsgruppe weiterhin gute inhaltliche Arbeit und für die Zukunft eine erfolgreiche Organisation und Belebung HIV-positiver Selbsthilfe und Interessenvertretung.

Blicke zurück, nach vorn

In der Ruhe der Tage zwischen den Jahren blicke ich gelegentlich zurück, lasse das vergangene Jahr Revue passieren. Was war gut, was weniger gut? Was ist mir gut gelungen, was schief gelaufen? Was tat mir persönlich gut, was nicht? Wo komme ich her, wo möchte ich hin?

Der Blick wendet sich von rückwärts nach vorn. Vom zu Ende gehenden Jahr auf das nun bald beginnende. Einige Dinge werden gleich bleiben, andere möchte ich verändern.

Welche genau gehört nicht in die große Internet-Öffentlichkeit. Nur so viel: für ein, zwei Freunde hatte ich zu wenig Zeit im vergangenen Jahr – das möchte ich ändern, versprochen 🙂
Und: ondamaris wird es auch 2010 geben, vielleicht so wie bisher, vielleicht anders. Wenn du Lust hast mit zu machen, lass es mich wissen.

Abzocke? Suchen Sie eine Subdomain? (akt)

Wie, da will mal wieder jemand mir meinen Domain-Namen nochmal verkaufen? Abzocke? Na, nicht der erste Versuch. Aber diesmal vermeintlich als deutsche Domain …

„Wie Sie wissen, gibt es in sehr vielen Ländern der Welt Domains mit einem .co vor dem Ländercode der Domain (z.B. Großbritannien). In Kürze wird dies auch in Deutschland möglich sein. Derzeit läuft die Vergabe von .co.de-Domains an Markeninhaber zur Vermeidung juristischer Probleme (Sunrise-Phase). Nach dieser Phase steht jedem die Domainendung .co.de für die Registrierung von Domains offen (Landrush-Phase)“,

schreibt mir eine Firma aus Osnabrück, die sich gleich als „Vergabestelle“ bezeichnet.

Und sie schmieren mir Honig um den (dreitagestoppeligen) Bart:

„Da Sie mit www.ondamaris.de eine der wichtigsten Seiten im deutschen Markt betreiben ….“

Prust, Gröl …

Und wenn ich nicht reagieren sollte, könnte es Konsequenzen haben …

„Wenn Sie auf diesees Schrieben überhaupt nicht antworten, ist es möglich, dass die Domain ondamaris.co.de in der Landrushphase durch einen Dritten registriert wird.“

Grosszügige 99 Euro soll die Sub-Domain kosten – pro Jahr, tituliert als „Domainmiete“.

Na – dann wollen wir mal …

… zum Papierkorb schreiten.

Rechtlich ist das Ganze übrigens scheinbar (siehe „Was sagen die Anwälte …“ nicht zu beanstanden.

„Bitte klappen Sie die Tabletts hoch und bringen Sie Ihren Sessel in eine aufrechte Position: die Abzocke kann beginnen!“, kommentiert basic thinking treffend diese Masche, aus einer simplen Sub-Domain Geld zu schlagen.

Ich könnte ja überlegen, basic thinking zu folgern. Was zahlen Sie denn  -sagen wir, nur so als Beispiel- für die (Sub-) Domain aids.ondamaris.de? Oder für positiv.ondamaris.de? Oder ganz persönlich, z.B. Peter.ondamaris.de? Beeilen Sie sich, der erste ‚Peter‘ könnte schon vor der Tür stehen …

weitere Informationen:
basic thinking 12.12.2009: Co.de: Billige Subdomain für 99 Euro gefällig?
basic thinking 14.12.2009: Subdomain .co.de: Was sagen der Anwalt und die Denic dazu?
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Darf man das? Gedanken über Kürzungen, Kritik und einen Preis …

Am Montag, 22. Juni 2009 hat die Deutsche AIDS-Stiftung der Öffentlichkeit eine „neue Schwerpunktsetzung“  vorgestellt. Diese läuft de facto auf eine gravierende Kürzung der Einzelfall-Hilfen hinaus.

Am Mittwoch, 24. Juni 2009 hat die deutsche AIDS-Stiftung ihren Medienpreis 2007/2008 verliehen, unter anderem an mich für das Internetangebot www.ondamaris.de.
In der Laudatio heißt es unter anderem:

„Die Stiftung zeichnete ihn für sein innovatives Projekt der Selbsthilfe von Menschen mit HIV und AIDS in Deutschland aus. … Inzwischen ist ondamaris für viele – nicht nur für HIV-positive und schwule Nutzer – eine wichtige Informationsquelle, wenn es um aktuelle Themen rund um das Virus geht.“

Die Stiftung, die mich mit einem Medienpreis auszeichnet, kritisieren, auch mit deutlichen Worten, darf ich das? Oder – muss ich das vielleicht sogar?

Eigentlich ist es ja ganz schön frech. Gerade noch haben sie mich mit einem renommierten Medienpreis ausgezeichnet, und schon dresche ich auf sie ein. Meine Güte, wie undankbar.

Musste denn das sein? Kann man denn nicht einfach einmal unkritisch genießen?

Ja, das musste sein.

„… darüber hinaus ist ondamaris zu einem Forum geworden, in dem sich die vielen Nutzer teils kontroverse Diskussionen auf einem hohen Niveau liefern.“

Danke, liebe Stiftung.
Genau darum geht es. Um lebhafte, auch kontroverse, offene Debatte.

Auch zwischen Schweizer Bergen, Scheinwerfern und Risotto kann ich doch nicht so tun, als gäbe es das soziale Elend vieler HIV-Positiver, ob in Berlin oder andernorts, nicht.

Die Deutsche AIDS-Stiftung hat sich in den vergangenen 22 Jahren ihres Wirkens sehr viele Verdienste erworben. Gerade in Zeiten, in denen sich der Staat zunehmend aus seiner sozialen Verantwortung zurück zieht, die Situation vieler HIV-Positiver zunehmend desolat wird, brauchen wir Knowhow und auch Unterstützung der Deutschen AIDS-Stiftung. Auch deswegen ist die angekündigte Kürzung von vielen so schmerzlich empfunden worden.

Ich habe mich über den Medienpreis der Deutschen AIDS-Stiftung sehr gefreut.
Dieser Preis bedeutet für mich unter anderem, mich auch weiterhin zu bemühen kritisch-konstruktiv zu berichten und zu kommentieren, und zu offenen Debatten einzuladen.

Aus diesem Grund bin ich der Überzeugung, dass auch Kritik, konstruktive Kritik an der Entscheidung der Stiftung sich sehr gut mit dem Medienpreis eben dieser Stiftung verträgt. Dass Kritik nicht nur erlaubt, sondern -auch um der Integrität willen- geradezu erforderlich ist. Im Sinne des gemeinsamen Erfolgs.