Kurz notiert … Mai 2010

31. Mai 2010: Im Jahr 2011 soll nach 24 Jahren erstmals wieder eine Volkszählung stattfinden. Die Vorbereitungen laufen bisher eher im Stillen. „Aktivisten planen Verfassungsbeschwerde gegen Volkszählung 2011,“, berichtet Spreeblick.

28. Mai: Kommen EKAF-Statement und die Viruslast-Methode langsam auch international in der Forscher-Realität an? „Antiretroviral Treatment Cuts HIV Transmission Rate by 92 Percent„, berichtet POZ über eine US-Studie (Original-Publikation auf The Lancet).

27. Mai 2010: Tesamorelin: Zulassung empfohlen. Das zuständige Beratungs-Gremium „Endocrinologic and Metabolic Drugs Advisory Committee“ der FDA hat am 27. Mai 2010 die Zulassung von Tesamorelin empfohlen. Die Entscheidung der FDA wird innerhalb der nächsten 2 Monate erwartet. POZ berichtet am 27.05.2010: FDA Committee Unanimously Recommends Egrifta for Lipodystrophy

27. Mai 2010: Frauen-Kondom: „Kampf gegen Aids: Washington fördert Frauenkondome“, berichtet SpON.

26. Mai 2010: Kann anal verwendetes Gleitgel das Risiko für sexuell übertragbare Erkrankungen erhöhen? aidsmap berichtet „Rectal lubricants may enhance the risk of STIs

20. Mai 2010: Usbekistan – Maskerade: Präsident Karimow regiert ein Land, in dem jüngst der Aids-Aktivist Maxim Popov zu 7 Jahren Haft verurteilt wurde – und seine Tochter gibt bei einer Aids-Gala in Cannes die Wohltäterin.  Die taz berichtet über „Die Tochter des Despoten“.
Ex-Boygroup bei CSD:  „Backstreet Boys to Perform at S.F. Pride“ meldet advocate.

18. Mai 2010: Denkmal-Debatte: den aktuellen Streit um die Wahl des nächsten Films (und de facto um die Rolle überhaupt) des im Mai 2008 eingeweihten ‚Denkmals für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen‘ kommentiert Stephan Speicher in der SZ als „Wendepunkt in unserem Verhältnis zum Nationalsozialismus“ und „Entwertung der Geschichte“: „Homosexuellen-Denkmal: Entwertung der Geschichte

18. Mai 2010: Verhandlung N. B. in Darmstadt – das Amtsgericht Darmstadt teilt mit „In der Strafsache gegen die Sängerin N. B. wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung hat der zuständige Richter des Amtsgerichts Darmstadt mit Beschluss vom 17.05.2010 die von der Staatsanwaltschaft Darmstadt erhobene Anklage vom 04.02.2010 zugelassen und das Hauptverfahren vor dem Amtsgericht – Jugendschöffengericht – Darmstadt eröffnet.“ Als Termine für die Hauptverhandlung wurden bestimmt: 16.08., 19.08., 23.08., 25.08. und 26.08.2010, jeweils um 09.00 Uhr bestimmt.

18. Mai 2010: Liegt’s an den Pocken? „Ende der Pockenimpfung könnte HIV-Ausbreitung ermöglicht haben“, berichtet SpON (Originalmeldung: BMC Immunology: Significantly reduced CCR5-tropic HIV-1 replication in vitro in cells from subjects previously immunized with Vaccinia Virus)

17. Mai 2010: Wie geht es Nadja Benaissa? ‚No Angels‘ – Sängerin Nadja Benaissa muss aus gesundheitlichen Gründen alle Termine plötzlich absagen, Tour-Auftakt geplatzt, berichten viele Medien (u.a. die Salzburger Nachrichten)

16. Mai 2010: Gedenken an Magnus Hirschfeld: Tetu berichtet über eine Gedenkveranstaltung am Grab von Magnus Hirschfeld in Nizza anlässlich des 75. Todestags von Magnus Hirschfeld

14. Mai 2010: „ultra-schwul und einzigartig“ – Tetu berichtet über das „erste Zentrum für sexuelle Gesundheit“ in Paris

13. Mai 2010: „He HAS manipulated us into invisibility.“ Larry Kramer kritisiert mit deutlichen Worten die Aids-Politik von US-Präsident Obama.

7. Mai 2010: Ärger um den GMHC-Umzug:  In New York tobt eine Auseinandersetzung um eine der ältesten und wichtigsten Aids-Organisationen der USA: GMHC Gay Mens Health Crisis, Debatten um Bunkermentalität, Betroffenennähe und Ignoranz. Meinungsstark wie immer äußert sich Larry Kramer zum anstehenden Umzug von GMHC

Homo-Mahnmal mit nächtlicher Beleuchtung

Die Beleuchtung am Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen wurde fertiggestellt.

Das Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen wird ab sofort zum Schutz vor Anschlägen beleuchtet. Die Beleuchtung wurde montiert, die Bauarbeiten scheinen abgeschlossen.

Beleuchtung am Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen
Beleuchtung am Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen
Beleuchtung am Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen
Beleuchtung am Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen

Uwe Neumärker, der Direktor der Stiftung Holocaust-Mahnmal, hatte die Installation von Beleuchtung bereits im November 2009 angekündigt. Die Stiftung ist auch für die Betreuung des Homo-Mahnmals einschließlich nächtlicher Wachgänge zuständig.

Seit der Einweihung des Denkmals am 27. Mai 2008 sind inzwischen drei Anschläge verübt worden. Jedesmal wurde die Sichtscheibe beschädigt, durch die der Film mit der Kuß-Szene betrachtet werden kann.

Homo-Mahnmal künftig nachts mit Beleuchtung

Das Mahnmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen wird künftig nachts beleuchtet.

Das Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen wird zukünftig zum Schutz vor Anschlägen beleuchtet.

Das kündigte Uwe Neumärker, der Direktor der Stiftung Holocaust-Mahnmal, einem Bericht des RBB zufolge an. Die Stiftung ist auch für die Betreuung des Homo-Mahnmals einschließlich nächtlicher Wachgänge zuständig.

Seit der Einweihung des Denkmals am 27. Mai 2008 sind inzwischen drei Anschläge verübt worden. Jedesmal wurde die Sichtscheibe beschädigt, durch die der Film mit der Kuß-Szene betrachtet werden kann.

Zur Beschädigung der Sichtscheibe sei Werkzeug erforderlich, erläuterte Neumärker. Dies müsse mitgebracht werden; durch die nächtliche Beleuchtung wolle man dies erschweren.

weitere Informationen:
sz online 29.11.2009: Mehr Licht und neue Küsse für Homosexuellen-Mahnmal
antiteilchen 29.11.2009: Endlich Licht am Denkmal
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Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen: Wettbewerb für neuen Film angelaufen

Am 27. Mai 2008 wurde in Berlin das Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen der Öffentlichkeit übergeben. Die von Michael Elmgreen und Ingar Dragset entworfene Betonstele eröffnet über ein Sichtfenster den Blick auf einen Film mit einer gleichgeschlechtlichen Kussszene.

Zur Konzeption des Denkmals gehört, dass der Film im Zweijahres-Rhythmus gewechselt wird. Der Startfilm von 2008 zeigt zwei Männer. Für den neuen Film, der ab Mai 2010 gezeigt werden soll, wurde nun ein öffentlicher Ideenwettbewerb gestartet.

Interessierte Videokünstlerinnen und -künstler sind zur Teilnahme an dem Wettbewerb aufgerufen. Die Ausschreibung und weitere Informationen zum Wettbewerb finden sich unter:
http://www.stiftung-denkmal.de/var/files/pdf-dateien/film_dt.doc.pdf

Der Wettbewerb wird von der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas durchgeführt, die vom Deutschen Bundestag auch mit der Betreuung des Homosexuellen-Denkmals betraut wurde.

Der Lesben- und Schwulenverband (LSVD) begrüßt den Wettbewerb und hofft auf eine breite Beteiligung.

Das Denkmal soll laut Beschluss des Bundestages von 2003 die verfolgten und ermordeten Opfer ehren, die Erinnerung an das Unrecht wachhalten sowie ein beständiges Zeichen gegen Intoleranz, Feindseligkeit und Ausgrenzung gegenüber Schwulen und Lesben setzen.

(Pressemitteilung des LSVD)

Gedenken abgebrochen – Rudolf Brazda gestürzt

Eine Gedenkfeier am Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen wurde heute vorzeitig abgebrochen. Rudolf Brazda, einer der vermutlich letzten überlebenden homosexuellen KZ-Häftlinge, stürzte am Rednerpult und erlitt Kopfverletzungen. Brazda wurde ärztlich versorgt.

Rudolf Brazda
Rudolf Brazda am Denkmal im Sommer 2008

einjähriges Jubiläum des Denkmals für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen

Das Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen feiert am 27.5.2009 einjähriges Bestehen.

Am 27. Mai 2008 wurde das Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen eingeweiht.

Das Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen am Tag der Eröffnung
Das ‚Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen‘ am Tag der Eröffnung

Das einjährige Jubiläum des Denkmals soll am 27. Mai 2009 mit einer Veranstaltung und anschließendem Picknick begangen werden.

Aus Anlass des Jubiläums sprechen bei der Veranstaltung
– Dr. Carole Reich (Europarat Straßburg), Koordinatorin der »Kampagne gegen Diskriminierung« und Verantwortliche für das Projekt »Die Erinnerung lehren«, und
– Prof. Dr. Heiner Bielefeldt, Direktor des Deutschen Instituts für Menschenrechte, Berlin.

Im Anschluss fordern die Organisatoren des LSVD zu einem „Jubiläums-Picknick“ auf:

„Für die dauerhafte Wirkung des Denkmals ist es wichtig, dass viele Menschen diesen neuen Ort der politischen Geografie der Hauptstadt zu ihrem eigenen machen – auch außerhalb offizieller Feiern oder Mahnwachen. Wir würden uns sehr freuen, wenn viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer nach der Veranstaltung am Denkmal verweilten: zu einem Abendreigen des Chores »canta:re«, zu Gesprächen bei einem Picknick im Grünen mit selbst mitgebrachten Snacks.“

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Homo-Denkmal: Ideenwettbewerb für nächsten Film

Das Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen soll ab Mai 2010 einen neuen Film zeigen. Der Ideenwettbewerb läuft bis Ende Juni 2009.

Am 27. Mai 2008 wurde das Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen eingeweiht.

Im Vorfeld der Realisierung des Denkmals war es, u.a. angestoßen von der Zeitschrift ‚Emma‘,  zu teils erhitzten Debatten gekommen. Stein des Anstoßes war für einige die Frage, welche Personen sich auf dem im Denkmal laufenden Film küssen.

Denkmal: Die Kuss-Szene - für die ersten 2 Jahre
Denkmal: Die Kuss-Szene – für die ersten 2 Jahre

In der Folge wurde vereinbart, nach Einweihung des Denkmals zukünftig alle 2 Jahre einen neuen Film zu zeigen.

„Der Startfilm von 2008 zeigt zwei Männer. Alle zwei Jahre soll dieser Film durch einen neuen von anderen Künstlerinnen und Künstlern ersetzt werden, die ihre Interpretation einer gleichgeschlechtlichen Kussszene zeigen. Auf diese Weise wird sich das Denkmal ständig verändern.“ (aus dem Text des Ideenwettbewerbs)

Der neue Film, der wieder die „Interpretation einer gleichgeschlechtlichen Kussszene“ zeoigen soll, wird ab Mai 2010 gezeigt werden.

Für diesen neuen Film hat die ‚Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas‘, die für den Unterhalt des Denkmals zuständig ist, zu einem Ideenwettbewerb aufgerufen. Interessenten sind aufgerufen, ein Grobkonzept bis zum 30. Juni 2009 bei der Stiftung einzureichen.

Zum weiteren Vorgehen teilt die Stiftung mit:

„Eine Kommission (je eine Vertreterin oder ein Vertreter des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, der Senatskanzlei für Kulturelle Angelegenheiten des Landes Berlin und der Initiatoren des Denkmals) wird anschließend eine Auswahl der fünf besten Einsendungen treffen. Diese Videokünstlerinnen und -künstler werden dann aufgefordert, einen Filmdummy herzustellen und die Produktionskosten für die Herstellung des späteren Films anzugeben.“

Weitere Informationen:
Ausschreibung neuer Film Homo-Denkmal als pdf

siehe auch „Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen: Wettbewerb für neuen Film angelaufen
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5. April 2009: Fotos – Homo- Denkmal erneut beschädigt

Am Sonntag 05. April 2009 frühmorgens gegen 03:30 Uhr wurde das Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen zum dritten Mal beschädigt. Die Sichtscheibe wurde stark zerkratzt, vermutlich mit einem Diamantschneider o.ä.

Hier aktuelle Fotos:

Fotos von den Beschädigungen auch bei samstagisteingutertag
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Homo-Mahnmal am 5.4.2009 erneut beschädigt (akt.)

Das Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen wurde in der Nacht zum Sonntag 5. April erneut beschädigt. Der Staatsschutz hat Ermittlungen aufgenommen.

Das Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen ist erst vor weniger als einem Jahr (im Mai 2008) eingeweiht worden.

Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen, Gedenkveranstaltung Juni 2008
Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen, Gedenkveranstaltung Juni 2008

Aktuelle Fotos der Beschädigungen vom 5. April 2009 folgen in Kürze hier.

Mit dem Mahnmal werden diejenigen Homosexuellen geehrt, die in der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt, unterdrückt, in KZs und Strafgefangenenlagern inhaftiert, ermordet wurden.

Bereits in der Nacht zum 16. August 2008 war das Denkmal zum ersten Mal beschädigt worden. Kurz darauf reagierten Schwule und Lesben mit einer Mahnwache.
Ein zweites Mal war das Denkmal am 16.12.2008 beschädigt worden. Kurz darauf verurteilte auch Bundespräsident Köhler den erneuten Anschlag.

Mitarbeiter des Wachdienstes stellten einem Bericht der Polizei zufolge die erneute Beschädigung gegen 03:30 Uhr in der Nacht von Samstag auf Sonntag 5. April 2009 fest. Das Sichtfenster, das den Blick auf eine Kuß-Szene geben soll, wurde zerkratzt. Der Staatsschutz hat die Ermittlungen aufgenommen, da ein politisches Motiv nicht ausgeschlossen wird.

Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen - Kuss-Szene
Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen – Kuss-Szene

Der Lesben- und Schwulenverband Deutschlands LSVD verurteilte die erneute Beschädigung in einer ersten Stellungnahme und betont

„Die wiederholten Anschläge auf das Denkmal zeigen: Homosexuellenfeindlichkeit ist nach wie vor stark verbreitet. Allein der Anblick eines Kusses zwischen zwei Menschen gleichen Geschlechts kann massive Gewalt hervorrufen. Das ist bis heute auch bittere Alltagserfahrung vieler Schwuler und Lesben. Viele haben bereits antihomosexuelle Gewalt erleben müssen. Wir brauchen daher dringend einen Nationalen Aktionsplan gegen Homophobie. Das Land Berlin geht auf diesem Feld vorbildlich voran. Es wird höchste Zeit, dass auch die Bundesregierung, insbesondere der Bundesinnenminister hier endlich tätig wird und vor homophober Gewalt nicht mehr die Augen verschließt.“

Aktualisierung 05.04.2009, 15:00 Uhr:
Es soll sich um zwei Täter gehandelt haben. Diese wurden vom Wachdienst bei der Tat gestört. Dies wurde auf dem heutigen LSVD-Verbandstag berichtet. Ob die Täter flüchten konnten oder festgehalten wurden, ist bisher nicht bekannt.

siehe auch
samstagisteingutertag 05.04.2009: Homosexuellen-Mahnmal erneut beschädigt
koww 05.04.2009: Erneuter Anschlag auf Homosexuellen-Denkmal ist eine abscheuliche Tat
gayweb.de 05.04.2009: Erneuter Anschlag auf Homosexuellen-Denkmal
mythopoeia 2.0 06.04.2009: Provokation
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Potsdam: Ausstellung zur Verfolgung Homosexueller in der NS-Zeit

Im Potsdamer Landtag erinnert eine Ausstellung noch bis Mitte März an die Verfolgung Homosexueller während der NS-Zeit.

Der Brandenburger Landtag erinnert mit der Ausstellung „Ausgrenzung aus der Volksgemeinschaft – Homosexuellen-Verfolgung in der NS-Zeit“ an die Situation Homosexueller zwischen 1933 und 1945.

Ausstellung Homosexuellen-Verfolgung 1933-45
Ausstellung Homosexuellen-Verfolgung 1933-45

Auf insgesamt 38 Tafeln wird die Bandbreite der Verfolgung Homosexueller und der Homosexualität Verdächtigter in der Zeit des Nationalsozialismus skizziert, werden Schicksale Verfolgter exemplarisch vorgestellt, Täter benannt.

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Lediglich die Tafel zum Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen hätte gerne aktualisiert werden können – sie zeigt noch die Planungen des Denkmals, das inzwischen am 27. Mai 2008 eingeweiht wurde.

Die Ausstellung wurde konzipiert vom ‚Kulturring in Berlin e.V.’bzw. dessen 2001 gegründete ‚Projektgruppe Rosa Winkel‚. Sie wurde bereits 2006 im Deutschen Bundestag und in der Akademie der Künste gezeigt. Eine Dokumentation über die 2006er Ausstellungen liegt in der Ausstellung im Potsdamer Landtag aus.

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„Ausgrenzung aus der Volksgemeinschaft – Homosexuellen-Verfolgung in der NS-Zeit“
Landtag Brandenburg
14473 Potsdam, Am Havelblick 8
3. Februar bis 12. März 2009
montags bis freitags 8:00 bis 16:00 Uhr

Friedrich Enchelmayer – homosexuellen NS-Opfern wieder ein Gesicht geben

Homosexuelle zählen zu den ‚vergessenen und verdrängten Opfern des Nationalsozialismus‘. Oft ist nur wenig über ihre Geschichte bekannt. In Stuttgart versuchen nun engagierter Bürger und Angehörige, schwulen NS-Opfern wieder ein Gesicht, eine Geschichte zu geben.

Immer noch ist nicht viel bekannt über das Schicksal der meisten Männer, die von den Nazis als Homosexuelle verfolgt wurden. Nur in wenigen Ausnahmen gibt es detailliertere Zeitzeugen-Berichte, verfassten schwule Männer, die von den Nazis verfolgt und verhaftet wurden, später Bücher, Artikel oder andere Berichte.

Das Schicksal der meisten von den Nazis verfolgten, verhafteten und oftmals ermordeten Homosexuellen bleibt bisher im Dunkel. Homosexuelle – vergessene Opfer des Nationalsozialismus, die auch nach 1945 weiterhin zu Opfern gemacht wurden.
Nicht nur gab es vom Staat keine Unterstützung, gar Anerkennung, dem Staat, der ihnen lange Anerkennung als NS-Opfer, Rehabilitierung und Entschädigung verweigerte. Vielmehr schwiegen viele Betroffene auch nach 1945 aus Scham – oder auch aus Angst vor den Reaktionen ihre Umfelds, ihrer Verwandten, ihrer Nachbarn.

Erst langsam kommt Licht in das Dunkel der Geschichte vieler in der NS-Zeit verfolgter Homosexueller.
Oft ist dabei Anlass oder ‚Unterstützer‘ das im Mai 2008 eingeweihte Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen, durch das auch Rudolf Brazda als vermutlich einer der letzten noch lebenden in der NS-Zeit verfolgten Homosexuellen sich zu Wort meldete.

Oder auch mutige und aufgeschlossene Nachfahren. Wie jetzt in der Stadt Eßlingen am Neckar.

Friedrich Enchelmayer landete wegen „widernatürlicher Unzucht mit Männern“ im KZ – Großnichte sucht Detail“ titelt die „Eßlinger Zeitung“. Und berichtet von eben diesem Friedrich Enchelmayer, einem der zahlreichen bisher namen- und geschichtlosen homosexuellen Opfer der NS-Homosexuellenverfolgung.

Der 1908 geborene Enchelmayer erlebte, erlitt früh die verschiedene Stufen der NS-Homosexuellen-Verfolgung. „Von 29. Mai 1934 bis 19. April 1935 verbüßte er eine Strafe wegen ‚widernatürlicher Unzucht mit Männern‘, wie das Urteil im damaligen Chargon hieß. Danach begab er sich wegen seiner Homosexualität in ärztliche Behandlung und führte auch zwei Jahre eine Beziehung mit einer Frau, mit der er sich verlobte.“

Seine Großnichte Suse berichtet über sein weiteres Schicksal: „Am 8. Dezember 1937 wurde mein Großonkel erneut wegen eines Vergehens gegen Paragraf 175 zu zwei Jahren und einem Monat Zuchthaus verurteilt. Er kam am 1. Juni 1940 ins KZ Dachau und wurde am 3. September 1940 als befristeter Vorbeugehäftling nach Sachsenhausen überstellt.“
Kurze Zeit später wurde er nach Neuengamme überstellt, wo er am 9. November 1940 im Alter von 32 Jahren starb – an ‚Herzversagen‘, wie die KZ-Akten lakonisch und vermutlich verfälschend vermerken.

Seine Großnichte versucht nun, noch mehr Licht in das bisherige Dunkel um das Schicksal ihres Großonkels zu bringen – und in das weiterer homosexueller NS-Opfer aus der Region Stuttgart. Sie engagiert sich im ‚Arbeitskreis Rosa Winkel‚, der „es sich zur Aufgabe gemacht [hat], diese Verbrechen des Faschismus in geeigneten Formen sichtbar zu machen“.

„Friedrich Enchelmayer landete wegen ‚widernatürlicher Unzucht mit Männern‘ im KZ – Großnichte sucht Detail“
Eßlinger Zeitung online vom 08.01.2009

Gewalt ist kein ethnisches Problem, sondern ein soziales

Welche Ursachen hat Jugendgewalt? Ist sie ein ethnisches oder ein soziales Problem? Und wie damit, wie mit homophober Gewalt umgehen? Gedanken des Sozialforschers Bernd Holthusen sowie der Künstler Elmgreen/Dragset, Schöpfer des ‚Homo-Mahnmals‘.

Der Sozialforscher Bernd Holthusen (Deutsches Jugendinstitut München) äußerte sich Ende Dezember 2008 zur Frage der Jugendgewalt.

Auf die Frage „Sind vor allem junge Ausländer gewalttätig, wie viele behaupten?“ antwortet Holthusen der SZ:

„So pauschal ist diese Aussage nicht richtig. Es gibt ja nicht ‚die jungen Ausländer‘, sondern vielmehr unterschiedliche Gruppen von Jugendlichen mit sehr unterschiedlichen Migrationshintergründen. Hier gilt es, sehr genau zu differenzieren. Sowohl in den Hellfeldstatistiken, als auch in verschiedenen empirischen Dunkelfeldstudien zeigen sich stärkere Gewaltbelastungen in bestimmten Gruppen. Zunächst muss konstatiert werden, dass Jungen häufiger mit Gewalt auffallen als Mädchen. Auch zeigen sich Jugendliche mit türkischem Migrationshintergrund in einer Studie des kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen wesentlich stärker belastet als Jugendliche ohne Migrationshintergrund. Diese Jugendlichen haben auch häufiger selbst Gewalt in der Familie erfahren oder beobachten müssen, und sie stimmen gewaltlegitimierenden Männlichkeitsnormen eher zu. Gleichzeitig zeigen die Studien aber auch, dass diese Jugendlichen häufiger an Hauptschulen sind und aus sozial belasteten Familien stammen. Werden diese Faktoren berücksichtigt, also Jugendliche mit und ohne Migrationshintergrund aus ähnlichen sozialen Verhältnissen, relativieren sich die Unterschiede. Verkürzt könnte man sagen: Gewalt ist kein ethnisches Problem, sondern eines der sozialen Lage.“

Bernd Holthusen, Sozialforscher, im Interview in der SZ (Teil ‚München/Bayern‘) am 29.12.2008 im Artikel „Vor einem Jahr wurde ein Pensionär in der U-Bahn halbtot geprügelt – ‚Jugendgewalt ist kein ethnisches Problem‘ – Sozialforscher Bernd Holthusen über Schläger wie Serkan A. und die schwierige Rolle der Hauptschulen“.

Michael Elmgreen und Ingar Dragset, Schöpfer des bereits mehrfach beschädigten Denkmals für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen,  äußern sich in ‚Cicero online‘ zur Frage homophober Gewalt.

„Für die Angriffe der letzten Zeit wurden häufig Jugendliche mit Migrantenhintergrund verantwortlich gemacht…
Dragset: Ich finde es sehr gefährlich, das so auf eine Gruppe zu beschränken. Man kann auf keinen Fall sagen, dass Homophobie nur mit Herkunft oder Religion zu tun hat.
Elmgreen: Ich glaube, Berlin hat in den letzten Jahren einige soziale Umwälzungen erlebt. … Ich glaube, dass das ein soziales Problem ist, das vor allem mit Arbeitslosigkeit und niedriger Bildung zu tun hat, vielleicht auch mit religiösen Überzeugungen, aber sicherlich nicht in erster Linie.“

Und weiter:

„Was war Ihr erster Gedanke, als Sie erfahren haben, dass das Mahnmal beschädigt worden ist?
Dragset: Wir waren nicht überrascht.
Elmgreen: Das Video in dem Mahnmal zeigt zwei Männer, die sich leidenschaftlich küssen. Das Mahnmal wird – zum Glück! – nicht bewacht. Es hat eine Menge mediale Aufmerksamkeit erfahren, als es eröffnet wurde. Und es ist ein akzeptierter Teil der Stadt geworden. Natürlich wird sich irgendjemand davon provoziert fühlen, der dann glaubt, er müsste irgendwie zeigen, dass er anders denkt. Aber natürlich war dieser Angriff auf das Mahnmal ziemlich dämlich: denn danach wurde es noch mehr beachtet, es wurde noch mehr darüber geschrieben und noch mehr Leute wurden so darauf aufmerksam gemacht. Der Effekt war also kontraproduktiv. Und ich finde es sowieso besser, wenn diese Leute das Mahnmal kaputtmachen, als wenn sie schwule Männer angreifen.
Dragset: An dem Montag nach dem Angriff gab es eine große Demo, und es waren sogar mehr Politiker da als bei der Eröffnung. Und bisher ist ja auch nichts weiter passiert. Wir nehmen das mit Gelassenheit, wir kennen das auch von anderen Aktionen: Dinge passieren, es wird immer Leute geben, die etwas gegen Kunst im öffentlichen Raum haben, diese Werke sind einfach exponierter und damit auch verletzlicher.“

Auch wenn Holthusen sich in dem SZ-Interview allgemein zu Jugendgewalt, nicht explizit zu homophoben Gewaltattacken äußert – der Hinweis, dass nicht ethnische Fragen sondern die soziale Lage im Vordergrund stehen, könnte (statt manches Mal nur mühsam verborgener Ausländerfeindlichkeit) auch in der Debatte um Gewalt gegen Schwule und Lesben stärker berücksichtigt werden – auch von homosexuellen Mit-Diskutanten.

Elmgreen/Dragsets Appell zu einer gewissen Gelassenheit überzeugt – Angriffe gegen das ‚Homo-Mahnmal‘ rein als ethnisches Problem zu betrachten könnte sich nur zu schnell als Sackgasse erweisen. Zudem – Gewalt-Akte gegen das Denkmal machen auch sichtbar, dass homophobe Gewalt immer noch Realität, Handeln erforderlich ist.

Anträge im Bundestag: nach 1945 nach §175 Verurteilte rehabilitieren

Zwei Gesetzesanträge an den Deutschen Bundestag befassen sich mit der Rehabilitierung der nach 1945 in Deutschland aufgrund des §175 verurteilten Männern.

Abgeordnete der Fraktion Die Grünen haben am 17.12.2008 im Bundestag einen Antrag „Rehabilitierung und Entschädigung der nach 1945 in Deutschland wegen homosexueller Handlungen Verurteilten“ eingebracht (Bundestags-Drucksache 16/11440).

Die Parlamentskorrespondenz auf Bundestag.de meldet dazu „Die Fraktion weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte die Bestrafung einvernehmlicher homosexueller Handlungen unter Erwachsenen als Verstoß gegen die Europäische Menschenrechtskonvention eingestuft habe. Entsprechende Urteile seien aufzuheben und die ihnen zugrunde liegenden Verfahren einzustellen.“

Am 13.11.2008 hatten bereits zahlreiche Abgeordnete der Fraktion Die Linke im Bundestag einen Antrag „Rehabilitierung für die Verfolgung und Unterdrückung einvernehmlicher gleichgeschlechtlicher Handlungenin der Bundesrepublik Deutschland und in der Deutschen Demokratischen Republik und Entschädigung der Verurteilten“ eingebracht (Bundestags-Drucksache BT 16/10944, pdf).

Barbara Höll, Sprecherin für gleichgeschlechtliche Lebensweisen der Fraktion Die Linke und eine der InitiatorInnen, damals: „Wir müssen uns endlich zum Unrecht der Homosexuellenverfolgung in beiden deutschen Staaten bekennen. Es ist eine Schande, dass die in der Nachkriegszeit verfolgten Homosexuellen noch immer nicht rehabilitiert und entschädigt sind.“

Erst nach langen Debatten und zähem parlamentarischen Ringen hatte sich der Deutsche Bundestag entschlossen, den während der NS-Diktatur 1933 bis 1945 nach §175 verfolgten Männern ein Denkmal zu widmen. Das ‚Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen‚ war im Mai 2008 eingeweiht worden.

Bereits bei der Einweihung (und im Vorfeld) war gefordert worden, nun endlich auch diejenigen Männer zu rehabilitieren und zu entschädigen, die nach 1945 nach dem NS-Paragraphen verfolgt und verurteilt worden waren.

Homosexuelle waren lange vergessene, verdrängte NS-Opfer. Kann der gleiche Paragraph 175 einmal Unrecht, einmal Recht sein? Diese Frage steht schon lange im Raum.
Es ist an der Zeit, dass der Deutsche Bundestag sich dieser Frage endlich widmet – bevor es wieder für die Betroffenen „zu spät“ ist, auch aus dieser Opfergruppe kaum ein Betroffener noch die Rehabilitierung und Entschädigung erlebt.

Homo-Denkmal am 16.12.2008 erneut beschädigt (akt.)

Das Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen ist erneut beschädigt worden.

Am Dienstag Morgen (16.12.2008) bemerkten Polizisten, dass das Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen erneut beschädigt wurde. Die Glasscheibe, durch die die Kuß-Szene betrachtet werden kann, wurde vermutlich mit einem Stein beschädigt und weist nun Risse auf.

Das Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen kurz vor seiner offiziellen Eröffnung im Mai 2008
Das Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen kurz vor seiner offiziellen Eröffnung im Mai 2008

Da die Polizei einen politischen Hintergrund nicht ausschließt, wurde der Staatsschutz in die Ermittlungen eingeschaltet.

Nur wenige Wochen nach seiner Einweihung war das Homo-Denkmal am 16. August 2008 erstmals beschädigt worden, schon bald hieß es jedoch ‚es wird wieder geküsst‚.

Nach der erneuten Beschädigung erklärte Volker Beck, erster parlamentarischer Geschäftsführer der Grünen: „Der erneute Anschlag zeigt, wie präsent Homophobie in Deutschland noch ist. Es darf in Deutschland keine Toleranz für Gewalt und Hass gegen Minderheiten geben. Dass zwei küssende Männer – wie im Mahnmal gezeigt – Wut und Gewalt hervorrufen, macht fassungslos und mahnt uns alle zu mehr Aktionen und Aufklärung gegen Homophobie.“

Der LSVD Berlin-Brandenburg ruft für den kommenden Freitag (19. Dezember 2008) um 12.30 Uhr zu einer Mahnwache am Denkmal auf, um gegen die verbreitete Homophobie zu protestieren.

Das Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen war erst im Mai 2008 eingeweiht worden.

Die erneute Beschädigung des Denkmals zeigt, dass es schon kurz nach seiner Einweihung neben dem primären Zweck (dem Gedenken an die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen) eine weitere, vielleicht ungeplante Funktion übernommen hat: sicht- und erlebbar zu machen, dass es auch heute noch, und häufiger als oftmals eingestanden, Homophobie in unserer Gesellschaft gibt, und dass diese Homophobie gewaltbereit ist.
Gegen die Beschädigungen jetzt mit permanentem Wachschutz oder gar Video-Überwachung zu reagieren, wie es von einigen gefordert wird, hielte ich für verfehlt, mindestens für verfrüht (Videoüberwachung? früher beschwerten wir uns über Repression und Überwachung, ich erinnere nur an die ‚Spiegel-Affäre‘, die Hamburger Klappen-Überwachung… sollten Schwule und Lesben da tatsächlich unüberlegt, aus einem momentanen Reflex heraus für mehr Überwachung, für Abbau von Privatsphäre eintreten?). Mir scheint es besser, diese Beschädigungen immer wieder als das zu thematisieren, was sie sind: eine Aggression gegen das freie Leben schwuler und lesbischer Menschen in Deutschland. Mahnwachen, die Behandlung dieser Beschädigungen in den Medien, die Thematisierung in der Politik – diese und ähnliche Maßnahmen bewirken m.E. mehr, als wenn diese homophoben Vorfälle zwar aufgrund von Sicherheits-Maßnahmen nicht hier geschehen würden, wohl aber an anderen, weniger sichtbaren, von der Öffentlichkeit weniger bemerkten Stellen.
Gelassenheit, Ausdauer – und gleichzeitig Standhaftigkeit und aktives Eintreten für das Denkmal scheinen mit die gebotenen Strategien gegen homophobe Gewaltakte.

Nachtrag
Über die erneute Beschädigung berichten u.a. auch samstag ist ein guter tag, queer, Tagesspiegel, shaveskin, rbb online, Poz and Proud, pinknews,

17.12.2008: „Das ist traurig, schrecklich traurig. Einige sind wohl unbelehrbar. Sie werden es offenbar nie akzeptieren, dass es Menschen gibt, die von Natur aus anders sind als sie. Erst das Attentat auf den Polizisten in Passau, nun erneut ein Anschlag auf das Homosexuellen-Denkmal. Und das nach der Nazi-Hölle, durch die wir alle gegangen sind. Sauhunde sind das! Aber das Nazi-Pack ist offenbar nicht totzukriegen. Das sind Verbrecher, das bleiben Verbrecher“, zitiert blu.fm Rudolf Brazda, einen der letzten homosexuellen KZ-Überlebenden.
Der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit nimmt an der Protestkundgebung am Freitag 19.12.2008 teil
19.12.2008: Bundespräsident Köhler verurteilt Anschlag auf Homo-Denkmal