China: HIV-Positiver darf nicht Lehrer werden (akt.)

Ein 23jähriger Mann in China, in Folge des Blut-Skandals in der Provinz Henan HIV-positiv, darf nicht als Lehrer arbeiten. Seine Klage wegen Diskriminierung scheiterte.

HIV wurde bei dem jungen Mann im Juli 2004 diagnostiziert, als er gemeinsam mit seiner Mutter an einer freiwilligen HIV-Testkampagne in der Provinz Henan teilnahm. 1996 hatte er als Kind eine Bluttransfusion erhalten, dies vermuten er und seine Mutter als Ursache seiner HIV-Infektion.

Tian Xi, so wird sein Name von der Internetseite ‚Global Times‘ angegeben, setzte sich gemeinsam mit anderen vom Blut-Skandal in der Provinz Henan Betroffenen für Unterstützung und Entschädigungen ein.

2005 begann er selbst ein Studium in Peking. Nach vier Jahren, er hatte seinen Abschluss als Pädagoge gemacht, suchte er eine Anstellung, wie seine Kommilitonen auch. Doch niemand wollte ihn beschäftigen.

Schließlich wandte er sich an chinesische Offizielle, reichte Petitionen ein. Er traf sich mit zahlreichen Beamten, besonders des Gesundheitsministeriums in Peking. Schließlich bat ihn der Parteisekretär der Provinz, aus der Tian Xi stammt, und in der er arbeiten wollte, ihn zurück zu kommen, um eine Lösung zu verhandeln.

Im August 2010 wurde Tian Xi dann festgenommen – vorbereitet und geplant, wie Menschenrechtsorganisationen enthüllten. Es bestehe Foltergefahr, warnten sie. Tian Xi werde in Haft zudem nicht ausreichend medizinisch betreut, so sein Anwalt.

Inzwischen meldet EPD, das zuständige Gericht habe Tian Xis Klage wegen Diskriminierung abgewiesen. Das Schulamt sei frei in seiner Entscheidung, wen es beschäftige, zudem sei die Beschäftigung von HIV-Positiven als Lehrer nicht gestattet.

Aktualisierung
16.11.2010:  Wie CNN berichtet, überlegt Tian Xi, gegen das Urteil in Berufung zu gehen. Sein Anwalt wies darauf hin, dass ein Arbeitsgesetz aus dem Jahr 2008 Diskriminierungen aufgrund von Infektionskrankheiten untersage.

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weitere Informationen:
Global Times 29.10.2010: AIDS patient and petitioner is convicted
EPD: China weist Diskriminierungsklage von Aids-Infiziertem ab
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lch wollte nie wieder Sex haben.

lch wollte nie wieder Sex haben.

Marcel ist 21 Jahre alt, lebt in Essen und arbeitet als Angestellter bei der Stadt

Homo? Hetero? Bi? Ich war verwirrt
Seit etwa eineinhalb Jahren lebe ich in meiner eigenen Wohnung, ganz in der Nähe von meinem Elternhaus. Zu meinen Eltern hatte ich immer ein sehr gutes Verhältnis. Elf Jahre lang war ich ein Einzelkind, dann wurde meine kleine Schwester geboren, sie war eine richtige Nachzüglerin.

So mit 13 oder 14 ist mir aufgefallen, dass ich Jungs mag. Anfangs haben mich allerdings manche Mädchen auch noch interessiert. Deshalb wusste ich erst mal nicht, was ich eigentlich bin: Homosexuell? Heterosexuell? Bisexuell? Ich habe dann einige Erfahrungen gemacht, auch mit Mädchen, und es hat sich herausgestellt, dass ich schwul bin. Mit Mädchen, das hat irgendwie überhaupt nicht gepasst.

Diese Klarheit war für mich wichtig, und dann konnte ich es auch anderen erzählen. Zu Hause war es zunächst mein Vater, mit dem ich ein sehr gutes Verhältnis habe. Seine Reaktion: „Du bist mein Sohn, und es bleibt alles so, wie es ist.“ Meine Mutter hat es auch ganz gut aufgefasst. Allerdings war sie zunächst ein bisschen enttäuscht, da ich es dann wohl nicht sein werde, der ihr Enkelkinder schenken wird. Meine Eltern haben mich aber immer unterstützt und das ist für mich sehr wichtig!

In der Schule habe ich mich dann auch geoutet – und zwar gleich vor der ganzen Klasse. Mein Lehrer hat mir dabei den Rücken gestärkt. Ich hatte mich darauf vorbereitet, dass vielleicht nicht alle begeistert und verständnisvoll reagieren werden. Aber es gab keine Probleme – im Gegenteil! Ein Mitschüler war so ein typischer Machotyp, der immer den Mädchen hinterhergelaufen ist und sehr gut aussah. Ich hatte gedacht, dass er ein Problem mit Schwulen haben würde. Aber er sagte: „Warum sollen wir das nicht akzeptieren? Du musst ja auch akzeptieren, dass ich auf Mädchen stehe.“ Diese Reaktion hat mir gezeigt, dass man Leute nicht voreilig als intolerant und oberflächlich einschätzen sollte.

Klar wusste ich, dass es HIV gibt – aber das war alles sehr oberflächlich
So mit 18 Jahren bin ich das erste Mal in die Szene gegangen. Klar wusste ich da schon, dass es so etwas wie HIV gibt, aber es war für mich nicht sichtbar. Es gab da niemanden, der gesagt hätte: „Hallo, hier bin ich und ich habe HIV.“ Ab und an wurden irgendwo Kondome, aber das war alles sehr oberflächlich. Vielleicht ist diese Erfahrung einer der Gründe dafür, dass ich heute einen ganz anderen Blick auf diese Sache habe.

Aber eins nach dem anderen: Den ersten Sex hatte ich mit meinem ersten Freund, als ich 18 Jahre alt war. Ich war mit ihm etwa anderthalb Jahre zusammen. Anfangs haben wir Kondome verwendet. Als es ernster wurde mit uns, haben wir jeder einen HIV-Test gemacht, uns das Ergebnis gegenseitig gezeigt und dann auf Kondome verzichtet. Ich hatte dafür genügend Vertrauen zu ihm. Bis zum Ende dieser Beziehung habe ich über Safer Sex nicht mehr nachgedacht. Vielleicht habe ich es mir da ein bisschen zu leicht gemacht. Aber ich glaube bis heute, dass er nicht fremdgegangen ist – genau wie ich.

Nach der Trennung wollte ich mich dann mal ein bisschen austoben. Auch da habe ich nur Safer Sex gemacht. Nicht aus Angst davor mich anzustecken, sondern einfach weil ich verstandesmäßig wusste, dass man sich mit Kondomen vor HIV und einigen anderen sexuell übertragbaren Krankheiten schützen kann.

Dann ist es doch passiert …
Wie kommt es dann, dass ich trotzdem HIV-positiv bin? Ich hatte jemanden kennen gelernt, und die Sache entwickelte sich in Richtung Beziehung. Alles lief super und nach ein paar Wochen hatte ich das Gefühl, dass er das auch so sah. Deswegen habe ich mich darauf eingelassen, ohne Kondom mit ihm zu schlafen. Ich hatte Vertrauen zu ihm und in meiner vorherigen Beziehung war ja auch alles gut gegangen. Ich habe gedacht: Wenn er mich mag, dann will er mir nicht wehtun. Wenn er HIV-positiv wäre, würde er keinen ungeschützten Sex mit mir haben. Dass es Leute gibt, die gar  nicht wissen, dass sie HIV-positiv sind, daran habe ich nicht gedacht.

Ich glaube, dass sehr viele Ansteckungen auf so eine Weise entstehen: Man vertraut jemandem, aber es gibt eigentlich noch gar keine richtige Beziehung und man weiß noch nicht genug vom anderen. Oder der Partner geht eben doch fremd. Es gibt Leute, die oberflächlich lieb und nett wirken, aber in Wirklichkeit ist denen egal, was mit dir passiert. Deswegen möchte ich gerade jungen Leuten erzählen, wie wichtig es ist, sich in solchen Situationen zu schützen.

Ich selbst habe sogar damals noch gedacht, dass es besser wäre, wenn wir ein Kondom benutzen würden. Nach dem Sex kamen dann auch Zweifel und Ängste auf. Die hab ich dann aber erst mal verdrängt: Warum sollte ausgerechnet ich bei diesem einen Mal zur falschen Zeit am falschen Ort mit der falschen Person Sex gehabt haben?

Nach zwei Wochen kamen die ersten Symptome: eine Grippe und eine Entzündung der Mundschleimhaut. Obwohl ich meinem Arzt davon erzählt hatte, was passiert war, gab er mir einfach nur Antibiotika. Die haben auch erst mal geholfen – aber die Angst blieb. Na ja, ich hab dann einen Test gemacht. Und der war positiv.

Am Anfang habe ich noch gedacht: Ich bin selber schuld – total blöd, naiv und dumm
Als ich auf dem Gesundheitsamt mein Ergebnis bekommen hatte, bin ich direkt nach Hause gefahren und habe mich schlafen gelegt. Ich war traurig, klar – aber das richtige Gefühlschaos kam erst ein paar Tage später. Ich habe mich erst mal zurückgezogen, mit niemandem gesprochen. Irgendwann hat meine Mutter mich gefragt, was denn los sei, warum ich mich so abschotte. Und da habe ich es ihr gesagt. Das war ein sehr emotionaler Moment.

Meine Eltern sind dann mit mir zur Aidshilfe gegangen. Es hat ihnen geholfen,
Informationen zu bekommen. So ging es mir selbst ja auch: Ich habe mit professionellen Leuten geredet und dabei mehr und mehr über HIV erfahren. Für mich war es genauso wie für meine Eltern: Mit jedem Schritt wurde es ein bisschen leichter.

"Ich wollte nie wieder Sex haben." - Marcel
"Ich wollte nie wieder Sex haben." - Marcel

Am Anfang habe ich noch gedacht: Ich bin selber schuld – total blöd, naiv und dumm. Heute denke ich, dass nichts davon zutrifft. Ich habe halt einen Fehler gemacht – und das ist einfach nur menschlich. Viele anderen machen den gleichen Fehler und haben vielleicht einfach Glück. Andere machen andere Fehler, nur dass die nicht so schwere Folgen haben. Wenn mir heute jemand erzählen will, ich sei Opfer meiner Dummheit oder Naivität, dann denke ich: „Leck mich, pass lieber auf dich selber auf!“

Meine Offenheit hilft auch mir selbst, mit der Infektion umzugehen
Ich versuche jetzt, mit der HIV-Infektion zu leben, so gut es geht. Dazu gehört für mich auch, darüber zu sprechen, privat genauso wie auf Facebook, in meinem Blog und in meinem Youtube-Kanal. Ich will mich nicht verstecken, weder in der Familie und bei Freunden noch bei der Arbeit. Ich möchte erreichen, dass sich die Menschen mit HIV auseinandersetzen und Vorurteile abbauen. Im Netz habe ich bisher keinen anderen HIV-Positiven in meinem Alter gefunden, der aus seinem Leben erzählt. Also tue ich das.

Meine Offenheit hilft auch mir selbst, es ist ein bisschen wie eine Therapie. Wenn ich über meine Erlebnisse erzähle oder schreibe, kann ich sie gleichzeitig mit ein bisschen Abstand betrachten und sortieren.

Im privaten Bereich habe ich mit dieser Strategie bisher überhaupt keine schlechten Erfahrungen gemacht. Auch bei der Arbeit gab es keine Probleme. Im Gegenteil, ich bekomme viel Unterstützung. Im Internet ist das anders, da gibt’s schon Menschen, die mich angreifen. Das geht bis hin zu Morddrohungen. Oft höre ich zum Beispiel: „Wenn du nicht schwul wärst, dann wäre dir das auch nicht passiert.“ Dahinter steckt Schwulenhass. Ich denke, die Leute, die sowas sagen, haben Frust und trampeln dann eben auf anderen rum.

Manchmal habe ich fünf E-Mails am Tag, in denen ich beleidigt werde, zum Beispiel als „Virenschleuder“. Wenn ich bedroht werde, zeige ich das bei der Polizei an. Ansonsten antworte ich auf solche Sachen nur, wenn falsche Behauptungen drinstehen, zum Beispiel dass HIV eine Schwulenkrankheit ist. Das lasse ich dann so nicht stehen.

Die Leute sind insgesamt viel zu wenig aufgeklärt über HIV. Viele sprechen von Aids, wenn sie HIV meinen. Das hat man in der Berichterstattung über Nadja Benaissa gut sehen können. Da hieß es dann: „der Aids-infizierte Todesengel“ Aber das stimmt ja nicht: Sie hat das Virus, nicht Aids. Und die Infektion ist heute eine chronische Krankheit, die nicht mehr zu Aids führen muss – bei allen Problemen und Nebenwirkungen der Medikamente, die damit verbunden sind. Ich wünsche mir sehr, dass solche Informationen in die Köpfe kommen!

Wie wenig sogar Ärzte manchmal aufgeklärt sind, zeigt mir das Verhalten meines Zahnarztes. Ich habe ihn darüber informiert, dass ich positiv bin, damit er die entsprechenden Sicherheitsmaßnahmen ergreifen kann – für ihn und für mich. Aber er wollte mich dann nicht mehr behandeln, weil er seine Patienten und seinen Ruf gefährdet sah! Diese Erfahrung machen viele HIV-Positive. Ich habe das akzeptiert, auch wenn ich natürlich weiß, dass keinerlei Gefahr besteht, wenn der Zahnarzt sich an alle Hygieneregeln hält.

Diskriminierung und Zurückweisung sind ohnehin ein großes Thema. Nicht jeder kann an seinem Arbeitsplatz oder bei Freunden so einfach über seine Infektion sprechen wie ich. Manchmal werde ich auf Partys von Leuten angesprochen, die auch positiv sind, es aber auf jeden Fall geheim halten wollen. Oft merke ich dann, wie unglücklich sie damit sind – obwohl es ihnen gesundheitlich nicht schlecht geht. Der Grund ist nur das, was sie in ihrem sozialen Umfeld erleben. Deswegen vertrete ich den Standpunkt, dass die Diskriminierung viel schlimmer ist als die gesundheitlichen Auswirkungen von HIV.

Natürlich frage ich mich auch, warum ich so offen sein kann und kaum schlechte Erfahrungen mache. Ich denke, das liegt einfach daran, dass ich mit mir Reinen bin. Man muss sich selber akzeptieren, dann ist es einfacher, mit dem Druck von außen umzugehen. Meine Erziehung hat viel dazu beigetragen, dass ich so selbstbewusst bin. Meine Eltern haben mir beigebracht, nicht auf die anderen zu achten, sondern auf mich. Es geht nicht um das, was man nach außen darstellt, sondern um das, was man ist, um die Persönlichkeit.

Nur weil ich damit so offen mit meiner Infektion umgehe, erwarte ich das aber nicht von jedem. Es ist nicht notwendig, anderen davon zu erzählen, um zu wissen, was man wert ist und sich zu akzeptieren.

Ich wollte nie wieder Sex haben
Ich stehe noch ganz am Anfang mit meiner Infektion: Das Testergebnis habe ich im Sommer 2009 bekommen, infi ziert habe ich mich relativ kurz davor. Bis auf ein paar kleine Ausnahmen geht es mir gesundheitlich sehr gut. Eine Therapie mache ich noch nicht, denn meine Blutwerte sind recht gut.

Was sich als erstes verändert hat, war mein Sexleben: Ich hatte wochenlang keinen Sex. Ich habe mich nicht einmal selbst befriedigt. Irgendwie hatte ich Angst vor dem, was da passiert, wenn ich einen Orgasmus habe. Ich habe mein Sperma und auch mein Blut gehasst und ich wollte eigentlich nie wieder Sex haben. Schließlich konnte da wer weiß was passieren, dachte ich.

Das hat eine ganze Zeit angehalten. Beim ersten Onanieren nach dem Testergebnis hatte ich nicht nur Lustgefühle, sondern ich habe mich auch geekelt. Aber dann ist eine Last von mir abgefallen: „So schlimm ist es nicht.“ Heute empfinde ich beim Sex wieder Lust. Aber ich achte sehr auf mich – denn ich möchte das Risiko einer Co-Infektion mit irgendeiner anderen Krankheit so gering wie möglich halten.

Bevor ich mit jemandem Sex habe, sage ich ihm immer, dass ich HIV-positiv bin. Ich sage es, sobald ich das Gefühl habe, da könnte was laufen. Das war am Anfang nicht einfach – aber inzwischen habe ich keine Angst mehr davor, einen Korb zu bekommen. Ich kann sogar verstehen, wenn jemand einen Rückzieher macht, denn ich weiß selber nicht, wie ich früher damit umgegangen wäre.

Die Szene ist ein für mich ein zweischneidiges Schwert
Ich gehe gern und oft in die Szene. Das bedeutet für mich Freiheit, weil’s eben eine Welt ist, wo man so sein kann, wie man ist – egal, ob man jetzt schwul ist, bisexuell, oder hetero. Das alles spielt da kaum eine Rolle – da gibt’s einfach nur Party! Alles mischt sich. Zugleich bedeutet Szene für mich aber, mich mit anderen Leuten austauschen zu können, die auch homosexuell sind.

Leider gibt es in der Szene auch viel Oberflächlichkeit und Intoleranz. Manche Leute glauben offenbar, dass man da nur hingehen darf, wenn man gut aussieht, wenn man cool ist oder tolle Klamotten anhat. Das sehe ich ganz anders! Schwule fordern Toleranz, verbreiten aber untereinander sehr viel Intoleranz. Deswegen ist Szene für mich ein zweischneidiges Schwert: Es macht Spaß, da hinzugehen für ein paar Stunden. Aber ich muss jetzt nicht montags bis sonntags jeden Abend in eine schwule Kneipe gehen – das wäre zu viel des Guten. Die Mischung macht’s.

Kurz notiert … Oktober 2010

28. Oktober 2010: Hepatitis C : Die DAH weist hin auf Verhaltensänderungen bei Hepatitis-C-Behandlung: neue Medikamenteninformationen

24. Oktober 2010: Trotz seiner langwährenden Freundschaft mit Ernie sei er nicht schwul, lässt Sesamstraßen-Figur Bert erklären.

22. Oktober 2010: Die derzeit angewendeten US-Behandlungsrichtlinien für die Behandlung von Syphilis bei HIV-Positiven haben eine sehr geringe Evidenz-Basis, betont eine Veröffentlichung in einer Fachzeitschrift.

Mit Ritonavir (Handelsname Norvir®) geboostetes Saquinavir (Invirase®) kann zu Herzrhythmusstörungen führen, berichten Medien. Die US-Packungsbeilage wurde geändert.

Der Pharmakonzern Johnson & Johnson macht Infektionskrankheiten (darunter HIV)  zu einer Priorität seiner Geschäftsaktivitäten.

21. Oktober 2010: Den seltenen Fall einer HIV-Übertragung durch eine Messer-Attacke haben Forscher in Taiwan dokumentiert.

19. Oktober 2010: Auch München braucht einen Gedenkort für schwule NS-Opfer, fordert die Rosa Liste in einem Antrag.

15. Oktober 2010: Zwei HIV-positive Strafgefangene haben vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) erfolgreich gegen Russland bzw. gegen die Ukraine geklagt. Sie erhielten Schmerzensgeld in Höhe von 27.000 bzw. 8.000 Euro zugesprochen, ihre medizinische Versorgung sei menschenunwürdig.

Die ARGE muss die Fahrtkosten zur Substitutionsbehandlung übernehmen, urteilte das Sozialgericht Wiesbaden.

Aids könne eine „Art von immanenter Gerechtigkeit“ für den Missbrauch der Liebe sein, meint der Vorsitzende der katholischen Bischofskonferenz von Belgien.

14. Oktober 2010: Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat ihre Richtlinie zur Behandlung der HIV-Infektion bei Frauen und Kindern aktualisiert.

13. Oktober 2010: Über 80.000 Menschen im Iran seien an Aids erkrankt, meldet der unabhängige Sender ‚Radio Zamadeh‘ aus Amsterdam. Offizielle Zahlen liegen bei 22.000.

Der Pharmakonzern Abbott hat mit dem niederländischen Biotech-Unternehmen Qiagen eine Vereinbarung geschlossen über die gemeinsame Vermarktung von Tests auf HIV, Hepatitis C und Humane Papilloma-Viren.

„The Gay Liberation Front’s social revolution“ – Peter Tatchell erinnert in einem Kommentar an die Gründung der Schwulengruppe ‚Gay Liberation Front‚ in London am 13. Oktober 1970.

11. Oktober 2010: Der Vertreib von HIV-Heimtests ist gesetzlich geregelt, (nicht nur) die DAH warnt immer wieder. Nun warnen auch Ärzte vor HIV-Heim-Tests.

Medizinische Leitlinien haben weitreichende Folgen. Entstehen sie immer unabhängig? Über Interessenverflechtungen berichtet „Augen auf beim Leitlinien-Kauf“

9. Oktober 2010: In Paris findet die  erste Internationale Konferenz homosexueller Muslime (CALEM Conférence des associations LGBT européennes et musulmanes) statt – unter Beteiligung der beiden einzigen offen homosexuellen Imame.

7. Oktober 2010: Uridin hilft nicht gegen Fettschwund bei HIV-Positiven (Lipoatrophie), zeigte eine US-Studie.

6. Oktober 2010: Erstmals soll ein ‚therapeutischer Impfstoff‚ eine „funktionale Heilung“ erreicht haben – bei SIV, einer ‚Affen-Variante‘ von HIV. In einer Gruppe mit der Substanz des Unternehmens VIRxSYS Corporation geimpfter Affen soll die HIV-Vermehrung unter Kontrolle und das Voranschreiten der Erkrankung aufgehalten worden sein.

5. Oktober 2010: Wegen Unwirksamkeit beendet der Pharmakonzern GlaxoSmithKline (GSK) alle seine Studien zum Herpes-Impfstoff „Simplirix“.

4. Oktober 2010: Klassischer Fall von Homophobie gepaart mit Serophobie in Indonesien: der Informationsminister macht Schwule für Aids verantwortlich.

„Schwulenhass bleibt ein Thema“, betont Dirk Brüllau vom schwul-lesbischen Netzwerk „Queer Football Fanclubs“ zum Thema Homophobie und Fussball im Magazin „11FREUNDE“.

3. Oktober: Der Brite Robert Edwards erhält den diesjährigen Medizin-Nobelpreis für die Entwicklung der künstlichen Befruchtung. Erst jüngst hatte der G-BA einen Anspruch auf künstliche Befruchtung als GKV-Leistung auch für von HIV betroffene Paare beschlossen.

2. Oktober: US-Präsident Obama entschuldigt sich nach über 60 Jahren für Syphilis-Versuche in den 1940er Jahren. Ohne ihr Wissen wurden 1.500 Menschen in Guatemala mit Syphilis infiziert, um die Wirkungsweise von Penicillin zu untersuchen. Die Teilnehmer hatten keinerlei Möglichkeit einer informierten Einwilligung (informed consent). Die Untersuchungen fanden im Zusammenhang mit dem berüchtigten „Tuskegee Syphilis Experiment“ statt.

1. Oktober 2010: Homosexuelle mit einzubeziehen sei entscheidend für Malawis Kampf gegen Aids, betonte die Vizepräsidentin des afrikanischen Staates, Joyce Banda, bei einem Spitzentreffen religiöser Führer. Schwule und Lesben seien eine Realität in Malawis Gesellschaft, dies dürfe nicht ignoriert werden.

Welche Anforderungen und Bedürfnisse haben Transgender-Männer an HIV-Prävention?, fragt ‚Youths2getherNetwork: „What are transgender men’s HIV prevention needs?“

Sexualaufklärer Oswald Kolle ist bereits am 24. September im Alter von 81 Jahren in den Niederlanden verstorben, wie erst am 1. Oktober bekannt wurde.

Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit hat am 1. Oktober den Verdienstorden des Landes Berlin an 14 Bürgerinnen und Bürger verliehen, darunter auch an Kai-Uwe Merkenich, von 2000 bis 2009 Geschäftsführer des Berliner Aids-Hilfe e.V..

Der von der französischen Staatssekretärin für Sport Rama Yade angekündigte ‚Aktionsplan gegen Homophobie im Sport‚ nimmt Gestalt an, die Arbeitsgruppe, die den Plan entwickeln soll, kam zu einem ersten treffen im Ministerium zusammen.

RKI: Zahnarzt: routinemäßige Hygiene genügt

„Nach Behandlung eines Patienten mit HIV-Infektion genügen die routinemäßig erforderlichen Hygienemaßnahmen“, betont das RKI in einer Stellungnahme.

Hygiene in der Zahnmedizin: HIV-Infizierte und Nicht-Infizierte gleich behandeln„, hatte Dr. Ulmer (Stuttgart) gefordert, und dabei die Frage aufgeworfen „Müssen die Hygienehinweise aus dem Robert Koch–Institut von 2006 für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention in der Zahnheilkunde für HIV-Patienten aktualisiert werden?“.

In einer Reaktion kommentiert das Robert-Koch-Institut RKI u.a.:

„Die Weigerung von Zahnärztinnen und Zahnärzten, Patienten mit HIV-Infektion zu behandeln, lässt sich NICHT aus der Empfehlung der Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention ableiten bzw. begründen. Wer sich auf diese Empfehlungen beruft, um eine diskriminierende Behandlung HIV-infizierter Patienten in der zahnärztlichen Versorgung zu begründen, setzt sich dem Verdacht aus, diesen Grund nur vorzuschieben, um eine auf Halbwissen und Ängsten beruhende Diskriminierungsbereitschaft zu verschleiern.“

Und:

„Es ist weder ein eigener Behandlungsraum erforderlich noch ist es notwendig solche Patienten am Ende eines Sprechtages zu behandeln.“

Erläuternd betont das RKI:

„Für alle durch Blut übertragenen Krankheitserreger genügen Standardhygienemaßnahmen.“

Erläuternd weist das RKI darauf hin, dass besondere Hygieneanforderungen lediglich bei „Patienten mit HIV-Infektion im Stadium Aids“ erforderlich sein könnten – zum Schutz des Patienten.

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Kommentar des Robert-Koch-Instituts: Erschweren Hygienerichtlinien für Zahnarztpraxen eine normale zahnärztliche Versorgung von HIV-Patienten?
In: HIV&more September 2010, S. 23/25 (online)

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siehe auch: „HIV-positiv beim Arzt: Behandlungspflicht – oder nicht?

Neues aus Neumünster 2: Umzug – aber nicht wie geplant

Neues aus Neumünster: Problem gelöst – Neue Räume für die Aids-Hilfe Neumünster. Wenn auch nicht wie geplant.

Erst schien es um einen Konflikt der besonderen Art zu gehen, „Ärzte gegen die Aidshilfe?„. Dann die Wendung, „Doch ein Sieg der Vernunft?„.

Es sah danach aus, als könnte der vermeintliche Konflikt gelöst werden. Als käme bald ein Gespräch zwischen allen Beteiligten, zwischen der Vermieterin, der Aidshilfe Neumünster und den Ärzten und der Apothekerin zustande.

Dieses Gespräch hat nun „aus zeit- und räumlichen Gründen“ immer noch nicht stattgefunden. Doch – die Aidshilfe Neumünster hat neue Räume, ab sofort.

Aufgrund der Presseberichte um die Auseinandersetzungen des geplanten Umzugs hätten sich mehrere Interessenten gemeldet, so der 1. Vorsitzende des Vorstands der Aidshilfe Neumünster in der Presse. Neue, bereits sanierte Räume seien bereits gefunden.

Auf ihrer Internetseite teilt die Aidshilfe Neumünster nun mit:

„Es steht nun endgültig fest, dass wir leider nicht in die Räumein der Wasbeker Str. 50 einziehen können.
Der Vorstand hat vergangenen Freitag einen Aufhebungsvertrag unterschrieben. Ein klärendes Gespräch mit den ÄrztInnen konnte aus zeit- und räumlichen Gründen noch nicht stattfinden, steht aber nach dem Umzug an. Darüber hinaus wird es dann auch einen Pressetermin geben.
Aber es gibt auch gute Neuigkeiten: Wir haben durch einen Aufruf in der Zeitung neue Räume gefunden, in die wir sofort einziehen können! Die neuen Räume liegen sehr zentral auf dem Großflecken (Nr. 50, Hinterhaus) und sind bereits komplett renoviert. Da wir immer noch auf gepackten Kartons sitzen, findet der Umzug bereits an diesem Wochenende statt!
Telefonisch sind wir dann leider erst einmal nicht erreichbar. Einen genauen Termin, wann das Telefon in den neuen Räumen angeschlossen wird, konnten wir in der Kürze der Zeit leider nicht bekommen.
Natürlich wird es einen Tag der offenen Tür geben, zu dem wir wieder einladen werden. Der Termin steht allerdings noch nicht fest.“
Unsere neue Adresse ab dem 07.06.2010:
Großflecken 50 24534 Neumünster“

weitere Informationen:
Aids-Hilfe Neumünster
Holsteinischer Courier 04.06.2010: Aids-Hilfe zieht am Wochenende in neue Räume um
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Uganda: neues Aids-Gesetz mit Todesstrafe im Parlament (akt.2)

Uganda plant ein neues „HIV/Aids Kontroll Gesetz“. Der seit langem international kritisierte Gesetzentwurf wurde heute in erster Lesung im ugandischen Parlament behandelt. Der Entwurf sieht als Höchststrafe für wissentliche HIV-Verbreitung die Todesstrafe vor.

Man wolle die weitere Verbreitung von HIV im Land eindämmen, so begründet Uganda den Zweck des geplanten „HIV/Aids Control Bill„.  Der Gesetzentwurf wird durch die internationale Gemeinschaft stark kritisiert. Insbesondere wird befürchtet, dass eine präventive Wirkung nicht eintritt, sondern vielmehr die Stigmatisierung von Menschen mit HIV weiter verstärkt wird.

Für wissentliche Verbreitung von HIV“ sieht der Gesetzentwurf als Höchststrafe die Todestrafe vor („Part VIII Ofences and penalties #40):

„Any person who wilfully and intentionally transmits HIV to another person commits an offence, and upon conviction shall be liable to life imprisonment.“

Nach der ersten Lesung (eingebracht durch Beatrice Rwakimari, Ausschussvorsitzende des HIV/Aids-Komitees) wurde der Gesetzentwurf des „2010 HIV/AIDS Prevention and Control Act“ vom Sprecher des ugandischen Parlaments Edward Kiwanuka Ssekandi zur weiteren Behandlung in den Sozialausschuss verwiesen.

Im Vorfeld hatten auch ugandische Gesundheitsexperten den vom ugandischen Gesundheitsminister Richard Nduhura ebenso wie vom Staatspräsidenten Yoweri Museveni unterstützten Gesetzentwurf kritisiert. Dr Alex Ario vom ugandischen ‚AIDS Control Programme‘ hatte betont, die Diskriminierung HIV-Positiver werde verstärkt, ihre Menschenrechte unterminiert.

Einem Bericht des Gesundheitsministers zufolge leben in Uganda 1,1 Millionen Menschen mit HIV, jährlich infizieren sich 100.000 Menschen neu. Mutter-Kind-Übertragung trage zu 2% zu den Neuinfektionen bei, sexuelle Übertragung zu 76%. Die Zahl der HIV-Positiven, die antiretrovirale Medikamente erhalten, sei von 67.525 (2005) auf 200.213 im Jahr 2009 gestiegen.

Human Rights Watch forderte Uganda am 19. Mai 2010 erneut auf, diskriminierende Passagen aus den umstrittenen Gesetzentwurf zu entfernen.

Uganda ist seit längerer Zeit unter verstärkter internationaler Kritik auch wegen seines ebenfalls geplanten „Anti-Homosexualitäts-Gesetzes“.

weitere Informationen:
gnp+: Gesetzestext „The HIV and AIDS Prevention and Control Bill, 2008 – Uganda Law Reform Commission 1 – HIV AND AIDS PREVENTION AND CONTROL BILL, 2009 – ARRANGEMENT OF CLAUSES“ (pdf)
Human Rights Watch 19.05.2010: Uganda: Protect, Don’t Punish, People With HIV – Remove Discriminatory Measures From New Bill
Uganda Health News 19.05.2010: HIV/AIDS bill tabled in Parliament
allafrica 09.05.2010: Health Officials Contest HIV Bill
allafrica 11.05.2010: Minister’s Turnaround on HIV Bill Raises Concern
Human Rights Watch 06.11.2009: Comments to Uganda’s Parliamentary Committee on HIV/AIDS and Related Matters about the HIV/AIDS Prevention and Control Bill
Human Rights Watch 13.05.2010: Comments to Uganda’s Parliamentary Committee on HIV/AIDS and Related Matters about the HIV/AIDS Prevention and Control Bill (aktualisierte Fassung des Papers vom 6.11.2009)
New Vision Kampala 18.05.2010: Over 200,000 people accessing ARVs
UNAIDS Epidemiological Fact Sheet on HIV and AIDS / Uganda 2008 (pdf)
UNAIDS Contry Responses Uganda
New Vision Kampala 20.05.2010: HIV Bill tabled in Parliament
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Neues aus Neumünster – Doch ein „Sieg der Vernunft über Vorurteile“? (akt.)

Bekommt die Aids-Hilfe Neumünster doch ihre neuen Räume? Die beteiligten Ärzte wehren sich gegen Vorwürfe – und betonen „die Aids-Hilfe kann gerne kommen“.

Die Aids-Hilfe Neumünster wollte in diesen Tagen neue Räume beziehen. Doch dies scheiterte. Nach Aussagen der Aids-Hilfe sei Druck von Ärzten und einer Apotheken-Inhaberin auf die Vermieterin ausgeübt worden, den Mietvertrag zurückzuziehen (siehe „Neumünster: Ärzte gegen die Aidshilfe„)

Doch die beteiligten Ärzte weisen dies zurück, wehren sich gegen die Vorwürfe. Sie hätten keine Vorurteile gegenüber HIV-Positiven. „Wir haben doch selber aids-kranke Menschen unter unseren Patienten“, äußerten sie gegenüber der Lokalpresse. Sie betonten „“Die Aids-Hilfe darf gerne kommen. An uns soll es nicht liegen.“

Auch die örtliche SPD hatte sich in den Konflikt eingeschaltet und die Ärzte kritisiert, von ‚Profitgier‘ gesprochen.

Torsten Kniep, erster Vorsitzender der Aids-Hilfe Neumünster, bezeichnete es gegenüber der Presse inzwischen als „ungeschickt“, dass es noch zu keine direkten Gespräch aller Beteiligter gekommen sei. Die Aids-Hilfe sei dazu bereit.

Die Ärzte fühlen sich zu Unrecht angegriffen, warten auf eine Entschuldigung der Aids-Hilfe Neumünster. Und behalten sich rechtliche Schritte vor.

Update 26.05.2010:
„Es ist ein Gespräch mit den Ärzten, der Apotheke, der Vermieterin und der Aids-Hilfe geplant, um die Angelegenheit zu klären“, teilt die Aids-Hilfe Neumünster inzwischen auf ihrer Internetseite mit.

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Die eindeutige Aussage der Ärzte ist zu begrüßen. Und die Chance, dass die Aids-Hilfe Neumünster nach einem klärenden Gespräch nun vielleicht doch ihre neuen Räumlichkeiten beziehen kann ist erfreulich.

Ein Sturm im Wasserglas, eine Provinzposse? Einerseits scheint es so. Hätte man vielleicht früher die Gelegenheit zu einem klärenden Gespräch mit einander suchen sollen? Hätten sich Irritationen vermeiden lassen? Oder hat gerade der entstehende öffentliche Druck erst die positive Äußerung der Ärzte ‚befördert‘?

Andererseits, die Geschichte, die Vorbehalte, die Vorurteile sind  nicht unbekannt. Ähnliches soll sich strukturell bereits mehrfach zugetragen haben. Selbst Ärzte, die HIV-Positive behandeln, berichten gelegentlich hinter vorgehaltener Hand über Schwierigkeiten, die ihnen gemacht werden – auch von ‚Kollegen‘, z.b. im gleichen Haus

weitere Informationen:
Holsteinischer Courier 18.05.2010: Aids-Hilfe erhebt Vorwürfe
Ärzte fühlen sich verleumdet
Holsteinischer Courier 18.05.2010: Sieg der Vernunft über die Vorurteile
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Neumünster: Ärzte gegen die Aidshilfe?

Wollen Ärzte in Neumünster verhindern, dass die örtliche Aids-Hilfe als Mieter bei ihnen im Haus einzieht?

Die Aidshilfe Neumünster arbeitet seit 1991. Dieses Frühjahr sollten neue Räume bezogen werden, der Mietvertrag ist unterzeichnet, die Räume sind renoviert, die Einladungen für die feierliche Einweihung verschickt.

Doch dann: die Kündigung droht. Ärzte und eine Apotheken-Inhaberin wehren sich gegen die Aidshilfe als neuen Mieter, fordern die Aufhebung des Mietvertrags, drohen ansonsten selbst mit Kündigung.

Die Aids-Hilfe Neumünster kündigte an am 17. Mai 2010 die Aufhebung des Mietvertrags zu unterzeichnen, steht aber nun am Juli 2010 ohne Räumlichkeiten da.

Als Dokumentation ein Hilferuf von Torsten Kniep, erster Vorsitzender des Vorstands der Aidshilfe Neumünster (AH-NMS):

Die Aids-Hilfe Neumünster steckt momentan in einer ungewollten Krise. Seit Monaten suchen wir für unsere Aids-Hilfe NMS neue Räumlichkeiten. Diese brauchen wir um uns zu vergrößern, dem momentanen Standard gerecht zu werden und um zukunftsorientierter arbeiten zu können.

Neue Räume fand unsere AH-NMS in der Wasbeker Strasse 50 in Neumünster – in einem Haus mit drei praktizierenden Ärzten und einer Apotheke. Die Vermieterin schloss mit uns bevorzugt einen Mietvertrag ab, da sie die Institution Aids-Hilfe als Bereicherung für ihr Haus ansah. Die Mietverträge für die Räume wurden am 31.03 2010 geschlossen und die Räume sollten zum 01. Juli 2010 offiziell von uns bezogen werden.

Unsere alten Räumlichkeiten wurden daher zum 30. Juni 2010 gekündigt. Die Vermieterin erlaubte uns die neuen Räume in der Zwischenzeit zu renovieren und für unsere Zwecke her zu richten.
Die Räume wurden inzwischen auch großenteils renoviert d.h. gestrichen und mit neuen Fußbodenbelägen versehen. Teilweise wurden bereits neue Möbel angeschafft und Mobiliar aus unseren alten Räumen in die neuen Räumlichkeiten gebracht.

Der endgültige Umzug und die Lieferung der neuen Möbel waren für den 15.05.2010 geplant. Unser Büro ist deswegen vom 13.05.2010 bis einschließlich 24.05.2010 geschlossen worden. Am 25.05.2010 sollte die unsere AH-NMS in den neuen Räumen, mit Erlaubnis der Vermieterin, ihre Arbeit aufnehmen.

Dreihundert Einladungen für einen geplanten „Tag der offenen Tür“ am 29. Mai 2010 wurden bereits verschickt – gleichzeitig erschien ein Pressebericht über unseren Umzug, unsere neue Adresse und die Neueröffnung der Aids-Hilfe NMS in den neuen Räumlichkeiten im Holsteiner Courier und diversen Wochenblättern.

Am 11.05.2010 informierte die Vermieterin unseren ersten Vorsitzenden Torsten Kniep darüber, dass es mit den anderen Mietern im Hause Probleme gäbe.

Eine Ärztin und zwei Ärzte, sowie die Inhaberin der Apotheke wünschten, nachdem sie erfuhren wer die freien Räume bezieht, dass das Mietverhältnis mit der Aids-Hilfe sofort rückgängig gemacht wird. Als Begründung nannten die Parteien ( lt. Aussage der Vermieterin ) „ Angst davor dass Patienten den Praxen fern bleiben und Angst vor Kriminalität im Haus“. Die Parteien befürchten, dass eventuelle HIV-positive Drogengebraucher in die Praxen und die Apotheke einbrechen und Rezeptblöcke und Medikamente stehlen könnten.

Am 12.05.2010 kam es zu einem kurzfristig anberaumten Gespräch zwischen Vermieterin und Mietern, an dem Torsten Kniep aus zeitlichen Gründen leider nicht teilnehmen konnte. Resultat dieses Gespräches ist, dass der Mietvertrag mit unserer Aids-Hilfe Anfang nächster Woche gekündigt bzw. aufgehoben werden soll. Sollte dies nicht geschehen, drohen die anderen Mieter mit der Kündigung ihrer Mietverhältnisse.

An einem angebotenen, informativen und klärenden Gespräch mit dem 1. Vorsitzenden und der Diplom-Sozialpädagogin unserer Aids-Hilfe legen die anderen Mieter, laut Auskunft der Vermieterin, keinen Wert.

Die oben aufgeführten Fakten empfinden wir als erschreckendes Beispiel von absoluter Intoleranz und Diskriminierung!

Unsere Aids-Hilfe NMS leistet seit 20 Jahren eine umfangreiche und wichtige Arbeit, der Information und Prävention gegen Aids und HIV, um genau gegen diese Intoleranz und Diskriminierung anzukämpfen, die uns nun entgegen schlägt.

Ob wir unsere Arbeit in Neumünster auch weiterhin leisten können steht jetzt in den Sternen.

Die frisch renovierten neuen Räume bleiben vorerst und wahrscheinlich endgültig verwaist und der Umzug ist gestoppt! Als Resultat dieses unwürdigen Mieterboykotts steht die Aids-Hilfe Neumünster ab dem 30.06.2010 ohne Räume da.

Wir treten heute an die Öffentlichkeit weil wir finden, dass man mit HIV infizierten und an Aids erkrankten Menschen und den Menschen die ihnen (oft ) ehrenamtlich und hilfreich zur Seite stehen auf solch eine diskriminierende Art und Weise nicht umgehen darf.

Wir empfinden das Geschehene als Schlag ins Gesicht und protestieren gegen diese unwürdige Behandlung unserer Klientel und der Institution Aids-Hilfe Neumünster und deren Mitarbeiter/innen und Freunde/innen.

Torsten Kniep

Die Aids-Hilfe Neumünster ist bis auf weiteres an ihrer alten Adresse erreichbar: AIDS-Hilfe Neumünster e.V., Wasbeker Straße 93, D-24534 Neumünster hat eine neue Adresse: Großflecken 50 (Hinterhaus, im „Connect“), 24534 Neumünster

weitere Informationen:
shz Holsteinischer Courier 15.05.2010: Wollen Ärzte die Aids-Hilfe loswerden?
shz Holsteinischer Courier 17. Mai 2010: Nach Protesten: Aids-Hilfe zieht nun doch nicht um (pdf)
alivenkickin 17.05.2010: Ärzte und Aidshilfen – Zwei Seiten einer Medaille
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Essen: Zahnarzt verweigert HIV-Positivem die Behandlung

Ein Zahnarzt in Essen verweigert einem HIV-Positiven nach dessen Aussage die Behandlung – er habe keine Lust, sich einer Gefahr auszusetzen.

Nicht nur in Rheinland-Pfalz kündigt eine Klinik einem HIV-Positiven eine Behandlungs-Verweigerung an, in Nordrhein-Westfalen ist ein neuer Fall bekannt geworden, in dem ein Zahnarzt einem HIV-Positiven nach dessen Aussage die Behandlung verweigerte.

Marcel D. besucht seinen Zahnarzt in Essen, zu einer Routine-Kontrolluntersuchung. Marcel weiß seit einigen Monaten von seinem positiven HIV-Status, von dem er seinem Zahnarzt berichtet:

„Ich bin ja immer sehr ehrlich, was die Infektion angeht, da ich finde, wenn jemand davon weiß, kann er besser damit umgehen, besonders im medizinischen Bereich!
Ich sitz also so im Wartezimmer rum, werde aufgerufen, setz mich auf den Stuhl, der übrigens voll bequem ist und warte auf den Arzt. Als er kommt, erkläre ich ihm, dass ich seit einigen Monaten HIV-Positiv bin …“

Ein Zahnarzt könnte jetzt souverän und informiert reagieren mit Worten wie „Danke dass Sie mir das mitteilen, ich weiß Ihre Offenheit zu schätzen – das ändert aber nichts, ich schütze meine Patienten und mich eh“.

Nicht so dieser Essener Zahnarzt, wie Marcel D. berichtet:

„Er fand das leider nicht besonders toll, reagierte sogar sehr aggressiv und schnauzte mich an, warum ich ihm das nicht vorher gesagt hätte und das er keine Lust habe sich solch einer Gefahr auszusetzen. Im Endeffekt habe ich dann die Praxis Wortlos verlassen …“

Marcel verlässt fassungslos und unbehandelt die Zahnarzt-Praxis – während die Praxishelferin seinem Bericht zufolge zur Desinfektion herbeieilt.

Guido Schlimbach, Pressesprecher der Aidshilfe NRW, kommentierte gegenüber ‚ruhrbarone‘:

„Ein Kassenarzt hat nicht das Recht einen HIV-positiven Patienten abzulehnen. Das kann ihn seine Zulassung kosten. Jedem, dem so etwas passiert kann ich nur raten, sich bei der für den Arzt zuständigen Kassenärztlichen Vereinigung zu beschweren.“

weitere Informationen:
marceldams-Blog 03.02.2010: Mein letzter Zahnarztbesuch
ruhrbarone.de 04.02.2010: Zahnarzt weist HIV positiven Patienten ab (Artikel nicht mehr online, aber noch im Google Cache)
lesenswert: die Kommentare auf den Link-Tipp zu diesem Artikel im law blog von Udo Vetter
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Rheinland-Pfalz: kündigt Spezial-Klinik HIV-Positivem Behandlungs-Verweigerung an?

Eine Spezial-Klinik in Rheinland-Pfalz kündigt einem HIV-positiven Patienten nach dessen Aussagen an, ihn im Fall eines erforderlich werdenden Eingriffs nicht behandeln zu wollen – aus „arbeitsrechtlichen Gründen“.

Behandlung verweigert aufgrund der HIV-Infektion – nicht möglich, nicht 2010, nicht in Deutschland? Die Realität scheint gelegentlich anders auszusehen. Ein aktueller Fall aus Rheinland-Pfalz wirft viele Fragen auf. Ein vorläufiger Bericht über den Fall aus Sicht des Betroffenen:

Ein HIV-positiver Mann besucht eine Venen-Klinik, um eine Vorsorge-Untersuchung durchführen zu lassen. Seine Venen sind infolge des Lipodystrophie-Syndroms stark hervorgetreten, zudem besteht eine Beschwerde, die abgeklärt werden soll.

Wie im Formular erfragt, gibt er im Aufnahmebogen die eingenommenen Medikamente an (die seiner antiretroviralen Kombi-Therapie). Es erfolgt keine weitere Nachfrage. Bei der Eingangsuntersuchung gibt er zudem an, die Venen seien stark hervorgetreten, vermutlich aufgrund von Lipodystrophie durch HIV-Medikamente. Erst hier wird der untersuchende Arzt hellhörig, fragt nach und bittet, die HIV-Infektion auf der Patientenkarte vermerken zu dürfen. Die Vorsorge-Untersuchung wird durchgeführt.

Bei der Besprechung des Untersuchungsergebnisses allerdings kommt der Klinikleiter hinzu. Ein Termin für die nächste Vorsorge-Untersuchung wird vereinbart – allerdings verbunden mit der Ankündigung, eine etwaig erforderlich werdende Behandlung könne man in der Klinik nicht vornehmen.

Der Patient erfährt vom Ärztlichen Direktor (!) der Klinik

„Wenn bei Ihnen ein Eingriff nötig werden sollte, kann der in unserem Haus aus arbeitsrechtlichen Gründen nicht durchgeführt werden. Sollte sich jemand vom Personal beim Eingriff verletzen, hätten wir die Notfallmedikamente nicht im Haus.“

Die von einem privaten Träger geführte Klinik hat in Vergleichen extrem wenige Behandlungsfehler aufzuweisen, die Komplikationsquote liegt stark unter dem Bundes-Durchschnitt. Die Klinik wirbt explizit mit dieser niedrigen Komplikationsquote.

Der Patient spricht seine Krankenkasse auf den Vorfall an. Diese reagiert sofort. Die Krankenkasse bekommt die Angaben des Patienten vom Assistenzarzt der Klinik mündlich bestätigt und fordert eine kurzfristige schriftliche Äußerung an.
Dem Betroffenen kündigt die Kasse an, das Verhalten der Klinik nicht tolerieren zu wollen. Der Betroffene beabsichtigt, sich zudem an Landes-Ärztekammer und Deutsche Krankenhaus-Gesellschaft (DKG) zu wenden

Gelegentlich wird die Frage gestellt, ob heute, in Zeiten wirksamer Aids-Medikamente, Menschen mit HIV überhaupt noch große Probleme hätten, sich Diskriminierungen ausgesetzt sähen. Kurze Antwort: Ja – wie dieser Fall wieder einmal beispielhaft zeigt.

Gehen die Uhren an der Mosel anders?, mag man sich zunächst fragen, ist dort 1980, nicht 2010? Aber – ein derartiges Vorgehen schiene nicht nur heute, sondern jederzeit bizarr …

Eine beinahe unfassbare Situation. Arbeitsrechtliche Gründe anzugeben erscheint schon bizarr genug. Die Begründung, man habe die ‚Notfallmedikamente‘ nicht im Haus, ist nicht minder absurd. Schließlich dürften auch in Rheinland, Eifel und anderen Provinzen wirksame Medikamente verfügbar sein – zudem, sollten sie tatsächlich benötigt werden und kein anderer Weg möglich sein, der Patient dürfte sie ja haben.

So erwecken beide Begründungen den Eindruck einer Ausrede, um nicht offen Diskriminierung von HIV-Positiven zugeben zu müssen.

Und eine weitere Frage steht im Raum:
Gerade HIV-Positive werden aufgrund ihres geschwächten Immunsystems hohen Wert auf eine gute und komplikationsfreie Behandlung legen – und auch ihre Kliniken nach entsprechenden Kriterien wählen. Erst jüngst hatte das RKI „Anforderungen an die Hygiene bei der medizinischen Versorgung von immunsupprimierten Patienten“ formuliert (auch wenn diese auf die Spezifika HIV-Infizierter nicht gesondert eingehen).
Wird hier gerade denjenigen Patienten, die am meisten auf eine hochqualitative Behandlung angewiesen sind, genau diese vorenthalten? Und das womöglich gar aus dem Grund, sich nicht mit eher „komplikations-trächtigen Fällen“ die (doch so werbeträchtige) Statistik zu versauen?

Immerhin – in seiner Krankenklasse hat der betroffene Patient derzeit einen kompetenten und engagierten Ansprechpartner gefunden, der sich für ihn einsetzt.

Fortsetzung folgt … hier: Wir operieren Sie selbstverständlich gerne … HIV-Positiver doch als Patient willkommen

Stop Serophobie!

„Stop Serophobie!“ – Stopp der Diskriminierung von HIV-Positiven, fordert ein neues Internetangebot aus Kanada.

Diskriminierung von HIV-Positiven ist das größte Hindernis im Kampf gegen Aids – weltweit, aber auch hierzulande. Ob Positiven Rechte vorenthalten werden, unterstützende Maßnahmen unterbleiben oder ‘einfach nur’ ihr soziales Leben beeinträchtigt wird – Stigmatisierung von HIV-Positiven hat viele Gesichter, und weit reichende Folgen.

Im kanadischen Québec widmet sich jetzt eine Internet-Site der Serophobie: Stop Sérophobie!

Stop Sérophobie! (Screenshot)
Stop Sérophobie! (Screenshot)

Die Site erklärt auch, wie sich Serophobie im Alltag zeigt: z.B. durch ungewolltes Outing einer Person als HIV-positiv. Denn so sehr es begrüßenswert sei, offen HIV-positiv zu sein, habe jede Person selbstverständlich ein Recht darauf, damit nicht offen umzugehen.

Zudem werden Beispiele genannt, wie aktiv mit Serophobie umgegangen werden kann. Die Grundregel sei sehr einfach: empathisch und respektvoll zu sein, und seine Worte und Handlungen mit Bedacht zu wählen.

Als Ziel benennt die Site einen „poz-friendly“-Zustand, einen Zustand von „Positiven-Freundlichkeit“. Jahrzehntelang habe man gegen Homophobie gekämpft, und niemand wolle in frühere homophobe Welten zurück. Ähnlich gelte es nun, gegen Serophobie vorzugehen und für einen Positiven-freundlicheren Alltag zu kämpfen.

„Stop Sérophobie!“ wurde eingerichtet von der Vereinigung der Aids-Organisationen in der kanadischen Provinz Québec COCQ-Sida.

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weitere Informationen:
Stop Sérophobie
the warning 31.07.2009: Stop Sérophobie!
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Die Aids-Kolonie von Phnom Penh

Die kambodschanische Regierung hat mindestens 40 von HIV betroffene Familien des Landes gezwungen, in ein Dorf am Stadtrand der Hauptstadt Phnom Penh umzuziehen. Internationale Menschenrechtsgruppen protestieren gegen die Errichtung einer „AIDS-Kolonie“ sowie unhaltbare Zustände in diesem Ort.

Tuol Sambo ist ein kleines Dorf, 25 km von Phnom Penh, der Hauptstadt Kambodschas, entfernt. Zwanzig von HIV betroffene Familien aus Phnom Penh mussten auf Druck der kambodschanischen Regierung am 18. Juni 2009 in dieses von der Regierung errichtete Dorf umziehen. Am 23. Juli 2009 wurden weitere 20 HIV-betroffene Familien hierher zwangs-umgesiedelt. An ihrem ursprünglichen Wohnort Borei Keila soll statt ihrer Wohnungen ein Tourismus-Projekt realisiert werden.

Die Lebensbedingungen, aber auch Wohnmöglichkeiten, sanitäre und hygienische Bedingungen seien in dem überschwemmungsgefährdeten Gebiet  sehr unzulänglich, kritisieren internationale Experten. Küchen oder auch nur fließendes Wasser stünden in den Unterkünften nicht zur Verfügung. Laut der internationalen Hilfs-Organisation ‚Ärzte ohne Grenzen‘ erfüllen die Unterkünfte nicht einmal den Mindest-Standard für vorübergehende Unterkünfte im Katastrophen-Fall. Medizinische Versorgung ist derzeit nur durch Nicht-Regierungs-Organisationen sichergestellt.

Das Tor zur "AIDS-Kolonie" in Kambodscha (Screenshot Video Licadho)
Das Tor zur "AIDS-Kolonie" in Kambodscha (Screenshot Video Licadho)

Shiba Phurailatpam vom Asia-Pacific Network of People Living With HIV kritisiert „Indem Menschen mit HIV zusammengefasst werden, in zweit klassigen Unterkünften, weit ab von medizinischer Versorgung, hat die Regierung de facto einen AIDS-Kolonie geschaffen“.

Kambodscha hat bisher viel internationale Anerkennung erzielt für sein beispielhaftes Vorgehen bei HIV-Prävention und der Verfügbarkeit von Therapien und Versorgung für Menschen mit HIV und Aids. Umso entsetzter sind nun internationale Experten.

Über 100 internationale Menschenrechts-Organisationen protestierten in einem offenen Brief gegen das diskriminierende Vorgehen der kambodschanischen Regierung und die „de facto – Errichtung einer AIDS-Kolonie“. Die unerträglichen und lebensbedrohenden Zustände in dem Dorf müssten sofort abgestellt werden, fordern sie. Zudem dürften keine weiteren Familien hierher gesandt werden.

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weitere Informationen:
Poz and Proud Blog 28.07.2009: Protest tegen ‘aidsdorp’
CNN 28.07.2009: HIV families relocated to Cambodia’s ‚AIDS colony‘
AFP 28.07.2009: Rights groups protest Cambodia ‚AIDS colony‘
guardian 28.07.2009: Cambodian government accused of creating ‚Aids colony‘
Human Rights Watch: Fotos über die Zustände in Tuol Sambo
Human Rights Watch 28.07.2009: Cambodia: ‘AIDS Colony’ Violates Rights
Human Rights Watch 27.07.2009: Open Letter to the Government of Cambodia
Video „People Living With HIV/AIDS Living in Fear of Forced Eviction“
Licadho (Kambodschanische Menschenrechts-Organisation): HIV/AIDS Families Evicted from Borei Keila (auch als pdf)
Amnesty International 09.04.2009: Cambodia: Fear of forced eviction/health concern
entwicklungspolitik online 29.07.2009: NGOs rotestieren gegen “Aids Kolonien” in Kambodscha
queer.de 29.07.2009: Kambodscha errichtet Gettos für HIV-Positive
samstagisteingutertag 29.07.2009: Kambodscha errichtet Aids-Lager
Basler Zeitung 29.07.2009: HIV-Infizierte in Gettos gesperrt
POZ 31.07.2009: Advocates: Cambodian “AIDS Colony” Violates Human Rights
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Gedanken zur Schmutzkampagne gegen N.B, stellvertretend für Menschen mit HIV und AIDS

Anfang April 2009 wurde eine junge Sängerin unter dem Vorwurf der HIV-Übertragung verhaftet. In den folgenden Tagen findet unter großer medialer Aufmerksamkeit eine Kampagne mit Vorverurteilungen, Outing und stigmatisierenden Bildern statt.
Dazu ein Gast-Kommentar vom Michèle Meyer, Präsidentin von LHIVE, der Schweizer Organisation für Menschen mit HIV und Aids:

Gedanken zur Schmutzkampagne gegen N.B, stellvertretend für Menschen mit HIV und AIDS.

N.B. wurde medienwirksam verhaftet, zwangsgeoutet und vorverurteilt.
Nachfolgend einige Gedanken und Fragen, die sich im Verlauf dieser traurigen Geschichte mir aufdrängten.

Als ich in den Medien von der Verhaftung von N.B. erfuhr, habe ich die Meldung überflogen und als unwichtig erachtet. Ich dachte keinen Moment daran, dass mich dies noch sehr persönlich betreffen würde, geschweige denn, dass es mich in meiner Funktion als Präsidentin von LHIVE betreffen musste!
Wenige Tage später bin ich erschrocken. Journalisten zitierten den Mediensprecher der Staatsanwaltschaft Darmstadt, welcher Details der ihr vorgeworfenen Anklagepunkte in der Öffentlichkeit äusserte:
„N.B. ist HIV-positiv und hat in mindestens drei Fällen ihre Sexualpartner wissentlich dem Risiko einer HIV-Infektion ausgesetzt. In einem Fall kam es zur Ansteckung. Das Ganze sei im Zeitraum von 2002-2006 geschehen, und da Gefahr im Verzug war, wurde sie inhaftiert.“
Ich dachte der redet sich um Kopf und Kragen. Aber nein, Schlagzeile über Schlagzeile, immer und immer wieder wurde er zitiert, angereichert mit weiteren Spekulationen und vermeintlichen Details aus N.B. s Leben. Ein gefundenes Fressen…
Die Unschuldsvermutung schien plötzlich nicht mehr zu gelten, Persönlichkeitsrechte und der Schutz von heiklen medizinischen Daten entfallen? Argumentiert wurde mit öffentlichem Interesse und Vorbildfunktion – und wie erwähnt mit Wiederholungsgefahr.
Es wäre zum Lachen gewesen, wenn es nicht so einschneidend tragisch für den Menschen N.B. und für „uns“ Menschen mit HIV und AIDS wäre.

Von wegen Gefahr im Verzug, was hier geschah war Zwangsouting, zum Schutz der sogenannten Volksgesundheit. Später wurde übrigens bekannt, dass die Staatsanwaltschaft die Krankenakte von N.B. hat beschlagnahmen lassen. Dies alles obwohl noch nicht geklärt war ob N.B. überhaupt HIV-positiv ist, in einem erst angelaufenes Verfahren, ohne Beweise.
Ich dachte medizinische Daten seien besonders schützenswerte Daten? Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft hausiert einfach so mit nicht verifizierten Daten einer Angeklagten und spielt sich als moralischer Gesetzesvertreter in den Medien gross auf?
In der U-Haft wurde von N.B. von einer Ärztin und Vorstandsfrau des Vereins der Aids-Aufklärung Deutschland besucht, die ihr Arztgeheimnis und ihr Engagement mehr als fragwürdig auslegte, denn sie gab „der Bild“ ein Interview und outete N.B. gleich nochmals.
Ein Abgeordneter sprach von Menschen mit HIV, als Biowaffen; übrigens noch nicht einmal einklagbar… einfach so, darf der das.

Mein Glauben an das Rechtssystem hat schwer gelitten. Vorverurteilung, Diskriminierung scheint zulässig, denn Menschen mit HIV sind unmoralisch und deshalb Menschen zweiter Klasse.
Das Bild der gefährlichen kriminellen Menschen mit HIV, der Unverantwortlichen, Schmuddligen war wieder hergestellt und wurde regelrecht zelebriert.
Wer trägt eigentlich Verantwortung für soviel Unwissen und Diskriminierung? Wem dienen diese Bilder? Was haben die Journalisten und die Behörden und Aids-Hilfen in den letzten 25 Jahren verpasst an Aufklärung, dass solches heute, 2009, möglich ist? .
Nicht genug tauchte dann noch ein Anwalt auf, der sich ins Szene setzte, und vom Medienype zu profitieren versuchte; Legt ein Mandat nieder, dass er nie hatte. Unglaublich.

Ich musste handeln, so versuchte ich mich mit anderen HIV- AktivistInnen kurz zu schliessen, mit der Frage was tun wir und wie? Wie ohne N.B. zu schaden und immer die heikle Frage: „ schaden wir „uns“ durch irgend ein Solidaritätsbezeugnis mit ihr“? Eine Frage die mir Bauchschmerzen bereitete. Ich mag es nicht, wenn eigene Interessen zu Ent-Solidarisierung führen.
In der Blogwelt herrschte unterdessen Stammtischstimmung.
Sehr unangenehm berührten mich die vielen Voten von Menschen mit HIV, die sich distanzierten, N.B. vorverurteilten und sich als „gute, unschuldige HIV-Positive“ präsentierten.
Verstehen kann ich solches nur im Kontext eigener Verletzungen, Stigma und Selbst-Entwertung. Als Versuch sich zu rehabilitieren und als Flucht nach vorne.
Viele Andere wiederum zeigten, wegen des Falles von N.B., um so mehr Angst und Scham sich zu HIV und AIDS zu bekennen. Nicht nur virtuell, sondern im realen Leben.
Persönlich hat mich die Schmutzkampagne gegen N.B. und Menschen mit HIV und AIDS getroffen.
Wir sind schmutzig, gefährlich, schuldig und kriminell. Unabhängig von wissenschaftlichen und medizinischen Fakten; die Meinung ist gemacht.

Mein unerschütterliche Glaube an die Möglichkeit Stigma und Selbststigma zu begegnen und aufzulösen, ist schwer ins Wanken geraten. Mich beschäftigten die Fragen: Wie können wir die Mechanismen entkräften, die uns zu Menschen zweiter Klasse machen? Wird noch zu meinen Lebzeiten HIV als eine Infektionskrankheit wahrgenommen, wie andere auch?

Wohltuend war die deutliche Stellungnahme der Deutschen Aids Hilfe gegen die Verhaftung und Vorverurteilung von N.B. und die differenzierten und kritischen Meldungen in einigen Medien, die sich schon länger zum Thema HIV mutig, informativ und konsequent äussern. Besonders zu erwähnen sind die beiden Blogs: „ondamaris“ und „der blidblog“.
Dies hat mich ermutigt in mitten dieser Hetzte gegen N.B und Menschen mit HIV und AIDS in die Öffentlichkeit zu gehen und in der Sendung „Stern TV“ von Günter Jauch aufzutreten.
Eine Möglichkeit die EKAF- Botschaft hinauszutragen, einen Kontrapunkt zu setzen gegen Scham und Schuld: selbstbewusst HIV-positiv.
Leider ist es mir bisher nicht gelungen einen direkten Kontakt mit N.B. herzustellen, trotz vielen Versuchen.

Zehn Wochen nach ihrer Verhaftung sitzt sie selbst bei Günther Jauch. „ Ja ich bin HIV-positiv. Nun kann mich keiner mehr erpressen.“, sagt sie in ihrem ersten Interview und dass sie für ihr Recht kämpfen werde. Zu den Vorwürfen kann sie sich nicht äussern, solange der Rechtsfall nicht abgeschlossen ist. Sie hat ihre Situation als Prominente, als Mensch und Mutter geschlidert und bestimmt damit auch berührt.
Leider äusserte sie bis jetzt noch keinen Satz in „unsere Richtung“… kein Wort auch über die Solidaritätsbekundungen von Menschen mit HIV und AIDS, die sie erreichten seit ihrer Verhaftung. Schade.
Trotzdem hat sie rechtzeitig vor ihrem ersten Konzert nach der Verhaftung die Berichterstattung über ihre Person wieder selbst in die Hand genommen.

Nur, und das gilt für uns alle, wer hat wirklich Kontrolle über seine heiklen Daten, über seine Antworten auf Fragen zur sexuellen Gesundheit, Vorlieben, Compliance?
Wer weiss, was er wem anvertrauen kann? Und wieviel Einfluss können wir nehmen auf das Bild, von Menschen mit HIV das durch die Journalisten geprägt wird?
Wer bestimmt über sein Coming out wirklich selbst?
Warum sollten wir uns verstecken? Wegen Irrationalitäten, Unwissen und dem brauchbaren Bild des gefährlichen Unverantwortungslosen, der Andere abschrecken soll sich zu infizieren? Macht uns unsere Unsichtbarkeit nicht zum Spielball? Was lassen wir uns gefallen und wie werden wir zu Handelnden?

N.B. wurde zum Outing gezwungen, während fast zeitgleich in den U.S.A ein Abgeordneter gewählt wurde, der offen schwul und HIV-positiv ist. Die Schere geht auf. Wir können uns entscheiden.
N.B. hat als Prominente erfahren was ein Leben mit HIV bedeutet, was es für Menschen mit HIV im Alltag bedeutet…ich wünsche mir, dass Menschen mit HIV N.B. tragen können und viceversa.

Inzwischen ist bekannt geworden, dass der Haftbefehl gegen N.B. aufgehoben wurde. Hoffen wir, dass das Verfahren eingestellt wird und sich Mediensprecher der Staatsanwaltschaft Darmstadt und Journalisten genauso öffentlich zu ihrem eigenen Fehlverhalten stehen.

Michèle Meyer
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DAH verurteilt erneuten Brandanschlag auf Tierpension der Bielefelder Aidshilfe

Ein leer stehendes Gebäude neben der erst vor sechs Monaten eröffneten Hundepension der Bielefelder Aidshilfe ist in der vergangenen Nacht komplett ausgebrannt. Die Feuerwehr konnte das Haus nicht mehr retten. Der Sachschaden wir auf 100.000 Euro geschätzt.

Bereits vor etwa zehn Tagen war im selben Gebäude schon einmal ein Feuer ausgebrochen. Die Feuerwehr vermutet in beiden Fällen Brandstiftung als Ursache. Hier wurden bewusst Menschenleben gefährdet. Glücklicherweise wurden bei dem Brand weder Menschen noch Tiere verletzt.

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(PM der Deutschen AIDS-Hilfe)

weitere Informationen:
nw-news 10.07.2009:  Brandstiftung in Tierpension
DAH-Blog 10.07.2009: Erneut Brandanschlag auf Tierpension der Aids-Hilfe Bielefeld
nw-news 13.07.2009: Brand gefährdet Tierpension
alivenkickin 13.07.2009: Brandanschlag gegen eine Einrichtung der AIDS Hilfe Bielefeld
DAH-Blog 13.07.2009: Nach dem Brandanschlag in Bielefeld: Wie geht’s weiter mit der Tierpension?
queer.de 13.07.2009: Bielefeld: Anschlag auf Tierpension der Aids-Hilfe
nw-news 17.07.2009: Solidarität mit dem Projekt Tierpension
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Kriminalisierung von HIV – aus Angst und Abscheu?

Was bewegt gerade schwule Männer, eine Kriminalisierung von HIV zu fordern? Eine britische Studie kam zu aufschlussreichen Ergebnissen, bis zu „Angst und Abscheu“.

Die fahrlässige HIV-Infektion eines Sexpartners müsse auch mit Mitteln des Strafrechts verfolgt werden, diese Meinung ist immer wieder häufig zu hören. Gerade in Zeiten von Medienhypes wie jüngst nach der Verhaftung einer Sängerin sind oftmals sogar Rufe nach Verschärfungen bestehender Gesetze zu hören.

Gegen die Verbreitung von HIV müsse auch mit den Mitteln des Strafrechts vorgegangen werden, diese Haltung vertreten gerade auch Homosexuelle nicht nur gelegentlich. In Großbritannien ist sogar die Mehrzahl der Homosexuellen dieser Ansicht, wie eine britische Studie zeigte.

Experten verschiedenster Organisationen von Aidshilfe bis UNAIDS betonen seit langem, dass das Strafrecht nicht als Mittel der HIV-Prävention taugt. Woher also diese Haltung, in dieser Häufigkeit?

Der Studie „sexually charged“ zufolge befürworteten 57% der Befragten die Strafverfolgung und Inhaftierung von Menschen, die leichtsinnig einen Sexpartner mit HIV infizieren.

Sigma Reserach: Sexually Charged
Sigma Reserach: Sexually Charged

Die Studie zeigte, dass Männer, die sich noch nie auf HIV testen ließen, diese Ansicht besonders häufig vertreten (63,5%). Männer, die angaben HIV-negativ zu sein, befürworteten diese Ansicht zu 56,3%.
Besonders hoch war die Zustimmung zu Strafverfolgung bei Menschen unter 30 Jahren; bei Menschen mit höherer Bildung (Universität) war die Zustimmung zu Strafverfolgung niedriger als bei Menschen mittlerer oder schlechterer Bildung.

Hingegen zeigten sich kaum Unterschiede hinsichtlich ethnischer Kriterien. Allerdings war eine Befürwortung von Kriminalisierung häufiger als Einstellung anzutreffen bei Männern, die Sex mit Männern und Frauen haben, als bei Männern, die angaben ausschließlich homosexuell zu sein. Je mehr Sexpartner ein Mann im letzten Jahr hatte, desto eher lehnte er eine Kriminalisierung ab.

Männer, die Kriminalisierung befürworteten, waren oftmals auch der Ansicht, der HIV-Positive sei in der alleinigen Pflicht, eine HIV-Übertragung zu verhindern. Einer der Befragten brachte seine Ansicht auf den Punkt „wenn du einmal HIV hast, ist es von da an deine Pflicht dafür zu sorgen, dass du es nicht weitergibst“.

Zudem zeigten die Kriminalisierungs-Befürworter überwiegend deutlich stigmatisierende Ansichten über HIV und hatten kaum zutreffende Ansichten über die Wirksamkeit moderner antiretroviraler Therapien. Viele Befragte gaben als Grund für ihre Ansichten an, eine HIV-Infektion sei immer noch tödlich; einige bezeichneten die Übertragung von HIV als Mord.

Im Rahmen des jährlichen „Gay Men’s Sex Survey“ wurden die Teilnehmer im Jahr 2006 unter anderem auch zu ihren Einstellungen zur Strafverfolgung bei HIV-Übertragung befragt. Insgesamt 8.152 Männer beantworteten die diesbezüglichen Fragen.
Eine Mehrheit dieser Männer (57%) äußerte, es sei „a good idea to imprison people who know they have HIV [and] pass it on to sexual partners who do not know they have it“. Nur 26% lehnten diese Aussage ab, und 18% hatten keine Meinung.

Die Autoren der Studie betonten, aus der Studie ließen sich wichtige Konsequenzen für die weitere HIV-Prävention ableiten. Insbesondere wiesen sie darauf hin, dass die überwiegende Mehrheit der Männer, die eine Kriminalisierung von HIV befürworteten, der Ansicht seien, HIV sei unabwendbar tödlich.
Die Forscher äußerten die Befürchtung, dass ein Aufrechterhaltend dieses Bildes vom „tödlichen Aids“ dazu beitrage, die Stigmatisierung von HIV aufrecht zu erhalten. Dies wiederum beeinträchtige das Umfeld, in dem Prävention stattfinde.

Zudem wiesen die Forscher darauf hin, dass ein Großteil der Männer, die Kriminalisierung befürworten, auch der Ansicht seien, der HIV-Positive sei verpflichtet, dem Sexpartner seine HIV-Status offen zu legen. Angesichts der Tatsache, dass etwa ein Drittel der HIV-Infizierten nicht von ihrer eigenen Infektion wüssten, zudem viele Positive vor einem Offenlegen zurückschreckten, erweise sich diese Meinung als unrealistisches Modell.

Die Autoren der Studie kamen zu dem Schluss, die Realität des Lebens mit HIV werden vielfach immer noch falsch wahrgenommen. Angst und Abscheu, mit der Männer, die Kriminalisierung befürworten, diese „anderen Schwulen“ betrachten, seien offensichtlich. Die Veränderung von HIV und Leben mit HIV sei und bleibe eine der großen gegenwärtigen Herausforderungen.

Die Ansichten, die die Forscher in Großbritannien untersuchten, sind auch bei uns zu finden, ob bei Homo- oder Heterosexuellen. Bedeutender noch, sie sind auch bei Staatsanwälten, Richtern und Politikern zu finden, wie Ermittlungsverfahren und Gesetzesinitiativen immer wieder zeigen.

Ein Grund mehr also, dass sich auch Aids-Hilfen und HIV-Positive mit der Frage beschäftigen sollten, welche Haltungen Menschen dazu bringen, eine Kriminalisierung von HIV zu fordern.

Einen der Wege, mit dieser Situation umzugehen, sie vielleicht aufzubrechen, haben die Forscher implizit aufgezeigt: Bilder des Lebens mit HIV zeigen. Bilder eines Lebens, das inzwischen facettenreicher, vielfältiger geworden ist – und bei weitem nicht nur von Tod und Leid geprägt ist. Bilder vom Leben mit HIV – wer könnte sie treffender zeigen als HIV-Positive selbst?

weitere Informationen:
aidsmap 26.01.2009: Ignorance and stigma provide foundation for gay men’s support of criminalisation of HIV transmission
sigma research: Sexually charged: the views of gay and bisexual men on criminal prosecutions for sexual HIV transmission (pdf)
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