Aids-Hilfe beider Basel: Kriminalisierung ist kontraproduktiv

Kriminalisierung sei aus Sicht der Prävention kontraptroduktiv, betont Franziska Reinhard, die neu gewählte Präsidentin der Aids-Hilfe beider Basel:

„Eine einseitige Schuldzuweisung ist in der Regel sowieso falsch. Normalerweise braucht es für ungeschützten Geschlechtsverkehr immer zwei. … Aus Sicht der Prävention hilft eine Kriminalisierung nicht weiter und ist eher kontraproduktiv.“

Franziska Reinhard ist neu gewählte Präsidentin der Aids-Hilfe beider Basel. Sie arbeitet rein ehrenamtlich ohne Bezüge.

Die neu gewählte Präsidentin der Aids-Hilfe Schweiz, Doris Fialla, hatte erst am Jahresanfnag mit ihren Bezügen für Diskussionen gesorgt (die anschließend von 50.000 auf 30.000 sFr gekürzt wurden). Zudem waren Darstellungen der Aids-Hilfe Schweiz von ‚Positive [als] armen, ausgegrenzten leidenden Menschen mit HIV/AIDS, die sich verstecken müssen, ihre Stellen verlieren und eine ungleich hohe Selbstmordrate haben‘ auf Proteste gestossen.

Tageswoche.ch 08.06.2012: Aids Hilfe – «Kriminalisierung hilft nicht weiter»

Ein Gedanke zu „Aids-Hilfe beider Basel: Kriminalisierung ist kontraproduktiv“

  1. Schade, dass dies wieder einmal eh nur bei den selben Stellen Gehör finden wird, aber nicht bei der Justiz oder gar beim Dreck auf der Straße, die in solchen Fällen sofort „Schwanz ab“ schreien. Ich war aus Angst vor der generellen Strafverfolgung 3 Jahre lang nicht beim Test. Obwohl ich mit ständig Schmerzen hatte. Wochenlang schwere Bronchitis. Ich fühlte mich sooo beschissen. Und drei Jahre lang nicht zum Test gegangen, damit man im Falle des Falles sagen kann, nichts gewusst zu haben. Und dann nach drei Jahren als ich kapituliert habe und zum Test gegangen bin, war ich negativ und meine Karriere und damit irgendwie auch mein Leben schon zerstört. Und was würde ich mich freuen, wenn die Kriminalisierung endlich abgeschafft wird. Nicht für mich, mein Leben ist vorbei, nein, für andere.

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