über Schuld und Hetze

Das Vierbuchstabenblatt kloppt das alte Märchen … und ich kann gar nicht so viel fressen wie ich … möchte …

Heute Am 1. Dezember 2008 steht auf Bild.de zum Thema ‚Die wichtigsten Fragen und Antworten zu HIV und Aids‘ u.a. die Frage

„Gibt es Risikogruppen?“

stundenlang die ‚prägnante‘ Antwort

„Homosexuelle Männer und Drogenabhängige sind besonders gefährdet, aber leider auch Unschuldige: Unter den 63.500 Infizierten sind auch etwa 400 Kinder, die HIV über ihre Mutter bekommen haben.“

Das ist mindestens in zweifacher Hinsicht eine Unverschämtheit – wegen des Wortes „Unschuldige„, des Märchens (Mythos) von schuldigen und unschuldigen HIV-Infizierten (immerhin, früher haben manche auch noch ‚Opfer‘ geschrieben), und wegen dieses kleinen vergifteten „leider„, bei dem man sich dann denken kann, welche emotionale Beschreibung statt des ‚leider‘ auf die Gruppen vor dem Komma gedacht ist …

Müsste ich nicht gerade k…, würd ich jetzt an den Presserat schreiben …

Dokumentiert hat’s BildBlog – nebst der späteren „Bild ist ja doch so politisch korrekt“ – Änderung

4 Gedanken zu „über Schuld und Hetze“

  1. Gestern lief im WDR-Fersehen ein kurzer Beitrag zum WAT. Da war dann zu hören, dass AIDS nicht heilbar sei und deshalb jeder HIVinfizierte an der Infektion stürbe.

  2. Mir tun die HIV Erkranken Menschen einfach nur leid. Es ist so schlimm das es so viele Menschen auf der Welt gibt die diese schreckliche Krankheit haben. Ich finde es müsste einfach noch viel mehr für die kranken Menschen getan werden, als bisher. Aber das es im Irak auch schon so viele positiv Kranke gibt, hat mich eben schon ein bisschen umgehauen. Hoffe jedem Kranken ein gute Besserung.

Kommentare sind geschlossen.